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Kontakt

Sprecher

Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Nether

Telefon: +49 (0)5231 769-6990

ulrich.nether(at)hs-owl.de

 

 

Kristina Herrmann, M.A.

Telefon: +49 (0)5231 769 - 6962

kristina.herrmann(at)hs-owl.de

 

 

Jan Phillip Ley, M.A.

Telefon: +49 (0)5231 769 - 6962

jan.ley(at)hs-owl.de

 

 

Inhalt

News

Internationaler Studentenworkshop in Mailand vom 19.-23. Februar 2018 - Jetzt bewerben!

Hiermit laden wir alle Studierenden der Architektur und Innenarchitektur ab dem 3. Fachsemester herzlich ein, sich für einen fünftägigen internationalen Studentenworkshop zum Thema Universal Design am Polytechnikum in Mailand zu bewerben. Der Workshop findet zusammen mit 25 weiteren Studierenden verschiedener Universitäten aus Deutschland, Finland, der Türkei und Italien statt, die alle Teil des europäischen Forschungsprojekts PUDCAD – Practicing Universal Design Principles in Design Education through a CAD-Based Game sind, mit dem Ziel die Lehre von Universal Design in einem internationalen Kontext zu stärken und auszubauen.

Das Projekt:

Das PUDCAD Projekt befasst sich mit einem der wichtigsten Themen der Europäischen Kommission: der Inklusion von Menschen mit Behinderung im alltäglichen Leben. Den europäischen Universal Design Standards folgend und aufgrund des aktuellen Stands der Lehre in internationalen Netzwerken soll über das Projekt ein CAD-basierte Platform in Form einer Game-software entwickelt werden mit Hilfe dessen Studierenden die Prinzipien von Universal Design näher gebracht werden soll um das eigene Wissen und Fähigkeiten auf interaktive und empathische Weise auszubauen. So soll eine interaktive Plattform entstehen über die in einem europäischen Netzwerk gemeinsam an innovativen Ideen und  Methoden für die Inklusion körperlich beeinträchtigter Menschen im gebauten Raum  gearbeitet werden soll. Das Projekt wird koordiniert von der Technischen Universität Istanbul. Weitere Projektpartner sind die HFT Stuttgart, LAMK (Lahti University of Applied Sciences), DIDA (Università degli Studi di Firenze, Italien), das Polytechnikum in Mailand, die "Association for Well-being of Children with Cerebral Palsy", Türkei, sowie die "Occupational Therapy Association of Turkey".

Der Workshop:

In dem Workshop bilden je fünf Studierende eines von sechs Teams die in einer Art Designwettbewerb gegeneinander antreten. Jedes team wird gebeten einen inklusiven Lernraum zu gestalten der Schüler anregen soll innovative Designideen unter der Prämisse bestimmter Kriterien des  Universal Design zu entwickeln. Um in diesem Kontext die Empathie zu stärken werden alle Studierenden gebeten über bestimmte Methoden alltägliche Erfahrungen körperlich beeinträchtigter Menschen nachzuerleben. Werkzeuge des Workshops können unter anderem Mental Model Maps, CAD, 3D modeling oder graphic editing software sein. Die jeweiligen Ergebnisse werden vor einer Jury bestehend aus den verschiedenen Projektpartnern präsentiert und unter zuvor festgelegten Kriterien des Universal Design bewertet.

Die Infos:

Der Workshop findet vom 19.-23. Februar 2018 statt. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Die Reise wird mit 275€ zzgl. 100€ Exkursionsförderung des Fachbereichs pro Person unterstützt. Für die Unterbringung wird gesorgt. Der Aufwand wird zusätzlich mit Credits entlohnt! Es können maximal fünf Plätze vergeben werden. Weil es sich hierbei um einen internationalen Austausch handelt werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt! Die Exkursion wird von Prof. Ulrich Nether (Leiter PerceptionLab) und Jan Phillip Ley (Wissenschaftl. Mitarbeiter PerceptionLab) begleitet. 

Eure Bewerbung:

Wenn ihr Interesse habt schickt bitte folgende Unterlagen bis spätestens 08.01.2018 an perceptionlab(at)hs-owl.de:

1. Kurzes Motivationsschreiben warum ihr an dem Workshop Teilnehmen wollt und welches Interesse ihr an Universal Design habt (Englisch, ca. 300 Wörter)

2. CV und kurzes Portfolio in dem ihr unter anderem zeigt dass ihr CAD Anwendungen beherrscht (Deutsch oder Englisch, kurz!)

