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Detmold, 10. Juli 2018 09:46 Alter: 9 Tage

JVA-Projekt: Torwände jetzt in Dresden ausgestellt

Foto: Konstantin Eulenburg

Das länderübergreifende Projekt „Knastkultur“ hat beim diesjährigen Präventionstag in Dresden unter anderem auch zwei Arbeiten von Studierenden und Gefangenen aus OWL ausgestellt. Dabei handelt es sich um das Kooperationsprojekt des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur an der Hochschule OWL und der JVA Herford, das während der Projektwoche „Detmolder Räume“ Ende April stattfand. Ergebnis der Zusammenarbeit der acht Innenarchitektur-Studierenden mit sieben jungen Gefangenen sind zwei künstlerisch gestaltete Holztorwände. Die Konzeption und Leitung lag bei der Hamburger Möbeltischlerin Hendrike Farenholtz und Prof. Verena Wriedt von der Hochschule OWL.

„Aufgabe des 4 Tage-Workshops war es, eine ballspielende Person darzustellen, eine Bewegung aus dem Spiel in einer Silhouette zu fixieren, und diese dann auf Tapeten zu übertragen. Die ausgeschnittenen  „Tapetenmenschen“ wurden auf große Sperrholzwände geleimt“, beschreibt Wriedt. Künftig werden die Torwände den Gefangenen zum Ballspielen im Herforder Gefängnis zur Verfügung stehen.

Bei der Ausstellung jetzt in Dresden konnten sich zahlreiche Fachbesucher über die kulturelle Arbeit in den Justizvollzugsanstalten informieren. Es wurde ein reges Interesse signalisiert und viele Fachgespräche fanden statt, auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr Projekte starten, die Kunst als Hilfsmittel zur Prävention einsetzen. Der 23. Deutsche Präventionstag fand vom 11.-12. Juni 2018 statt, er stand unter dem Thema „Gewalt und Radikalität“.

Mitarbeit seitens der JVA Herford: Dipl. Päd. Nicole Sonnenbaum

www.knastkultur.de