Campus Emilie



Der neue Campus
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Aufgaben | Raumprogramm
Die neuen Gebäude und die Nutzung des ehemaligen Pferdekrankenreviers vereinigen die Fachbereiche 1 und 3 sowie die Mensa und die Hochschulbibliothek zu einem gemeinsamen Campus.
Die Flächen des Fachbereichs 1 und die Laborflächen des Fachbereichs 3 sind sowohl funktional als auch baulich eigenständig. So entstanden 4.335m² Nutzfläche im Hauptgebäude inklusive Mensa, Bibliothek und Verwaltung und 1.725m² Nutzfläche im Laborgebäude. Das 'Paulinchen' und die beiden Forschungsschwerpunkte "ConstructionLab" und "PerceptionLab" sind im Gebäude des ehemaligen Pferdekrankenreviers untergebracht.
Städtebauliche Einordnung
Der Neubau zieht sich mit dem Laborgebäude entlang der Bielefelder Straße, das Institutsgebäude bildet in Parallelität zur Bielefelder Straße den nördlichen Abschluss zum Campus.
Die Anordnung ermöglicht kurze Wege zwischen den zentralen Einrichtungen auf dem Campusgelände. Die Höhe der Neubauten orientiert sich an den Gebäuden entlang der Bielefelder Straße und den ehemaligen Kasernenbauten auf dem Campus. Der bestehende Höhenunterschied wurde für die Einbindung einer eingeschossigen Parkpalette genutzt, die einerseits die beiden Neubauten verbindet und neben Parkfläche für PKWs auch die Nutzung als Werkhof ermöglicht.
Erschließung
Fußläufig erreicht man den Campus von der Bielefelder Straße und der Emilienstraße aus. Mit dem PKW gelangen Besucher und Mitarbeiter über die Emilienstraße zu den dort bestehenden Parkplätzen, Studierende nutzen die Parkpalette, die über die Bielefelder Straße zu erreichen ist.
Idee des "Patchwork"
Die Stärke der Hochschule Ostwestfalen-Lippe liegt in der Vielfalt der Möglichkeiten und der Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Ansichten. Parallel zur Arbeit in der Werkstatt Emilie entwickelten Studierende gemeinsam mit ihren Professoren Konzepte und Ideen für verschiedene Teilbereiche des Neubaus. Die Werkstatt formulierte die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen, gab die Kostengrenzen vor und kümmerte sich um die Realisierung der Projekte. Aus diesem "Patchwork" ergaben sich zahlreiche interessante Details zu Design und Ausstattung im Großen und Kleinen, von der Farbe der neuen Fassaden bis zum Design der WC-Trennwände.
Auf diese Weise entstand eine unverwechselbare architektonische Perle, gleichsam eine "gebaute Visitenkarte", in der sich die Leitbilder der Hochschule – Pluralität, Multiplizität, Heterogenität und Experimentierfreude – widerspiegeln.
Transparenz und Offenheit prägen die Lehre
Die offene und transparente Anordnung der Gebäude fördert die schöpferische Atmosphäre auf dem gesamten Campus. Die Vielfalt, die aus den Kombinationsmöglichkeiten der beiden Studiengänge Architektur und Innenarchitektur erwächst, spiegelt sich in der Lehre wider. Durch den offenen Grundriss ergeben sich die unterschiedlichsten Arbeits- und Lernsituationen. Ob abgeschlossen, halb oder ganz geöffnet: Seminare finden überall statt. Auf diese Weise entsteht ein reger Austausch, Studierende bekommen Einblicke in das Arbeiten und Entwerfen ihrer Kommilitonen. Auch durch die verschiebbaren Ausstellungsflächen erfährt der Raum ständige Veränderungen.
Die Professoren haben ihre Büros in sogenannten "Prof-Boxen", die individuell aus modularen Raum-in-Raum-Systemen gebildet werden.
Es gibt zahlreiche studentische Arbeitsplätze, Ateliers und Projekträume. Auch hier wird die Zusammenarbeit der Studierenden durch die offenen Räumlichkeiten gefördert.
Workshop "Farbe und Raum"
Im Rahmen des Workshops "Farbe und Raum" wurde ein umfassendes Farbkonzept für die neuen Hochschulgebäude entwickelt. Gemeinsam mit Professor Thomas Kesseler erarbeiteten die vier Studentinnen Janine Tüchsen, Mareike Schippel, Bettina Weyand und Inga Schröder innerhalb des zweitägigen Workshops ein Konzept, das sowohl städtebauliche Aspekte, den Bezug von alter zu neuer Bausubstanz sowie die Verbindung von Innen- und Außenraum berücksichtigt.
Einer kurzen Einführung ins Thema und einem lockeren Brainstorming folgten die intensive Analyse. Vom städtebaulichen Aspekt her wurde schnell klar, dass sich die neuen Gebäude in die bestehende Farbigkeit der norddeutschen Architektur der Gebäude 3 und 4 mit ihrem roten Ziegelbau einpassen müssen. So nehmen die neuen Fassaden die unterschiedlichen Rot-Braun-Färbungen der umliegenden alten Gebäude auf. Mit Hilfe von Farbtafeln hatten die Studentinnen zuvor die Farbtöne genau bestimmt. Zusammen mit den grüngrauen Fassadenpaneelen am neuen Institutsgebäude entsteht ein spannender Kontrast.
Als schwieriger erwies sich die Gestaltung der Innenräume, da vor allem im neuen Gebäude 2 mit seinem offenen Grundriss und den großen Glasfronten nur wenige Wände für die Farbgestaltung vorhanden sind.












