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Die Emilien-Kaserne
In den Jahren 1901 bis 1904 wurde die Emilien-Kaserne für das Infanterieregiment Graf Bülow von Dennewitz No. 55 vom Lippischen Baumeister Schuster auf einem Areal von 41.207m² errichtet. Es wurden insgesamt fünf Gebäude und die Umfassungsmauer als Mauerwerksbauten aus roten Mauerziegeln im Reichsformat errichtet. Die ursprüngliche Dacheindeckung bestand aus roten Dachziegeln. Der Baustil der Epoche ist fast unverändert erhalten geblieben.
In den 1930er und 1940er Jahren sind weitere Gebäude innerhalb und außerhalb des Kasernengeländes errichtet worden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein Großteil der Kaserne von einer Transporteinheit der Britischen Rheinarmee genutzt. Zwei Gebäude waren von der Bundeswehr belegt.
Bereits im Jahre 1988 wurden sechs Gebäude, ein Denkmal und die Außenmauer in die Denkmalliste aufgenommen. Die britischen Streitkräfte und die Bundeswehr räumten das Areal in den Jahren 1991/92. Anschließend wurde ein Teil der Liegenschaft mit historischen Gebäuden von der Stadt Detmold erworben. Darin und einem zusätzlich entstandenen Neubau ist heute die Bachschule untergebracht.
Im September 1993 wurde das Gutachten über die Eignung des Geländes zur Nutzung durch die Hochschule Lippe und Höxter vorgelegt. Im Dezember 1994 wurden zunächst etwa 8.800m² Grundstück mit den historischen Blöcken 1 und 3 (Fachbereich 3 und Hörsaalgebäude Casino) und dem Großteil der Außenmauer vom Land NRW erworben. Im Dezember 1999 wurden die Restflächen mit dem Bülow-Block angekauft.
Am 24.01.1995 wurde der Planungsauftrag 'Ausbau der ehemaligen Emilien-Kaserne für die Fachhochschule Lippe, Abt. Detmold' dem Staatlichen Bauamt Detmold erteilt.