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Jan Phillip Ley, M.A.

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Inhalt

Symposium 2016 - Mensch, Raum und Alter

 

Symposium „Mensch, Raum und Alter“

„Architektur kann einen großen Einfluss nehmen“

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Von der Mehrgenerationen-WG bis zum Pflegeheim – beim Symposium des Forschungsschwerpunkts PerceptionLab der Hochschule OWL am  14. Oktober wurden verschiedene Möglichkeiten für das Wohnen im Alter vorgestellt.

Dabei sei die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz wesentlicher Impulsgeber für die qualitative Weiterentwicklung von Pflegeheimen, ist Dr. Beate Radzey vom Demenz Support Stuttgart überzeugt. Wichtig auch: „Wenn ich nur für Behinderungen plane, plane ich keine lebenswerte Umwelt mehr.“ Die Architektur eines guten Pflegeheims ermögliche den Bewohnern, sinnvolle Alltagsaufgaben selbst wahrzunehmen, wie Essen zubereiten, Gärtnern und Handwerken. Radzey weiter: „Wohnen ist ein aktiver Prozess.“ So entstehe Raumnutzung und Raumerleben erst im Zusammenwirken von räumlichen und sozialen Faktoren. Warum würden Pflegeheime derzeit zu selten als Zuhause wahrgenommen? Weil sie zu wenig Möglichkeiten bieten, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln, so Radzey. „Architektur kann hier einen großen Einfluss nehmen.“

„Fragen Sie die Nutzer“, forderte Dr. Katharina König die 140 Zuhörer und Zuhörerinnen auf. „Meistens wissen die älteren Menschen ganz genau, wie sie leben wollen.“  Sie untersuchte für das Age Lab im MIT in Boston/USA, wie sich ältere Menschen im öffentlichen, städtischen Raum verhalten und welche besonderen Bedürfnisse sie haben. Sie plädierte dafür, das Alter nicht nur defizitär zu sehen. Mit großer Leidenschaft warb dafür auch der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf. Er lebt seit seinem 50. Lebensjahr in einer Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft. Viel Geld müsse so ein Modell nicht kosten, man müsse sich nur die Nähe zutrauen. Ob künstliche Hüfte, Schlaganfall oder Sterben zuhause – „das kann man angehen in so einer Struktur.“ Der Druck der Demografie werde steigen, und damit würden solche Projekte häufiger werden, ist sich Scherf sicher.

Im Weiteren wurden auf der Fachtagung aktuelle Forschungsstudien und –projekte des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur vorgestellt: darunter die Themen Gerontopsychiatrie Bethel, Farbe und Alter (Brillux-Farbstudie), Universal Privacy Room sowie Potentiale wohnumfeldverbessernder Maßnahmen für Menschen mit Demenz.

„Es gibt keine One-Size-fits-all-Lösung“, fasste Moderatorin Dipl.-Ing. Julia Kirch zusammen. In allen Vorträgen wurde aber auch deutlich, wie wichtig soziale Teilhabe sei, so Prof. Ulrich Nether, Sprecher des PerceptionLabs. „Da sind wir Architekten und Innenarchitekten gefordert.“

Des Weiteren wurden auf der Fachtagung aktuelle Forschungsstudien und -projekte des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur vorgestellt: darunter die Themen Gerontopsychiatrie Bethel (Anja Hoff), Brillux-Studie Farbe und Alter (Ricarda Jacobi), Universal Privacy Room (Kristina Herrmann/Julia Johannhanwahr) sowie Potentiale wohnumfeldverbessernder Maßnahmen für Menschen mit Demenz (Christina Naumann)

"Es gibt keine One-Size-fits-all-Lösung", fasste Moderatorin Dipl.-Ing. Julia Kirch zusammen. In allen Vorträgen wurde aber auch deutlich, wie wichtig soziale Teilhabe sei, so Prof. Ulrich Nether, Sprecher des PerceptionLabs "Da sind wir Architekten und Innenarchitekten gefordert."

Publikationen zu Arbeiten des Perception Labs schicken wir Ihnen gerne zu. Kontakt: www.perceptionlab.de