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Aktuelles aus dem FB3
Detmold, 01. Dezember 2010 09:14 Alter: 1 year
Böden analysieren und Baustoffe entwickeln
Detmold (hs-owl). Sie untersuchen Böden auf ihre Tragfähigkeit, ermitteln Schadstoffbelastung in Baugründen oder testen und entwickeln Baustoffe wie Beton, Asphalt und Bindemittel hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Einsatzfähigkeiten: die Baustoffprüfer. Ihre Einsatzgebiete sind Unternehmen in der Bauwirtschaft, in der Beton-Industrie, in Steinbruchbetrieben sowie Überwachungs- und Forschungseinrichtungen oder in der Recyclingwirtschaft. Die Ausbildung zum Baustoffprüfer dauert drei Jahre. Die Hochschule OWL möchte im BAULAB3 auf dem Campus Emilie in Detmold nächstes Jahr wieder zwei Azubis für diesen Beruf begeistern. Noch kann man sich für die Ausbildung 2011 bewerben.
Dipl.-Ing. Claus Deis ist der Ausbildungsleiter am Fachbereich Bauingenieurwesen der Hochschule OWL. Hier in Detmold ist die Ausbildung zum Baustoffprüfer angesiedelt. „Die neuen Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit projektbezogenen Aufgaben. Auch die Mitarbeit an Forschungsprojekten gehört dazu“, so Deis. Ein Pluspunkt sei außerdem, dass sich die Lehrlinge erst im zweiten Jahr für einen von drei Schwerpunkten entscheiden müssen: Geotechnik, Mörtel- und Betontechnik oder Asphalttechnik stehen zur Wahl. Zuvor gibt es aus jedem Bereich etwas.
Die beiden derzeitigen Auszubildenden, Felix Wegner (22) und Florian Köller (27), haben sich für den Schwerpunkt Geotechnik entschieden. Doch eigentlich gefallen ihnen alle Bereiche. Wegner: „Die verschiedenen Aufgabengebiete, die Arbeit mit Lehrenden und Studierenden macht die Ausbildung zu etwas Besonderem. Es wurde hier schnell ein kollegiales Umfeld mit starkem Wohlfühlfaktor aufgebaut.“ Köller ergänzt: „Die Mischung von Laborbetrieb, Bürotätigkeit und Baustellenarbeit ist genau das Richtige für mich. Eintönig oder langweilig wird´s nie.“
Dennoch möchte Felix Wegner seine Ausbildung um ein Jahr verkürzen. Er will Bauingenieurwesen an der Hochschule OWL studieren. „Eine nahe liegende und sinnvolle Weiterentwicklung“, so Deis. Florian Köller nutzt die gesamte dreijährige Ausbildungszeit und wird deshalb mit den neuen Lehrlingen sein bisher erlangtes Wissen teilen können. Die Berufsschule besuchen die beiden im 70 Kilometer entfernten Beckum. Dort ist Blockunterricht angesagt: drei bis sechs Wochen am Stück. „Ich habe mich dazu entschieden, täglich zu pendeln“, so Wegner. Köller kampiert vor Ort in einer Unterbringung der Caritas. Fahrtkosten und Übernachtung zahlt die Hochschule.
Voraussetzung für die Ausbildung zum Baustoffprüfer ist mindestens ein Hauptschul-Abschluss. „Außerdem sollten mathematische und physikalische Grundkenntnisse vorhanden sein. Auch praktische Veranlagung, Leidenschaft und Engagement dürfen nicht fehlen“, beschreibt Deis die Auswahlkriterien. Grundsätzlich können sich Männer wie Frauen bewerben. „Sie sollten allerdings keine Angst vor Dreck haben und körperlich belastbar sein, denn sie müssen schwer tragen können und auch schon mal vollen Einsatz zeigen, um ein Gerät wieder aus dem Boden zu befreien.“
Wer sich für die Ausbildung zum Baustoffprüfer interessiert, schickt die Bewerbungsunterlagen unter Angabe der Ausschreibungskennzeichnung „Ausbildung“ an die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Personaldezernat, Liebigstraße 87, 32657 Lemgo.











