Teaser (Rechte Spalte)

Kontakt

Sprecher

Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Nether

Telefon: +49 (0)5231 769-6990

ulrich.nether(at)hs-owl.de

 

 

Kristina Herrmann, M.A.

Telefon: +49 (0)5231 769 - 6962

kristina.herrmann(at)hs-owl.de

 

 

Jan Phillip Ley, M.A.

Telefon: +49 (0)5231 769 - 6962

jan.ley(at)hs-owl.de

 

 

Inhalt

Symposium 2012 - Mensch, Raum & Licht

Detmold (hs-owl). "Licht ist unsichtbar, was wir sehen sind nur leuchtende oder beleuchtete Flächen", sagt Prof. Harald W. Gräßer vom Lichtlabor der Hochschule OWL. Welche Rolle diese beleuchteten Flächen in der Architektur und Innenarchitektur spielen, dazu bot das Symposium „Mensch-Raum-Licht“ am 19. Oktober 2012 konkrete Beispiele.

Ausgerichtet wurde die Tagung mit 80 Fachteilnehmern vom Forschungsschwerpunkt Perception Lab der Hochschule OWL. 
Eine Lanze für die Lichtquelle LED brach die Referentin Carina Buchholz (Zumtobel, Dornbirn): „Es gibt auch schönes LED-Licht.“ Genutzt wird diese Lichtart in der Architekturbeleuchtung seit etwa zehn Jahren. Die Vorteile müssten nur verstärkt genutzt werden, sagte sie und verwies auf die Flexibilität der LED. So mussten früher für unterschiedliche Beleuchtungen Lichtfilter verwendet werden, jetzt hingegen könne die Farbtemperatur durch Regler innerhalb der LED-Leuchte verändert werden. Ferner stellte Buchholz Untersuchungen vor, dass mit warmem Licht das Temperaturempfinden des Menschen gesteigert werden könne. Dies sei zum Beispiel für Airlines interessant, die durch die richtige Beleuchtung an Energie bei der Heizung sparen könnten.  
„Ich fühle mich großartig überlegen, wenn ich helle Wände habe“, so Buchholz. Dunkle Wände hingegen führten zu einem Unterlegenheitsgefühl.

Auf den Einfluss der richtigen Ausleuchtung auf die Sympathiewerte eines Menschen verwies auch Prof. Michael Leuthner von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München). Das ideale Licht für Menschen komme im 45-Grad-Winkel von oben. „Wir nutzen das Licht, um Sympathien zu schaffen“, sagte der Kameramann Leuthner. Eine nicht unwesentliche Erkenntnis vor dem Hintergrund, dass der Nutzer sich in erster Linie in den von Architekten entworfenen Räumen wohl fühlen muss.


„Für wen baue ich, welche Erfahrung hat der Nutzer gemacht“, fragte auch Inge Sommerlatte, Absolventin der Detmolder Schule und Mitgründerin des Büros Sommerlatte & Sommerlatte (Zürich). Wird der Endnutzer vom Architekten/Innenarchitekten nicht ausreichend mitgedacht, könne es zu teuren Fehlplanungen kommen. Sommerlatte verwies auf das Beispiel der neugestalteten Züricher Weihnachtsbeleuchtung, die nach nur fünf Jahren wieder zurückgenommen werden musste.

Beeindruckende Beispiele für das Bauen mit Licht in der Kunst zeigte Michael Bleyenberg (Köln) mit seinen farbintensiven Holographien. Interessant auch für Lichtplaner, Architekten und Innenarchitekten: Hinterleuchtete Flächen werden bei gleicher Leuchtdichte heller empfunden als beleuchtete Flächen. Darauf wies Prof. Dr. Paul W. Schmits (HAWK Hildesheim) hin. Die Erkenntnis resultiert aus einer umfassenden Studie im Fachbereich seiner Hochschule. Begleitet wurde das 5. Symposium des Perception Labs von einer Leuchten-Ausstellung im Lichtlabor der Hochschule OWL.

(Heide Teschner)