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Detmold, 11. Dezember 2017 11:30 Alter: 220 Tage

Johnson Plus - eine Erweiterung für die Kunsthalle Bielefeld

Foto: Philipp Ottendörfer/Kunsthalle Bielefeld

Ein Erweiterungsbau für die Kunsthalle Bielefeld - das ist Thema der Ausstellung "Johnson Plus", die am Mittwoch, den 13. Dezember um 17 Uhr eröffnet wird. Die gezeigten Entwürfe entstanden im Sommersemester 2017 im Master of Integrated Architectural Design (MIAD) an der Hochschule OWL sowie im Lehrgebiet von Prof. André Habermann an der Hochschule Bochum. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Januar 2018 in der Kunsthalle Bielefeld zu sehen.

Der Adenauerplatz in Bielefeld ist das Produkt von Verkehrsplanungen vergangener Jahrzehnte. Die daraus entstandene stadträumliche Situation werde heute als unbefriedigend wahrgenommen und bedürfe einer Neuinterpretation, so Prof. Jasper Jochimsen und Prof. i. V. Tillmann Wagner (beide HS OWL), die die Detmolder Studierenden betreuten. Der am Adenauerplatz gelegene, mittlerweile 50 Jahre alte Bau der Kunsthalle Bielefeld benötige dringend eine Erweiterung um Räumlichkeiten für zeitgenössische Kunstformen wie Video, Performance und Installation. Diese seien im Bestandsbau von Philipp Johnson, einer "Ikone der klassischen Moderne", kaum ausstellbar, da dessen räumliche Disposition weder neutrale noch abgeschlossene Räume vorsehe.

An diesen beiden Punkten setzt das Projekt an, das, ausgehend von einer Initiative des Bauamts Bielefeld, von Studierenden im Master of Integrated Architectural Design (MIAD) der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur im Sommersemester 2017 bearbeitet wurde. Die angehenden Architekten haben ein weites Spektrum an Ideen produziert, wie die Kunsthalle erweitert und zugleich der Stadtraum aufgewertet werden kann. Die Vorschläge reichen von vertikalen Museen als städtebaulichem Akzent am Adenauerplatz bis zu in die Topografie eingebetteten oder gar die Tiefe gegrabenen Lösungen. Es gibt Ansätze, die alle Bestandsbauten erhalten und in die Erweiterung integrieren, und andere, die großflächigen Abriss vorschlagen und die so entstandene Grünanlage zwischen Adenauerplatz und Obernstraße als Museumspark neu denken. Eine Arbeit traue sich sogar, an den tempelartigen Johnson-Bau unmittelbar anzubauen.

"Die Vorschläge sind als Denkanstöße zu verstehen", machen die betreuenden Professoren deutlich. Kritisch begleitet wurde das Projekt von Kunsthallendirektor Dr. Friedrich Meschede, der auch zur Vernissage sprechen wird.

Adresse: Kunsthalle Bielefeld, Artur-Ladebeck-Str. 5, 33602 Bielefeld

Öffnungszeiten: Di-So 11-18 h, Mi 11-21h, Sa 10-18h, Montag geschlossen