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Preisträger Region Düsseldorf

Lageplan
Perspektive

1. Preis: Bahnhofsquartier am Lokschuppen

Preisträger

Thomas Eltner

 

Betreuung

TU Dortmund

Prof. Christoph Mäckler

Lehrstuhl Städtebau

Prof. Christa Reicher

Lehrstuhl Städtebau + Bauleitplanung

 

Jurybeurteilung

Der Verfasser legt ein integriertes Konzept für das Plangebiet vor, das die Umgebung auf vorbildliche Weise einbezieht. Ausgehend vom Mobilitätsknoten am Bahnhof wird ein schlüssiges und zeitgemäßes Mobilitätskonzept und schließlich auch ein nachvollziehbarer Quartiersentwurf entwickelt. Die öffentlichen Plätze sind folgerichtig vom Bahnhof ausgehend entwickelt. Darüber hinaus schlagen die Verfasser unterschiedliche Wohnformen und Typologien vor, die schlüssig hergeleitet sind und differenzierte urbane Qualitäten aufweisen. Insgesamt lobt das Preisgericht die Arbeit als einen komplexen Quartiersentwurf mit Einbindung in das Umfeld, der auf viele der in der Auslobung formulierten Fragen Lösungsvorschläge anbietet.

 

 

Lageplan
Perspektive

1. Preis: Rural U

Preisträger

Anqi Liu

Jiuyan Fan

 

Betreuung

Universität Kassel

Prof. Stefan Rettich

Lehrgebiet Städtebau

Prof. Ariane Röntz

Landschaftsarchitektur | Entwurf

 

Jurybeurteilung

Die Arbeit zeichnet sich durch ihre behutsame Verzahnung des vorhandenen Landschaftsraums und der neuen Siedlungs- und Freiraumstruktur aus. Durch geschickte Einschübe von Freiraumachsen werden hochwertige Wohnlagen und öffentliche Räume geschaffen, die überzeugen können. Die zurückhaltende Fortschreibung vorhandener Siedlungsstrukturen wird vom Preisgericht ebenso begrüßt wie die Lage der öffentlichen Räume mit dem Auftakt am vorhandenen Bahnhaltepunkt. In der Folge ergeben sich klar gegliederte öffentliche, gemeinschaftliche und private Räume mit hochwertigen Wohnlagen, die in der Lage sind, den Druck auf den Wohnungsmarkt in Düsseldorf zu mindern. Das Verkehrskonzept erscheint mit einem Stellplatzschlüssel von 1,5 bei der guten ÖPNV-Anbindung hingegen nicht zeitgemäß.

 

 

Lageplan
Perspektive

2. Preis: Frei Raum Vielfalt

Preisträgerin

Franziska Brörken

 

Betreuung

FH Aachen

Prof. Ulrich Eckey

Lehrgebiet Wohnbau/Entwerfen

Prof. Stefan Werrer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Arbeit überzeugt durch ihre klare Strukturierung des Plangebiets in fünf Baufelder, die in einer aufgelockerten Blockrandbebauung hochwertige Wohnräume anbieten und eine stufenweise Entwicklung sicherstellen. Die Nordbahntrasse wird konsequent an der Südkurve des Gebiets vorbeigeführt. Im Inneren entsteht eine gelungene Abfolge von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen. Die topografische Lage greift die Verfasserin mit gemeinsam nutzbaren gemeinschaftlichen Dachgärten auf, die durch Stege verbunden sind. Die Ausbildung eines Quartiersplatzes in Richtung des Bahnhofs wird ebenfalls begrüßt, wenngleich die Anbindung nur schematisch ausgearbeitet scheint und die Dichte des Entwurfs insgesamt in der Lage mit nur 283 Wohneinheiten zu gering erscheint.

 

 

Lageplan
Perspektive

2. Preis: Am Anger

Preisträger

Tam Hung-Sun

Chen Chung-Yao

 

Betreuung

TU Wien

Prof. Christoph Luchsinger

Städtebau und Entwerfen

Ass. Prof. Dr. Markus Tomaselli

FB Städtebau

 

Jurybeurteilung

Basierend auf einer Anbindung an Knotenpunkte in der Umgebung entwickeln die Verfasser eine klare Struktur entlang zweier neuer Verkehrsachsen. Das Preisgericht begrüßt die Herleitung des Entwurfs aus dem Knotenpunkt der U-Bahn-Haltestelle Bovert und würdigt die klare Entwurfshaltung der Verfasser. Das Entwurfsprinzip entwickelt einen fließenden Übergang zwischen Siedlung und Landschaft, der entlang der beiden Achsen auch verdichtete Mischnutzungen enthält und sich zu den Rändern immer weiter bis zum freistehenden Einfamilienhaus an einer angerähnlichen Situation auflockert. Am Kreuzungspunkt beider Straßen sieht der Entwurf konsequent zentrale Nutzungen vor. Insgesamt würdigt das Preisgericht die Arbeit für ihren klaren konzeptionellen und strategischen Ansatz für die zukünftige Entwicklung, der sich auch in den Entwicklungsstufen widerspiegelt. Kritisch bewertet das Preisgericht die vorgeschlagene Architektur entlang der Hauptachse und die Anbindung an den Ortsteil Strümp.

 

 

Lageplan
Perspektive

3. Preis: Quartier Vohwinkel

Preisträger

Maximilian Maciejewski

 

Betreuung

TU Dortmund

Prof. Christoph Mäckler

Lehrstuhl Städtebau

 

Jurybeurteilung

Der Verfasser entwickelt ein aus der Umgebung abgeleitetes dichtes und urbanes Quartier, das ältere Bebauungsformen in Wuppertal ansprechend zitiert. Durch die entstehende Torwirkung der Eingangssituationen und die Ausbildung der öffentlichen Räume entsteht eine eigene Quartiersidentität für den Standort. Der Entwurf bietet eine hohe Dichte der Bebauung, dabei aber reizvolle, gut proportionierte, ruhige Innenhofflächen und einen angemessen dimensionierten zentralen Quartiersplatz mit Angeboten des täglichen Bedarfs. Nachteilig bewertet wird hier aus Emissionsgründen die Öffnung des Platzes zur ICE-Trasse. Insgesamt würdigt das Preisgericht die Arbeit als urbanen Quartiersentwurf und Beitrag zur Diskussion über zukünftige Entwicklungen am Standort. Kritisch bewertet das Preisgericht die Ausrichtung und Belichtung so mancher Wohneinheiten sowie die Lärmexposition entlang der Bahntrasse.