Bewerbungsfrist ist der 08. Januar 2018! Bewerbungen bitte an perceptionlab(at)hs-owl.de oder jan.ley(at)hs-owl.de.

Etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörer waren zum 10. Symposium des hochschuleigenen Forschungsschwerpunkts PerceptionLab gekommen. Foto: Teschner
Dana Georgiadis (Berlin) stellte das szenografische Projekt "Rhizomat" vor. Foto: Reem Khoury
Manuel Kretzer (Köln) in regem Austausch mit dem Publikum. Foto: Reem Khoury
Katrin Kollodzey, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Grundlagen Entwerfen, stellte das Textile Atelier der Hochschule vor. Foto: Teschner
Jan Phillip Ley vom PerceptionLab moderierte die Tagung. Foto: Teschner

Zwischen den Antipoden analog und digital

"Mensch, Raum, Wirklichkeit" - unter diesem Thema stand das 10. PerceptionLab-Symposium der Hochschule OWL. Es fand am 20. Oktober vor etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörern auf dem Campus Detmold statt. In seiner Einleitung wies Prof. Ulrich Nether auf Herkunft und Wortfamilie des Wortes Wirklichkeit hin und fand dort mit "Wirken", "durchwirken" und "Gewerk" auch Verbindungen zu Raum und Architektur. "Wie wollen wir künftig leben", fragte Prof. Hans Sachs im Hinblick auf die Möglichkeiten der neuen Medien und Technologien, die derzeit Einzug in unsere realen Strukturen halten. Vor diesem Hintergrund werde die Stadt immer mehr zum Reallabor, meinte Prof. Axel Häusler und merkte an, ob vielleicht nur das wirklich sei, was wir eben nicht erlebten. 

Der Neurowissenschaftler Prof. (em.) Dr. Ingo Rentschler (LMU München) sprach von den Ergebnissen der Kognitionsforschung. Von Interesse sei hier vor allem die Frage, ob es neben Gedächtnissystemen für sprachliches auch welche für bildhaftes Wissen gebe. "Dies ist offenbar tatsächlich der Fall", so Rentschler. Räumliche Vorstellungen seien jedoch keine statischen Bilder. Sie entständen durch die zielgerichtete Verschränkung von passiv sensorischem und aktiv motorischem Verhalten. Das entspreche einem Kreisprozess von Wahrnehmen, Erinnern, Fühlen und Handeln - dem so genannten Gestaltkreis oder "perception-action cycle". 

Für einen kritischen Umgang mit den neuen Technologien plädierte Dana Georgiadis (Berlin). Sie stellte das szenografische Projekt "Rhizomat" vor, einen "Narrative Space" von der Szenografin Mona el Gammal, an dem Georgiadis als Produzentin mitwirkte. Das Werk bewege sich zwischen Theater und bildender Kunst. Im Herbst 2016 konnten einzelne Besucher über mehrere Etagen hinweg eine dystopische und doch sehr real anmutende Installation in einem ehemaligen Fernmeldeamt in Berlin erkunden. Ein Einblick in die Arbeit ist bei Arte zu sehen: https://sites.arte.tv/360/de/rhizomat-vr-360

Raum zum Hören zu bringen, das kann "Fluks", ein Instrument zur Erkundung räumlicher Wirklichkeiten. Es entstand unter Leitung von Jan Phillip Ley (HS OWL, Detmold). Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt PerceptionLab und moderierte auch das Symposium. https://www.fluks-project.de/

Außerdem wurde während des Symposiums die Materialstudie "Real/Fake" von den Innenarchitektur Studierenden Tessa Sieker und Michelle Slabon vorgestellt. Darin zeigten sie die Ergebnisse einer in der Vertiefung Humanfaktoren im Masterstudiengang durchgeführten Untersuchung, in der mit 167 Probanden erforscht wurde, ob es einen spürbaren Unterschied zwischen Original und Imitat gibt. Zur Textilwahrnehmung sprach Katrin Kollodzey, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Grundlagen Entwerfen an der Hochschule OWL. Sie stellte das Textile Atelier der Hochschule vor. In der praktischen Arbeit mit den Materialien und deren kreativen Bearbeitung widme sich das Textile Atelier Fragestellungen zur Wirkung von Textilien auf den Raum und den dazu in Dialog tretenden Menschen. Schließlich sei Textil der erste Raum des Menschen. 

