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Preisträger Region Münster

Lageplan
Perspektive

1. Preis: Gemeinsam zukunftsfähig leben

Preisträger

Henry Dahl

Jonas Rödel

Karolina Sosniak

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Arbeit überzeugt durch ihre Ausbildung des neuen Stadtrands und die Verzahnung zwischen bebautem und unbebautem Raum. Dabei integrieren die Verfasser gleichzeitig auch eine neue Typologie für Telgte, die in Maßstäblichkeit und Bauform zum Bestand passt. Der Nutzungsmix ist gelungen und die Idee der Ausbildung einer Nachbarschaft innerhalb der Höfe macht das Quartier zu einem lebenswerten durchmischten neuen Stadtteil. Die Ausbildung eines großen Parks, der Alt und Neu verbindet und Funktionen anbietet, die sowohl den alteingesessenen als auch den neuen Bewohnern dienen, wird als besonders positiv bewertet. Die konzeptionell stringente Trennung von Pkw-Verkehr und Radverkehr nimmt folgerichtig die Verschränkung von Landschaft und bebautem Raum auf. Die unterschiedlichen Milieus, die sich in eigenen kleinen Gruppierungen zusammenfinden, ergeben zusammen mit dem qualitätvollen Wohnumfeld einen wichtigen Impuls für neue Wohnangebote in der Region, die in der Lage sind, den Druck auf den Wohnungsmarkt der Kernstadt zu entlasten.

 

 

Lageplan
Perspektive

1. Preis: Bahnhofshügel Altenberge

Preisträger

Polina Popova

Vanessa Nett

Felix Bollmann

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Der Entwurf besticht durch seine klare und nachvollziehbare Konzeptherleitung und die daraus resultierende gekonnte Einbindung des Bestands. Umsäumt werden die entworfenen Hofstrukturen durch einen mäandernden Grünzug, der den Bewohnern ein gelungenes Erholungsgebiet zur Verfügung stellt, auf gelungene Art Bezüge zur bestehenden Nachbarschaft herstellt und die Topografie des Plangebiets gekonnt in den Entwurf integriert, um eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung anbieten zu können. Der ruhende Verkehr ist aktuell maßstäblich den Wohnbereichen zugeordnet, ohne die Wohnqualitäten zu stören. Insgesamt handelt es sich bei dem Entwurf um ein durchdachtes Konzept, das sich für die Entwicklung dieses Standorts in vielen Aspekten empfiehlt und neue Wohnformen für Neuzugezogene, aber auch für die ansässige Bevölkerung bereitstellen kann.

 

 

Lageplan
Perspektive

2. Preis: Altenberghain

Preisträger

Maximilian Agricola

Maximilian Voss

Lukas Beckert

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Entwurfsverfasser schaffen eine klare städtebauliche Struktur, die die zukünftige Allee an der Bahnhofsstraße im Norden sowie die kleinteilige Bestandsstruktur im Süden angemessen berücksichtigt. Das Preisgericht würdigt insbesondere den Ansatz, Wohnangebote für Jung und Alt zusammenzubringen, und wertet das als einen möglichen Lösungsansatz für die von Einfamilienhäusern geprägten Wohnstandorte wie Altenberge. Das Verkehrskonzept ist ebenfalls schlüssig strukturiert und bietet mit ÖPNV und Sharing-Angeboten Anreize für eine nachhaltige Mobilität. Kritisch bewertet das Preisgericht den introvertierten Grünraum, der sich in seinen Bewegungsrichtungen nicht in den Bestand integriert.

 

 

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3. Preis: mehrSTATTland

Preisträgerinnen

Franziska Fischer

Lisa Wulff

Lena Wollenweber

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Arbeit reflektiert zunächst den regionalen Kontext des Bearbeitungsgrundstücks im Verhältnis zu Münster mit Aspekten zu Lebensmustern, Bildung, Mobilität und phasenweiser Entwicklung. Aus diesen Prämissen heraus wird ein buntes, vielfältiges Repertoire von Höfen entwickelt, die jeweils aus verschiedenen typologischen Bausteinen bestehen und durch eine grüne Fuge angemessen mit dem nördlichen Bestand verbunden werden. Die bestehenden Höfe werden in das Konzept integriert, übernehmen Funktionen des Gemeinbedarfs und dienen als Mittelpunkt des neuen Quartiers. Das Preisgericht begrüßt den zentralen Gedanken des Wohnkonzepts, aus dem glaubhaft nachbarschaftliche Wohngemeinschaften entstehen können, sowie einige Vorschläge für zukünftige Mobilität, weist aber auch auf Schwächen in der Durcharbeitung hinsichtlich der Ausrichtung und Orientierung von Gebäuden und Gärten hin.

 

 

Lageplan
Perspektive

Ankauf: Telgte+

Preisträger

David Laska

Kyrylo Sobolyev

Marija Lawrinjuk

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Verfasser entwerfen ein klar gegliedertes Quartier, das sich aus den vorgefundenen Bauernhöfen entwickelt und dabei intensiv mit neuen Wohnangeboten in solchen Höfen auseinandersetzt. Kritisch bewertet das Preisgericht die Verlagerung der Umgehungsstraße in das Gebiet und die schematische Wiederholung des Blockprinzips ohne städtebauliche Besonderheit oder ansprechende öffentliche Räume. Insgesamt würdigt das Preisgericht die intensive Auseinandersetzung mit neuartigen Wohnhöfen als guten Beitrag zur Diskussion um Wohnraumangebote an Standorten wie Telgte-Süd.

 

 

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Ankauf: Gemeinsam gesund umweltbewusst

Preisträger

Ayse Bilgin

Mamoun Nkangabanshi

Rima El-Salti

 

Betreuung

Hochschule Bochum

Prof. Andreas Fritzen, Dipl.-Ing. Sarah Gräfer

Lehrgebiet Städtebau

 

Jurybeurteilung

Die Arbeit entwickelt aufgelockerte Blockstrukturen um eine verspringende grüne Mittelachse, die sich zu einer interessanten Freiraumfolge entfaltet. Das Preisgericht lobt hierbei das Zusammenspiel zwischen öffentlichen Nutzungen und Freiräumen, die interessante und lebendige Räume erwarten lassen. Auch die Auseinandersetzung mit den Themen „Gesundheit“, „Nachhaltigkeit“ und „Gemeinschaft“ wird vom Preisgericht positiv bewertet, auch wenn die Übersetzung in städtebauliche Strukturen nur schematisch ausgearbeitet ist. Kritisch sieht das Preisgericht die Ausarbeitung der Gebäudestrukturen, die an vielen Stellen eine Sensibilität gegenüber den Bestandsstrukturen vermissen lässt.