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Detmold, 08. July 2010 10:47 Age: 2 yrs

Keine Angst vorm Anfassen

Dipl.-Ing. Elena Chrispens erklärt interessierten Schülerinnen aus Detmold wie die Druckprüfmaschine funktioniert
Großes Interesse finden die angebotenen Aktionen am Hochschulstand: spiegelverkehrtes Zeichnen, einen „Kartesischen Taucher“ bauen, Belebtschlamm mikroskopieren und Betonzylinder in der Druckprüfmaschine testen
Die beiden Studentinnen Carola Stappert und Ann Brieden (links im Bild) beraten gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen vom Fachbereich Bauingenieurwesen Dipl.-Ing. Elena Chrispens (3. v.l.) und Dipl.-Ing. Heike Witte (ganz rechts im Bild)

Technische Berufe möglichst zum Anfassen sollten den rund 500 Besucherinnen aus ganz Lippe auf der 11. Detmolder Mädchenmesse präsentiert werden. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold hatte wieder zahlreiche Aussteller in die Stadthalle geladen. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe war in diesem Jahr durch den Fachbereich Bauingenieurwesen vertreten, der gemeinsam mit dem Phylipp-Stand (Physik – Lernlabor – Lippe) ausgestellt hat. Keine Angst hatten die Besucherinnen dann vor den angebotenen Aktionen: Belebtschlamm aus der Detmolder Kläranlage unter dem Miskroskop untersuchen oder Betonprüfkörper in einer Druckprüfmaschine testen. Auch der Bau eines „Kartesischen Tauchers“ oder das spiegelverkehrte Zeichnen waren große Publikumsmagneten.

Bereits zum elften  Mal wurde die Detmolder Mädchenmesse unter der Regie der Gleichstellungsstelle der Stadt Detmold veranstaltet. Das Organisationsteam um Regine Homeyer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Detmold, konnte eine bunte Mischung von Ausstellern gewinnen, die den Besucherinnen mehr als 20 Berufsbilder mit technischen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten vorgestellt haben. Schülerinnen ab der 8. Klasse waren eingeladen sich auf der Messe zu informieren und neue Berufsmöglichkeiten für sich zu entdecken. Neben der Polizei, der Handwerkskammer OWL und der Bundeswehr war auch die Hochschule wie im letzten Jahr vertreten. Das Phyllipp (Physik – Lernlabor – Lippe) und der Fachbereich Bauingenieurwesen informierten gemeinsam über das Studienangebot der Hochschule und Ausbildungsmöglichkeiten auf dem Weg zum Studium.

Die beiden Diplom-Ingenieurinnen Heike Witte und Elena Chrispens haben unterstützt von Lisa Mellies, der Dekanatsassistentin des Fachbereichs, den Schülerinnen praktische Übungen aus dem Bauingenieurwesen gezeigt. Großes Interesse zeigten die Schülerinnen am Mikroskopieren: Dipl.-Ing. Heike Witte, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Siedlungswasserwirtschaft, erklärte wie die Mikroorganismen im Belebtschlamm aus der Detmolder Kläranlage das Abwasser reinigen. Großes Geschütz hatte Dipl.-Ing. Elena Chrispens, Mitarbeiterin im Lehrgebiet Baustoffe und Massivbau aufgefahren: ein etwa 70 Kilogramm schwere Druckprüfmaschine zeigte in kleinem Maßstab, was Bauingenieurinnen im Labor machen. Extra vorbereitete Betonzylinder wurden vor Ort in der Druckprüfmaschine getestet. Auch wenn die Prüfkörper dem Körpergewicht der Schülerinnen mühelos standhalten konnten, wurden sie in der Druckprüfmaschine scheinbar mühelos zerstört. Bis zu 12 kN, rund 1200kg, konnten die kleinen Prüfzylinder standhalten.

Die beiden studentischen Mitarbeiterinnen Ann Brieden und Carola Stappert boten zwei praktische Übungen aus dem Physiklabor an. Besonders der Bau eines „Kartesischen Tauchers“ fand großes Interesse bei den Besucherinnen und verdeutlichte den Zusammenhang zwischen der unterschiedlichen Dichte von Luft und Wasser. Außerdem hatten die Schülerinnen die Möglichkeit spiegelverkehrt einen vorgemalten Stern nachzuzeichnen. Gar nicht so einfach wie es aussieht, wie die meisten überrascht feststellten mussten.