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Inhalt

Symposium 2014 - Mensch, Raum und Resonanz

 

Symposium 2014: Mensch, Raum und Resonanz

"Im Raum leben wir durch permanentes Anwesendsein"

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Große Resonanz hatte das diesjährige Symposium mit einer Besucherzahl von 160 Teilnehmenden. Prof.’in Kerber konnte fünf hochkarätige Referierende gewinnen, die aus ihrer Perspektive über den Zusammenhang von Mensch und Raum unter dem Blickwinkel der Resonanz berichteten. Durch die breite und interdiszplinäre Auswahl der Sprechenden wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven analysiert - von physikalischen Grundlagen über partizipatives Bauen bis hin zu städtischen Lebens- und Bühnenräumen.

Der Osnabrücker Professor Dr. Andreas Neyer regte die Besucher durch seine These: „Resonanz zwischen schwingenden Systemen führt immer zu neuen, innovativen Lösungen“ an. Für ihn ist der Raum codierte Information, die zwischen Bauherr und Architekt synchronisiert. Der physikalische Raum steht somit für eine informationsartige, geistige Verbindung (Resonanz) zwischen dem Betrachter und den Gestaltern.

Schauspieler und Autor Dr. Jesko Friedrich eröffnete den Zuhörinnen und Zuhörern eine völlig andere Perspektive, indem er aktuelle prestigeträchtige Bauprojekte aus humoristisch-kritischer Sicht verarbeitete und anhand seiner Kurzfilme veranschaulichte.

Im Vortrag des Intendanten des Osnabrücker Theaters Dr. Ralf Waldschmidt, der unter dem Titel „Alles Theater ... wie ein Raum zur Bühne wird“ wurden scheinbar alltägliche Orte aufzeigte, die durch das Bespielen zum Bühnenraum gemacht wurden. Ein Beispiel ist die Tanz-Aufführung im Altarraum einer Kirche, wo durch die Bewegung der Tänzerinnen und Tänzern scheinbar „Michelangelos Figuren aus dem Sandstein des Altars zum Leben erweckt wurden“.

Die Architektin Dr. Susanne Hofmann betonte den Aspekt des partizipativen Entwerfens in der Architektur und Innenarchitektur. Ihrer Meinung nach sei „unsere Gesellschaft von in zunehmendem Maße emanzipierten Menschen beansprucht“, was den Wunsch nach mehr Teilhabe auch an der Gestaltung der gebauten Umwelt nach sich ziehe. Partizipation werde daher für den architektonischen Entwurfsprozess immer wichtiger.

Prof. Dirk Manzke brachte den Zuhörenden das Aufspüren von Atmosphäre in Lebensräumen näher. Den Raum zeichnet seiner Meinung nach aus, dass „wir durch permanentes Anwesendsein“ in ihm leben. Durch Resonanz reagiere der Mensch auf einen Raum, der somit sinnlich aufgespürt werden könne. Er zeigt den Unterschied und zwischen einer (scheinbar) pragmatischen Aufgabenstellung: "Entwerfen Sie einen Spielplatz", und der dahinter stehenden atmosphärischen Bitte: „Entfalten Sie einen Raum der (kindlichen) Unbekümmertheit“, und eröffnet den Zuhörerinnen und Zuhörern durch seine aufmerksame Betrachtungsweise die Wichtigkeit von Atmosphäre im Gestalten von Lebensräumen.