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Abschlussarbeiten

Carina Purschke

Wohn- und Geschäftshaus am Klosterplatz in Bielefeld

Ein repräsentatives und sich in die Umgebungsbebauung einfügendes Wohn- und Geschäftshaus war Ziel dieses Entwurfs.

Das Grunstück befindet sich auf dem Klosterplatz der Innenstadt in Bielefeld. Dieser wird verschiedenen Anforderungen gerecht. Genutzt wird er nicht nur als Vorplatz der angrenzenden Jodokuskirche, mit ihren zum Platz orientierten Kreuzgang, auch die in unmittelbarer Nähe gelegene Schule nutzt den Klosterplatz für ihre Zwecke als Schulhof.

Der Baukörper wird durch eine horizontale Bänderung gegliedert. Das Erdgeschoss setzt sich als Sockel des Gebäudes ab und fügt sich mit seinem Ziegelverblendmauerwerk farblich in seine Umgebung ein. Die Fassade der Obergeschosse und die Bänderung sind verputzt und setzten sich durch eine Abstufung in der Tiefe und Farbgebung ab. Das einheitliche Fensterformat greift durch seinen Rücksprung in der Fassade und den Versatz um eine Fensterbreite das Abtreppungsmotiv dieses Entwurfes aus. Durch die großzügige Glasfassade im Innenhof wird der Platz bis in das Gebäude weitergeführt.

Um den Platz über den ganzen Tag hinweg zu beleben fehlt es jedoch noch an Anziehungskraft. Das öffentliche Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses soll unterstützend wirken. Die Ausmaße des geplanten Baukörpers sind an die Grundstücksform angelehnt. Er nimmt die Flucht der Mauerstraße auf und bildet mit der Westseite und der ihm gegenüberliegenden Bestandsbebauung eine großzügige, helle Gasse. Die Öffnung zum Klosterplatz wird aufgrund der weiteren Gebäudeform großzügiger und einladender gestaltet.

Die Platzfront an der Ostseite ist parallel versetzt zu der Gebäudeachse der Ritterstraße angelegt, sodass man hier auf die Stirnseite des Gebäudes zukommt, womit der Platz zu einem sichtgeschützen Ort wird. Die zum Platz orientierte Ostseite des Baukörpers reagiert mit einem abgetreppten Innenhof am 1. Obergeschoss entsprechend vorteilshaft. Hierdruch wird der durch das Gebäde genommene Teil des Platzes nach oben verlagert und vergrößert. Der abgetreppte Einschnitt wird bei den Eingängen des Baukörpers wiederholt und somit zum Hauptmotiv des Entwurfes.

Im öffentlichen Erdgeschoss befindet sich neben der Erschließung zwei Läden und das großzügig gestaltete Restaurant. Das 1. Obergeschoss beinhaltet eine Senioren-Wohngemeinschaft mit zum Klosterplatz orientierten Außenbereich, der als Dachgarten genutzt werden kann. Im 2. und 3. Obergeschoss sind insgesamt 8 Wohnungen in unterschiedlicher Größe geplant. Pro Treppenhaus werden zwei Wohnungen je Geschoss erschlossen. Jede der Wohnungen verfügt über eine großzügige Dachterrasse, die sich zum Klosterplatz orientiert und somit trotz Innenstadtlage eine gewisse Weitsicht ins Grüne ermöglicht.