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Detmold, 07. März 2018 12:12 Alter: 107 Tage

"Erasmus+"-Projekt: Inklusion von Menschen mit Behinderung im Alltag

Prof. Ulrich Nether war mit fünf Studierenden in Mailand. Fotos: Ley

Im Rahmen des "ERASMUS+" PUDCAD-Projekts haben Ende Februar fünf Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur erfolgreich an einem fünftägigen internationalen Studierendenworkshop am Polytecnico in Mailand teilgenommen. Das PUDCAD-Projekt (Practicing Universal Design Principles in Design Education through a CAD-Based Game) befasst sich mit einem der wichtigsten Themen der Europäischen Kommission: der Inklusion von Menschen mit Behinderung im alltäglichen Leben.

Den europäischen Universal Design Standards folgend und aufgrund des aktuellen Stands der Lehre in internationalen Netzwerken soll über das Projekt ein CAD-basierte Plattform in Gestalt einer Gamesoftware entwickelt werden, mit deren Hilfe Studierenden die Prinzipien von Universal Design näher gebracht werden sollen, um das eigene Wissen und Fähigkeiten auf kreative und empathische Weise auszubauen. Es soll eine interaktive Plattform entstehen, über die in einem europäischen Netzwerk gemeinsam an innovativen Ideen und Methoden für die Inklusion körperlich beeinträchtigter Menschen im gebauten Raum gearbeitet werden soll.

Den Auftakt koordinierte jetzt das Polytecnico in Mailand. Insgesamt 25 Studierende aus den verschiedenen Partnerländern hatten die Möglichkeit, in einem intensiven Austausch einen ersten Zugang zum Thema Universal Design zu erhalten, kreative Entwürfe innovativer Lernräume zu entwickeln und zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. So wurden verschiedene Schulen besucht, um vor Ort die architektonischen Qualitäten mit Hilfe eines auf sieben Grundzügen des Universal Design basierenden Fragebogens zu evaluieren. Parallel dazu erhielten die Studierenden die Möglichkeit, mit Hilfe verschiedener "Alltagsassistenten" für körperlich Benachteiligte (vom Rollstuhl bis hin zur Halskrause) einen emphatischen Selbstversuch zu machen. Diese Unternehmungen bildeten die Grundlage für die darauf folgende Aufgabe, in internationalen Teams Konzepte für innovative und den Grundgedanken des Universal Design folgende Lernräume zu erarbeiten, um sie am Ende vor einer internationalen Jury zu präsentieren. Die Ergebnisse können nun genutzt werden, um die kommenden Oktober in Detmold stattfindende Konferenz unter dem Arbeitstitel "Universal Design Practice Conference II: Man, space and inclusion" vorzubereiten.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Koordinator ist die Fakultät für Architektur an der Technischen Universität Istanbul, Türkei. Weitere Projektpartner neben der Hochschule OWL (Detmold) sind: Institute of Design and Fine Arts, Lahti University of Applied Sciences, Finland; Dipartimento di Architettura, Università degli Studi di Firenze, Italy; Dipartimento di Design, Politecnico di Milano, Italy; Association for Well-being of Children with Cerebral Palsy, Turkey; Occupational Therapy Association of Turkey

Weitere Informationen: Prof. Ulrich Nether (Lehrgebiet Ergonomie und Produktdesign), ulrich.nether(at)hs-owl.de, Jan Phillip Ley, M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter PerceptionLab), jan.ley(at)hs-owl.de