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Abschlussarbeiten

Sabrina Friedrich

Forestal

Forestal – ein Hotel verwurzelt in der Natur

Der Grundgedanke bei diesem Projekt war die Näherbringung von Natur und Ruhe, an Erholungssuchende, fernab aller hektischen Einflüsse, in einer vertrauten Umgebung - dem Gildehauser Venn. Dieses ist ein Moor- und Heidegebiet im Grenzraum zwischen der Grafschaft Bentheim in Niedersachsen, Gronau in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden.
Das Konzept des Entwurfs hat das Ziel, den natürlichen Wanderweg durch das Moor widerzuspiegeln. Der Gast erlebt die Weite, Enge, Beschleunigung, Entschleunigung und die Blickbezüge des Moores auf dem Weg zu seinem Ruheraum mittels klarer Formsprache.

Die Unterkunft liegt am nördlichen Eingang des Moores. Die Gebäude liegen an einem langen Steg, der zuerst durch den umgebenden Wald verläuft und sich dann über die verschiedenen Pflanzenzonen im Moor Richtung Zentrum zieht. Die Gradlinigkeit des Stegs beruhigt die
vorhandenen natürlichen Strukturen des Venns und steht nicht in Konkurrenz zu diesen. Er schwebt über dem Boden und liegt nur auf horizontalen Betonschotten auf, die einerseits die Höhe betonen, andererseits sich durch das V-förmig angeordnete Raster dem Zentrum des Venns öffnen oder fokussieren.
Der Steg verläuft 60 cm über dem Boden, sodass die Gäste ihn an beliebigen Stellen, bei denen sie die Aussicht besonders ansprechend finden, zum Sitzen und Verweilen verwenden können. Die sich am Steg befindlichen Gebäude, wie Hauptgebäude, Ruheraum, sowie Anwendung, öffnen sich durch große Glasfronten der extrovertierten Freifläche des Moores und schließen sich durch eine Holzfassade zum Waldrand. Somit wird der Blick auf die Vielseitigkeit der Natur gelegt.