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Transluzente Sandwiche

Laufzeit/Kooperationsform:
10/2006 - 08/2007 Industrieprojekt und Seminararbeit

Beteiligte:
Prof.'in Dr.-Ing. Uta Pottgiesser
Prof.'in Dr.-Ing. Susanne Schwickert
Dipl.-Ing. Katharina König


Im Wintersemester 2006/2007 wurde an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe am Fachbereich Architektur und Innenarchitektur ein Semesterprojekt mit dem Thema „Inside - Outside: Bauen mit Sandwichen“ in Kooperation mit dem Bereich New Business der Bayer MaterialScience AG durchgeführt. Der Bereich New Business verfolgt das Ziel neue Geschäftsmöglichkeiten über das bestehende Produkt- und Verfahrensportfolio von Bayer MaterialScience hinaus aufzuspüren und zu erschließen. Industry Innovation befasst sich innerhalb New Business mit marktnahen Produktideen und Technologien. Ausgangspunkt des Projektes „Inside-Outside“ waren die laufenden Entwicklungsarbeiten der Bayer MaterialScience AG an Fassadenelementen, bestehend aus einem PUR-Schaumkern und Deckschichten aus textilbewehrtem Beton, die als Außenwandbekleidungen und als selbsttragende Außenwandelemente in modularisierter Bauweise eingesetzt werden.

Ziel des Projekts war die gestalterische Auseinandersetzung mit Sandwichkonstruktionen auf der Basis von PUR-Schaum - im Speziellen für Anwendungen im Innenausbau. Es sollte über Variationsmöglichkeiten für Oberflächen und Deckschichten und für den Gesamtaufbau des Sandwichs und weitere raumgestalterische Einsatzgebiete im Innenbereich nachgedacht werden. Darüber hinaus sollten auch neue Materialkombinationen betrachtet werden, die Alternativen zu dem bisherigen, nicht sichtbaren Einsatz von PUR bieten würden. Damit ist das Ziel verknüpft, die Wirkung und das Image des Materials positiv zu verändern, welches bisher als ein kaum sichtbares Produkt vorrangig für das „Innenleben“ von Produkten und als gestalterisch nicht wirksames Füllmaterial verwendet wird, positiv zu verändern. Die Studierenden sollten dabei den Schaumkern in Verbindung mit unterschiedlichen Deckschichten und Formgebungen untersuchen, bewerten und als direktes Gestaltungselement entwickeln.

Ausgehend von den drei Betrachtungsebenen Bauteil, Funktion und Gestaltung sollten mögliche Einsatzgebiete und sich daraus ergebende Anforderungsprofile identifiziert und dargestellt werden.
Besondere Beachtung sollte in dieser Phase die Entwicklung des gestalterischen Potentials finden, das in einem einführenden Workshop thematisiert wurde. Für die weitere Ausarbeitung waren folgende Ansätze und Methoden von Interesse:

- Recycling
- Transluzenz
- Aushöhlungen
- selbsttragende Freiformflächen
- textile Oberflächen
- definierte Aussparungen

In der weiteren Bearbeitung wurden die speziellen Eigenschaften und Besonderheiten der gefunden Gestaltungsoptionen vertiefend untersucht. Hierbei waren Laborversuche in den Bereichen Transluzenz, Freiformflächen und Recycling wichtig. Diese Analysen waren Grundlage für die Auswahl und Bewertung einzelner Dekors und Einsatzgebiete. Weitere Entwicklungen in Zusammenarbeit mit Herstellerfirmen für den Innenausbau werden angestrebt.