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Detmold, 26. Februar 2018 11:45 Alter: 210 Tage

23 Gründerteams starten im Innovationslabor OWL

Sie nehmen die Unternehmensgründung in Angriff: Maria Helena Wilkens, Thomaz Vieira, Tomas Mena, Tim Fechner, Jannis Stadtmann, Professor Andreas Welling, Mariana Rott, Ricarda Jacobi, Marielle Kanne, Udo Spallek und Thomas Schellenberg von der Hochschule OWL (v.l.)

Der Auftakt des hochschulübergreifenden Projekts Innovationslabor OWL fand an der FH Bielefeld statt. Coaches der Unis Paderborn und Bielefeld sowie der Hochschule OWL und der FH Bielefeld betreuen die Start-up-Ideen. Fünf der Gründungsprojekte stammen aus Detmold und Lemgo.

23 Gründerteams kamen beim ersten Netzwerktreffen des hochschulübergreifenden Projektes "Innovationslabor OWL" am 21. Februar in der Fachhochschule Bielefeld zusammen. Ihre Ideen und Produkte sind teils gerade erst zu Papier gebracht, teils schon "marktreif". Über ein Jahr lang unterstützen die Coaching-Teams der Universitäten Paderborn und Bielefeld sowie der FH Bielefeld und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe die Start-up-Teams bei der Gründung ihrer technologie- und wissensbasierten Hochschulausgründungen in der Region Ostwestfalen-Lippe. Neben einem intensiven Beratungsangebot profitieren die angehenden Gründerinnen und Gründer von zahlreichen Kontakten zu potenziellen Investoren, etablierten Unternehmen und anderen Start-ups. Über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren wird das "Innovationslabor OWL" mit rund 1,3 Millionen Euro durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Bei der Auftaktveranstaltung präsentierten die angehenden Gründerinnen und Gründer ihre Start-up-Ideen. Diese reichen vom scharfem Honig oder selbstgebrautem Bier über Lerncoachings und einen virtuellen Kleiderschrank bis hin zur Schreibwerkstatt. Dr. Sebastian Vogt aus dem Coaching-Team der Universität Paderborn erklärt die Vorteile der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit: "Wir haben uns für das Gründungsprojekt zusammengetan, weil es wichtig ist, unsere Stärken an den einzelnen Hochschulen gegenseitig zu nutzen." Das bestätigt Ricarda Jacobi von knOWLedgeCUBE der Hochschule OWL: "Die Hochschule OWL hat die besten Voraussetzungen für Gründungen und eine Vernetzung: durch ihren sehr umfangreichen Kompetenzbereich, der sich von technischen über wirtschaftliche bis zu kreativen Fachgebieten erstreckt. Aber auch durch das breite Angebot an Laboren sowie insbesondere die Verortung des knOWLedgeCUBE im Centrum Industrial IT. Die zusätzliche Verbindung mit den anderen Hochschulen erweitert dieses Netzwerk, insbesondere im Gründungsbereich.

Insektenbratlinge, individuelles Bier, mobile Häuser und Spendenschweine

Die fünf Gründerteams der Hochschule Ostwestfalen-Lippe präsentierten ihre Ideen selbstbewusst und gleichzeitig mit einer guten Portion Humor. Das Start-up "beetle foods" hatte zur Präsentation einen kleinen Film vorbereitet, in dem sich das Team, bestehend aus Tim Fechner und Mariana Rott, vorstellte. Ihre Idee: Insekten auf den Tisch! Die beiden arbeiten an Insektenbratlingen und -brühwürsten, die in Zukunft die klassischen Fleischprodukte ergänzen oder sogar ablösen könnten. Udo Spallek präsentierte sein Start-up "Emilienbier". Die Idee reifte am Campus Emilie in Detmold. Hier entsteht ein Craft-Bier, das in kleinen Chargen hergestellt individuelle Geschichten erzählt. Das Team "ClipHut" besteht aus Thomaz Vieira, Tomas Mena und Maria Helena Wilkens. Gemeinsam haben sie Module entwickelt, die in kürzester Zeit zu kleinen, mobilen Häusern zusammengesteckt werden können. Es ist ein hölzernes Clip-System, das der Nutzer per App individuell generieren kann. "Spendenschwein" heißt das von Jannis Stadtmann ins Leben gerufene Start-up, ein Frühstücksbrettchen aus Holz, durch dessen Verkauf Gelder zur finanziellen Unterstützung von gemeinnützigen Vereinen und Projekten generiert werden sollen. Im Gründerprojekt "Lojito" beschäftigt sich Thomas Schellenberg mit der Produktion und Vermarktung eines "Low Carb", also kalorienreduzierten, aber dennoch alkoholischen Erfrischungsgetränkes.

Bei jazzigen Klängen des NÉK-Trios konnten die angehenden Gründerinnen und Gründer erste Erfahrungen untereinander austauschen und Kontakte knüpfen. Die nächste Netzwerkveranstaltung wird an einer anderen der vier beteiligten staatlichen Hochschulen stattfinden und ist bereits in Planung.