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Lab of the Region

Das Format Lab of the Region wurde 2015 von der Peter Gläsel Stiftung, dem Karmakonsum-Netzwerk und dem urbanLab entwickelt. Für die zweite Veranstaltung 2016 stieß noch das Institut für Kompetenzentwicklung (zukünftig: Institut für Wissenschaftsdialog) der Hochschule OWL hinzu. Das Lab dient der Vernetzung zu Projekten der nachhaltigen Entwicklung und ist als gemeinschaftlicher, offener Ideen- und Innovationsprozesses aufgesetzt, und kann somit als Vernetzungs- und Transferplattform für eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung verstanden werden.

Durchgeführt wurde die Veranstaltung immer in enger Anbindung an die „b-wusst“-Woche der Peter Gläsel Stiftung, die bereits bestehende lokale Nachhaltigkeitsinitiativen in Detmold und der Region sichtbar macht und damit anregt, im Rahmen des Lab of the Regions neue Initiativen zu starten. Die Veranstaltung ist als drei- bis vierstündiger Open-Space-Prozess aufgesetzt. Projektgruppen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, werden durch das Veranstalterteam im folgenden Jahr kontinuierlich weiter bei der Umsetzung unterstützt. Das Konzept sieht vor „Nachhaltigkeitsinnovatoren“ aus den Bereichen Zivilgesellschaft und „Social Entrepreneurs“ mit „Ermöglichern“ (Enabler) aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen im Detmolder Rathaus zusammen zu bringen. Jeder Teilnehmer der Veranstaltung kann dabei sowohl Innovator wie auch Enabler sein: mit dem Beitragen einer Projektidee, als aktiver Unterstützer einer fremden Projektidee, mit Rat, Tat, Wissen, Kontakten oder einem Beitrag zur Finanzierung.Gesucht werden niedrigschwellige, kleine oder auch mittelgroße Projekte zur Stärkung der Nachhaltigkeit in Stadt und Region. Das können Geschäftsideen, soziale Projekte oder künstlerische Interventionen sein: die Herstellung veganen Käses, Yogakurse für Flüchtlinge oder eine Lichtinstallation.

Dabei ist das Lab of the Region auch eine inzwischen gerne genutzte Möglichkeit für öffentliche Verwaltungen, innovative Projektideen aufzunehmen, zu unterstützen oder selber Mitstreiter für die eigenen Ziele zu finden. In diesem Sinne wird die Veranstaltung dankenswerterweise aktiv von der Stadt Detmold unterstützt, unter anderem konnte sie im Rathaus (2015) und in der Stadthalle (2016) durchgeführt werden.

Mit dem Lab of the Region tragen die Projektpartner zur Vernetzung von Personen und Ideen in der Region bei. Für das urbanLab ist das Format ein Beitrag zur sogenannten „Third Mission“ der Hochschule, indem sich der Forschungsschwerpunkt aktiv in die Gesellschaft einbringt und den beidseitigen Wissenstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft fördert. Es trägt darüber hinaus zur Vernetzung des urbanLab in der Region mit Verwaltungen, Institutionen und Zivilgesellschaft bei.