HOME | Termine | M-IA.1 | Theses | Projekte | WPF | Team
RAUM KÖRPER SZENE
Wochenendworkhop mit Alex B, Prof. Rebekka Reich und der Fachschaft/Aktionsbar
TERMINE
15.-17.06.
10:00 - 18:00 (incl. Pausen)
In dem Workshop Raum Körper Szene untersuchen wir das Verhältnis von Körper, Dynamik und Raum, beschäftigen uns mit unterschiedlichen Bewegungsqualitäten und -ansätzen sowie mit der Sensibilisierung des Körpers als Wahrnehmungsorgan. Wir befassen uns mit den Ausdrucksmöglichkeiten und Bedürfnissen des eigenen wie auch des fremden Körpers, thematisieren Gruppenprozesse und geben Raum für Ideen und Zusammenhänge.
Studierende des Semester-Projektes "Geld Wert Arbeit" haben seit Semesterbeginn ein Konzept für ein Performance-Projekt entwickelt. Gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden werden sie hierauf aufbauend Szenen erarbeiten, die sie in ihr Projekt integrieren und zu Semesterende zum Auftakt der Summerschool aufgeführt werden.
In dem Workshop Raum Körper Szene nähern wir uns aus der szenischen Arbeit heraus dem Thema “Geld Wert Arbeit“ an.
Hintergrund: Warum Körper und Szene in der Innenarchitektur?
Indem Sie Innenräume und Möbel erfinden, sind Sie als zukünftige Innenarchitektinnen und Innenarchitekten mitverantwortlich für die Qualität unserer direkten Umgebung. Trotz der Verschiedenartigkeit der Kriterien für gute Innerachitektur aus Ökonomie, Repräsentation, Funktion, Gesundheit, Ökologie und Ästhetik ist es der menschliche Körper, der in allen Bereichen die Schlüsselrolle spielt.
Womit nehmen wir Raum wahr? Mit dem Körper. Für was entwickeln wir Möbel? Für den Körper. Was bewegt sich in einem Raum? Körper.
Deswegen sollten Studierende der Innenarchitektur immer wieder die Möglichkeit haben und diese auch wahrnehmen, Erfahrungen in Körperarbeit zu sammeln.
Außerdem ist es ein nicht immer geliebter aber immer wiederkehrender Bestandteil der Arbeit einer Gestalterin und eines Gestalters, die eigene Person vor ein Publikum zu bringen.
Zudem sind im Event-u. Ausstellungswesen Innenarchitekten und Innenarchitektinnen auch mit performativen Aspekten konfrontiert. So sind auch Basiskenntnisse in szenischer Arbeit von Bedeutung.
Die Teilnahme am Workshop ist außerhalb des Studien-Curriculums. Es besteht die Möglichkeit die Arbeit im Rahmen eines WPFs zu vertiefen.
ORT
OG Casino
MITBRINGEN
Kleider/Schuhe zum Bewegen
ANMELDEN
bis 30.05.
szenografie.info@googlemail.com
(die Teilnahmezahl ist begrenzt)
TEILNAHMEGEBÜHR
0,00 € (inkl. Pausenverpflegung)
Workshopleitung:
Alex B studierte zeitgenössischen Tanz am Laban Center for Movement and Dance in London und ist seit 20 Jahren als Choreografin, Tänzerin und Lehrerin tätig. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich hauptsächlich mit dem Verhältnis von Körper, Raum, Objekt und deren Reduktion im Zusammenspiel.
Prof. Rebekka Reich, Lehrgebiet Szenografie, studierte erst Architektur in Braunschweig und dann, nach einer praktischen Grundausbildung in Tanz/Chreografie, Szenografie in Zürich.
Szenografie ist ein narratives und gleichzeitig räumliches Gestaltungsmedium. Szenografie ist das Zusammenspiel von Inhalt, Raum und Publikum: ein Inhalt wird über den Raum an ein Publikum kommuniziert. Der Raum wird hier gleichgesetzt mit der Befindlichkeit an einem Ort. Die Befindlichkeit eines Ortes entsteht durch die Gesamtheit aller Sinnesreize, die von ihm ausgehen und deren subjektiver Wahrnehmung durch das Individuum. Mit der subjektiven Wahrnehmung sind wir beim Publikum.
Publikum: Keine Szenografie ohne Publikum, das in irgendeiner Form mehr oder weniger am Geschehen beteiligt ist.
Inhalt: Die zu kommunizierenden Inhalte werden von der Szenografin / dem Szenografen, ggf. unter Einbezug von fachlichen Experten, recherchiert und in engem Zusammenhang mit der gestalterischen Umsetzung redaktionell bearbeitet. Im Raum erfahrene Inhalte prägen sich anders ein, da das Gesehene mit einem Geschehen verbunden ist. SzenografInnen sind RegisseurInnen von Räumen.
Raum: Szenografie ist Raum-Kunst. Wie das Medium der Maler Bilder, das der Bildhauer Objekte sind, ist das Medium der Szenografen der Raum. Der Betrachter befindet sich im Raum, das Werk umgibt ihn, er ist im Werk. Sobald es sich um Raum dreht, spielt auch mit Klang und Bewegung die Zeit eine Rolle. Alles zusammen ergibt die Situation. Szenografie ermöglicht den dynamischen Umgang mit Raum und den Ausdruck einer Aussage durch Raum.
Grundlegend in der Szenografie sind die Komponenten Raum und Zeit, die als zusammenhängende Parameter verstanden werden. Gestaltungsmittel sind deshalb sowohl Raum bildende, wie auch theatrale und mediale Elemente. Raum, Licht, Ton, Projektion, Objekt, Text, Bewegung, Schauspiel, Tanz, Musik, Geräusch etc. Die Sprache der einzelnen Gestaltungsmittel ist vielseitig. Sie werden der Aussage entsprechend auf das Ereignis abgestimmt und eingesetzt. Szenografie ist damit eine generalistische, multidisziplinäre und damit integrative Gestaltungdisziplin.
In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist ein Bedürfnis nach effektvoll organisierten Ereignissen zu spüren. Diesen vermehrten Dekorationswillen soll an der Demolder Schule für Architektur und Innenarchitektur aus ethischen, gesellschaftlichen und ästhetischen Gründen ein inhaltliches Profil verliehen werden.
![]() |
Prof. Dipl.-Ing. Rebekka Reich
Lehrgebiet Szenografie
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
University of Applied Sciences
Emilienstraße 45
D-32756 Detmold
Raum 2.131 "Riegel"
Fon +49 (0)5231 769-624
Mail rebekka.reich@hs-owl.de