Für einen optimistischen Ansatz im Umgang mit neuen Technologien machte sich Prof. i.V. Dr. Manuel Kretzer, Architekt und Experte für funktionale Materialien von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig stark. Transformative Materialien und adaptive Systeme würden für die Zukunft des Entwerfens in der Architektur eine wichtige Rolle spielen. Interessante Einblicke hierzu gibt es unter http://materiability.com/

Kooperatives Entwerfen in virtuellen und vernetzten Umgebungen stellten Firat Ulus und Mathias Karuzys, Studierende der Hochschule OWL, vor. Gerade auch in der Architektur müssten Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) als Werkzeuge angesehen werden, die über den klassischen Einsatz im Entertainment-Bereich hinausgehen. 

In dem EU-Projekt "The People's Smart Sculpture PS2" werden Möglichkeiten ausprobiert, mit welchen Methoden der urbane Raum partizipativ gestaltet werden kann. Davon berichtete Martin Koplin, Direktor des Instituts für angewandte Medienforschung in Bremen. Erst die digitalen Medien hätten vielen gesellschaftlichen Gruppen Zugang zu stadtgestalterischen Prozessen ermöglicht. Die Tagung habe deutlich gemacht, dass die Wahrnehmung von Wirklichkeit sehr subjektiv sei, so der Moderator Jan Phillip Ley. Aufgeworfen wurden grundsätzliche Fragen für das gesellschaftliche Zusammenleben im Raum. Und genau dort spiele der gestalterische Aspekt eine große Rolle. Laut Ley war es ein "sehr inspirierender Austausch" über alle Disziplinen hinweg.

Text: Heide Teschner

Erfolgreicher Antrag: ERASMUS+ PUDCAD - Practicing Universal Design Principles in Design Education through a CAD-Based Game

Mit Freude verkünden wir die Bewilligung des ERASMUS+ Antrags; ein interdisziplinäres und -kulturelles Forschungsprojekt mit dem Titel "PUDCAD - Practicing Universal Design Principles in Design Education through a CAD-Based Game". Hauptantragsteller ist die TU Istanbul in der Türkei.

Ziele des drei Jahre laufenden Projekts ist die Bestandsaufnahme der bisherigen Integration von Universal Design in die Lehre an europäischen Hochschulen und Universitäten, sowie die Entwicklung und Evaluation einer innovativen Gaming-Application als neues Lerntool im Bereich Universal Design an europäischen Lehreinrichtungen sowie dazugehöriger E-learning-Plattform zum transeuropäischen Austausch.

Das PerceptionLab kooperiert in dem Projekt mit acht weiteren Universitäten und Forschungsinstituten aus ganz Europa in Form laufend stattfindender internationaler Symposien und Workshops. Eine der Auftaktveranstaltungen wird voraussichtlich im November 2018 unter dem Titel "Universal Design Practices Conference II: Universal Design" bei uns in Detmold stattfinden.

FLUKS “ Light” - Neue Prototypen beim Detmolder “Tag der offenen Tür”

Licht ist eines der wichtigsten Elemente in der Raumgestaltung. Es erzeugt Atmosphäre, hilft bei der Orientierung im Raum, sagt uns, gekoppelt mit anderen Sinnen, ob wir einen Raum als warm oder kalt empfinden. Dabei findet die Wahrnehmung von Licht zumeist im Unterbewussten statt und verschwindet dadurch zu häufig aus unserem alltäglichen Fokus.

Der Prototyp “Light” ist einer von verschiedenen Wahrnehmungsinstrumenten die von Studierenden unter der Leitung von Jan Phillip Ley und in Kooperation mit dem PerceptionLab entwickelt wurden.

FLUKS “Light” lädt dazu ein unsere Beziehung zum uns umgebenden Lichtraum neu zu entdecken indem er Licht hörbar, erlebbar macht. Dazu wurden vier Lichtsensoren an einem Kopfhörer so angeordnet, dass sie die Lichtintensität des vorzufindenden Raumes über 360° messen können. Die Daten werden in Echtzeit in ein Klangsignal umgewandelt, das über seinen speziellen Raumcharakter die Richtung der gemessenen Lichtintensität erkennbar werden lässt. Der Nutzer hat somit die Möglichkeit den atmosphärischen Lichtraum zu erkunden, nach Harmonien und Disharmonien zu suchen.

Es entstehen Raumerfahrungen und -erinnerungen die so nur durch das hörbar machen von Licht entstehen können. Durch die Messung von UV wird auch der Unterschied von Tages- und Kunstlicht hörbar und steigert den Erlebniswert der generierten Komposition.

Dieser und andere Prototypen sind am 13.Mai 2017 beim Detmolder “Tag der offenen Tür” auszuprobieren. (Riegel 1.OG)

 

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