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Inhalt

Symposium 2011 - Mensch, Raum & Atmosphäre

Flyer zum Download:

Flyer_Symposium_AKTUELL.pdf

 

Detmold (hs-owl). „Ein Sinneseindruck lässt sich messen, die Atmosphäre nicht“, sagt die Innenarchitektin Eva Filter. Auf die Spur von emotionalen Raumerlebnissen machten sich am Freitag, den 21. Oktober 2011 beim 4. Symposium des Perception Labs etwa 120 Besucher. Die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Konferenz stand unter dem Thema „Mensch, Raum und Atmosphäre“.

Dem Thema Raumatmosphären näherten sich die fünf Referenten aus ganz unterschiedlichen Richtungen: aus architekturtheoretischer Sicht, aus philosophischer Sicht, aus der Sicht eines atmosphärisch zeichnenden Architekten, eines Künstlers, eines Innenarchitekten. „Können Atmosphären auf eine bestimmte Wirkung hin entworfen werden“, fragte Filter in ihrem Einführungsvortrag. Die Professorin der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur plädierte dafür, als Entwerfer die Sinne zu schulen: „Wir sind so etwas wie die Beziehungsschaffer unter den Raumschaffenden.“
Dass sich eine Atmosphäre nicht allein rational beschreiben lässt, darauf wies Wolfgang Meisenheimer hin. „Wenn wir vom architektonischen Raum sprechen, dann sprechen wir von einem Erlebnisraum“, sagte der emeritierte Professor und Leiter der Werkbundakademie. „Eine objektive Wahrnehmung von Atmosphäre ist nicht möglich.“ Immer finde eine Verquickung mit der subjektiven Wahrnehmung statt. Es kommt auch auf den Betrachter an.

Für ein Zurücknehmen als Gestalter plädierte Kathrin Busch, Professorin für Kulturtheorie an der Universität der Künste Berlin. Als Entwerfer auch einmal Ungenauigkeiten zuzulassen, dazu riet der Architekt Hans Günter Hofmann. „Das macht eine Zeichnung atmosphärischer als jedes Foto“, sagt der Düsseldorfer Professor, und weiter: „Ich denke, dass wir nicht gerade Winkel besonders atmosphärisch empfinden. Da haben wir alle die Höhle im Blut.“
Auf überraschend literarische Weise näherte sich der Innenarchitekt Jens Wendland, Professor an der FH Kaiserlautern, dem Thema, während der Hamburger Künstler Jürgen Albrecht beeindruckende lichtatmosphärische Arbeiten vorstellte. „Entwerfer sind Suchende“, so Wendland. Um mehr über die Wirkung von Räumen zu erfahren, müssten Studierende sich diese angucken, sie fühlen, vor Ort wahrnehmen – „das kann man nicht nur lehren“, fasste Prof. Harald Gräßer die Diskussion zusammen.

Heide Teschner

Mensch, Raum und Atmosphäre

4. Symposium des Forschungsschwerpunktes PerceptionLab


Das vierte Symposium des Forschungsschwerpunktes PerceptionLab der Hochschule OWL beschäftigt sich mit dem Thema der atmosphärischen Wirkung in Räumen. Es sollen Fachleute sprechen, die sich aus unterschiedlichen Motiven mit dem Entwurf von Atmosphären befassen – sei es, um atmosphärische Orte in öffentlichen oder privaten Bereichen zu konstruieren/gestalten oder um Visualisierungen von späteren Realitäten (z.B. von Raumkonzepten in Architektur, Innenarchitektur und Stadtplanung) herzustellen.

Wie auch die vorhergegangenen Symposien soll das Thema speziell unter dem Gesichtspunkt der Wahrnehmung beleuchtet werden. Wie können wir atmosphärische Räume herstellen, welches Vokabular ist dazu notwendig, wie entsteht die Interaktion zwischen Mensch und Raum, so dass eine Aneignung des Raumes, eine Identifikation stattfinden kann? Welche Beispiele gibt es, in denen das schon gelungen ist und was unterscheidet sie von den anderen? Welche Chancen stecken in der Gestaltung von Räumen, wenn wir diesen Schwerpunkt setzen? Welche Rolle spielt dabei die Wahrnehmung des Nutzers? Wie werden Räume Sinnproduktionen? Welche Folge haben Räume, die nicht atmosphärisch erfüllt sind? Dabei sollen sowohl die theoretischen, als auch die praktischen Aspekte beleuchtet werden. Der theoretische Input soll durch die Möglichkeit praktischer Erfahrung und modernster Erkenntnisse der Neuroästhetik ergänzt werden, die von Fachleuten praxisnah präsentiert werden.

Programm

9.30 Uhr Begrüßung
Prof. Martin Hoelscher, Dekanat der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, HS OWL

9.35 Uhr Begrüßung durch das Präsidium
Prof.Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer, HS OWL

9.40 Uhr Thematische Einführung
Prof.in Eva Filter, Professorin für Wohnen an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, HS OWL

10.00 Uhr Kreative Einfälle an den Rändern der Rationalität
Prof. Dr. Wolfgang Meisenheimer, em. Professor an der FH Düsseldorf, Grundlagen des Entwerfens, Buch- / Journalautor und Herausgeber, Leitung Werkbundakademie.

11.00 Uhr Translokationen. Zur Raumcollage als Verfahren künstlerischer Forschung
Prof. Dr. Kathrin Busch, Professorin für Kulturtheorie an der Universität der Künste, Berlin und der Merzakademie, Stuttgart

12.00 Uhr Mittagspause

13.00 Uhr Hochschulrundgang und Diskussionsrunde

15.00 Uhr Haut – Betrachtung und Begriffe
Prof. Jens Wendland, Professor an der FH Kaiserslautern, Entwerfen, Möbelentwurf und -konstruktion und Gründer und Partner von Raumkontor, Düsseldorf

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Lichtatmosphäre
Jürgen Albrecht, Künstler, Hamburg

17.00 Uhr Atmosphärische Zeichnungen
Prof. Hans Günther Hofmann, Professor an der FH Düsseldorf, Architektur

18. 00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Parallel zu den Vorträgen werden atmosphärische Zeichnungen und Modelle unter anderem aus dem Seminar „Erlesen“ (Betreuung Prof. Eva Filter und Prof. Dr. Andreas Vetter) zu Atmosphären in der Literatur ausgestellt.