Teaser (Rechte Spalte)

elektrisch.mobil.owl

Kontaktdaten

Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Benjamin Dally

email: benjamin.dally[at]hs-owl.de

 

Kreis Lippe

Niklas Koormann

email: N.Koormann[at]kreis-lippe.de

tel: 05231/62-5911

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit der HS OWL

Beteiligte, Fachbereich 1:

Professor Dipl.-Ing. Oliver Hall

Ann-Kathrin Habighorst

Gabriel Flore

 

Beteiligte, Fachbereich 5:

Professor Dr. Stefan Witte

Derk Wesemann

Jan-Christopher Brand

 

Kooperationspartner

Kreis Lippe – Wirtschaftsförderung

Dr. Klaus Schafmeister

Niklas Koormann

 

Projektpartner

topp.plan, Prof. Dr. Hartmut Topp

IMOVE, TU Kaiserlautern, Sascha Baron

 

 

Projektflyer hier herunterladen

Projektflyer_elektrisch.mobil.owl.pdf

 

 

 

 

Veröffentlichung in Deine Bahn 11/2013

Hall_Flore-Bahnhoefe_im_laendlichen_Bereich_und__Elektromobilitaet-Deine_Bahn_2013.pdf

Veröffentlichung in Stadt+Werk 09/2013

Hall_Flore-Elektrisch_mobil-stadt_werk_2013.pdf

Veröffentlichung in Neue Mobilität März 2015

http://www.bem-ev.de/neue-mobilitat/neue-mobilitat-16/

Inhalt

Warum ist eine Verkehrswende notwendig?

 

Monetäre Kosten: Dazu zählen die Kosten, die unmittelbar in Geldeinheiten angegeben werden können.

  • Kraftstoffe: Der Verkehrssektor ist sehr stark von endlichen Erdöl(-erzeugnissen) abhängig. Diese decken in der EU 96% des verkehrlichen Energiebedarfs und stellen einen großen und zunehmenden Kostenfaktor dar.
  • Finanzierung des öffentlichen Verkehrs: In ländlichen Räumen kann der öffentliche Verkehr nur mit hohen öffentlichen Zuschüssen angeboten werden. Bei vielerorts abnehmender Bevölkerungszahl wird die Finanzierung immer schwieriger.

     Externe Kosten: Im Gegensatz zu den monetären Kosten des Verkehrs werden die externen Verkehrskosten nicht von ihren Verursachern (mit-)getragen, sondern von unbeteiligten Dritten bzw. der Allgemeinheit. Verursacht werden diese externen Kosten zu über 90% im Straßenverkehr, insbesondere durch Pkw. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

  • Flächenverbrauch: Die Verkehrsfläche in Deutschland nahm seit dem Jahr 2000 täglich um mehr als 20 ha zu. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Auf diesen Flächen werden die natürlichen Funktionen des Bodens stark eingeschränkt.
  • Luftschadstoffe: Die Luftschadstoffe des Verkehrs (Stickoxide, Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe, Feinstaub etc.) beeinträchtigen die menschliche Gesundheit massiv und führen vor allem zu Atemwegs- und Herz- erkrankungen.
  • Lärm und Stress: (Verkehrs-)Lärm kann massive gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen wie Schlafstörungen, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Gehörschäden, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Herzinfarkten.
  • Treibhausgase: Rund 20% der energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland werden vom Verkehrssektor erzeugt. (Quelle: Umweltbundesamt)
  • Verkehrsunfälle: In ganz Deutschland sind im Jahr 2012 rund 388.000 Personen im Straßenverkehr verunglückt, davon 3.601 tödlich. (Quelle: ADAC). Zudem entstehen hohe Kosten durch Rettungs-, Behandlungs- und Betreuungsausgaben sowie durch die unfallbedingten Arbeitsausfälle.
  • Einschränkungen der Umfeld- und städtebaulichen Qualitäten: Durch die in der Industrialisierung einsetzende starke Begrenzung vieler öffentlicher Räume auf ihre Funktion als Verkehrsinfrastruktur verloren diese zunehmend an Aufenthalts- und Kommunikationsqualität.

     Mobilitätsarmut: Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie befähigt dazu, die individuellen räumlichen Ziele (Arbeit, Bildungs-, Freizeit-, Versorgungseinrichtungen etc.) zu erreichen. In ländlichen Räumen ist Mobilität sehr eng mit der Verfügbarkeit eines (eigenen) Pkw verbunden.

     Für Personen ohne Nutzungsmöglichkeit eines Pkw besteht die Gefahr, dass sie Einrichtungen des täglichen Bedarfs sowie sonstige Ziele und Aktivitäten nur schwer erreichen und damit soziale Ausgrenzung erleiden können. Durch den wachsende Anteil (ca. 16%) an armutsgefährdeten Personen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt) besteht unter Berücksichtigung steigender Kraftstoffpreise ein großes Risiko, dass die Anzahl der durch Mobilitätsarmut betroffenen Personen weiter zunehmen wird.