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Aktuelles


 



IMPACT 2

Nachdem im letzten Jahr die Studie IMPACT 1 zur Wirkung von Licht auf den Menschen durchgeführt wurde, ist gerade der zweite Teil der Studie abgeschlossen worden. Darin untersuchten die Masterstudierenden unter der Leitung von Prof. Hofmann, Prof. Nether und Dr. Pilgramm, inwieweit visuelle Faktoren die akustische Wirkung eines Raumes die menschliche Wahrnehmung beeinflussen. Die Versuche wurden in Kooperation mit Prof. Malte Kob durchgeführt, der den Wellenfeldsyntheseraum der Musikhochschule Detmold als Labor zur Verfügung stellte und die Forschungsgruppe auch inhaltlich unterstützte.

Der Raum wurde in zwei Stimmungen gestaltet, eine schallhart und kalt wirkender und ein warm und schallabsorbierend wirkender Raum. Während des Aufenthaltes der Probanden in dem Versuchsraum wurde die Lesung eines Textes eingespielt, der in seiner akustischen Ausprägung völlig identisch war. Mit Hilfe von Fragebögen wurde die visuelle und akustische Wirkung bei den Probanden abgefragt. Zusätzlich wurden mit Hilfe eines Biofeedbackgerätes physiometrische Daten erhoben.

 

PerceptionLab Reihe

Pünktlich zum jährlichen Herbstsymposium des PerceptionLabs ist nun das erste Buch der Publikationsreihe des PerceptionLabs erschienen, die sich jeweils mit den Themen der Symposien beschäftigen wird. Die bei Fink erschienene Publikation mit dem Titel "Augumented Reality" entstand unter der Federführung von Marco Hemmerling und enthält neben Beiträgen der Vortragenden des Symposiums 2010, wie Daan Roosegarde, Mischa Kuball und Markus Schäfer auch Beiträge anderer bekannter Fachleute.

 



Symposium 2011

Detmold (hs-owl). „Ein Sinneseindruck lässt sich messen, die Atmosphäre nicht“, sagt die Innenarchitektin Eva Filter. Auf die Spur von emotionalen Raumerlebnissen machten sich am Freitag, den 21. Oktober 2011 beim 4. Symposium des Perception Labs etwa 120 Besucher. Die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Konferenz stand unter dem Thema „Mensch, Raum und Atmosphäre“.

Dem Thema Raumatmosphären näherten sich die fünf Referenten aus ganz unterschiedlichen Richtungen: aus architekturtheoretischer Sicht, aus philosophischer Sicht, aus der Sicht eines atmosphärisch zeichnenden Architekten, eines Künstlers, eines Innenarchitekten. „Können Atmosphären auf eine bestimmte Wirkung hin entworfen werden“, fragte Filter in ihrem Einführungsvortrag. Die Professorin der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur plädierte dafür, als Entwerfer die Sinne zu schulen: „Wir sind so etwas wie die Beziehungsschaffer unter den Raumschaffenden.“
Dass sich eine Atmosphäre nicht allein rational beschreiben lässt, darauf wies Wolfgang Meisenheimer hin. „Wenn wir vom architektonischen Raum sprechen, dann sprechen wir von einem Erlebnisraum“, sagte der emeritierte Professor und Leiter der Werkbundakademie. „Eine objektive Wahrnehmung von Atmosphäre ist nicht möglich.“ Immer finde eine Verquickung mit der subjektiven Wahrnehmung statt. Es kommt auch auf den Betrachter an.

Für ein Zurücknehmen als Gestalter plädierte Kathrin Busch, Professorin für Kulturtheorie an der Universität der Künste Berlin. Als Entwerfer auch einmal Ungenauigkeiten zuzulassen, dazu riet der Architekt Hans Günter Hofmann. „Das macht eine Zeichnung atmosphärischer als jedes Foto“, sagt der Düsseldorfer Professor, und weiter: „Ich denke, dass wir nicht gerade Winkel besonders atmosphärisch empfinden. Da haben wir alle die Höhle im Blut.“
Auf überraschend literarische Weise näherte sich der Innenarchitekt Jens Wendland, Professor an der FH Kaiserlautern, dem Thema, während der Hamburger Künstler Jürgen Albrecht beeindruckende lichtatmosphärische Arbeiten vorstellte.  „Entwerfer sind Suchende“, so Wendland. Um mehr über die Wirkung von Räumen zu erfahren, müssten Studierende sich diese angucken, sie fühlen, vor Ort wahrnehmen – „das kann man nicht nur lehren“, fasste Prof. Harald Gräßer die Diskussion zusammen. 

Heide Teschner

 



 

 

IMPACT 1 Studie durchgeführt

Ein größeres Forschungsvorhaben, welches das PerceptionLab zur Zeit beschäftigt, ist IMPACT – eine Studie zu Raumwirkung. Dazu wurde im Rahmen des Seminars Umweltpsychologie ein Pretest durchgeführt. 
Untersucht wurden die Wirkung von Lichtfarben auf die emotionale Befindlichkeit des Menschen. Durch den Pretest konnte der Versuchsaufbau und die Fragestellung konkretisiert werden. Im Mastermodul Mensch und Raum führen die Studierenden die Datenerhebung im WS 2010/11 durch. Neben der Technik der Beobachtung und der Fragebogenerhebung wird das neu erworbene Biofeedback Gerät eingesetzt. Der Einsatz mehrere Methoden macht es möglich die Ergebnisse untereinander zu vergleichen und empirisch fundierte Daten zu erhalten. An diesem Beispiel wird das Anliegen des Forschungsschwerpunktes deutlich, die Studierenden auch praktisch an das Thema Forschung heran zu führen.