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Labor für
8. Lemgoer Nachmittag zu Entkeimungsfragen
Am 09. Dezember 2011 fand der nunmehr 8. Lemgoer Nachmittag zu Entkeimungsfragen statt. Als Themenschwerpunkte waren in diesem Jahr Luftkeimanalytik und Luftverkeimung/-entkeimung aufgegriffen worden, die durch 6 interessante Vorträge von Referenten aus Industrie und Hochschule behandelt wurden. Start der Veranstaltung war um 13:00 Uhr. Nach Abschluss der Fachvorträge klang die Veranstaltung bei einem kleinen Imbiss und der Verkostung des Campus-Bieres aus, was durch anregende Diskussionen begleitet wurde.
Neues Wahlpflichtfach: Entkeimungstechnologie und biologische Stabilisierung
Das Labor VT beschäftigt sich forschungs- und entwicklungsmäßig schon seit 15 Jahren mit der Entkeimung pflanzlicher Rohstoffe (z.B. Gewürze, Arzneidrogen) und hat in einer Zusammenarbeit mit der Getränketechnologie sein Know-how auch im Flüssigbereich ausgebaut. In diesem Zusammenhang sei auf die Lemgoer Datenbank für D- und z-Werte und das Lemgoer Verfahren verwiesen. Dieses Wissen wollen wir an interessierte Studierende weitergeben.
Verleihung des Dr. Oetker-Preises
Zur Verleihung des Dr. Oetker-Preises am 26. Mai 2011 durfte Herr Prof. Müller den Festvortrag halten. Thema war „Stand der Entkeimung pflanzlicher Rohstoffe – Das Lemgoer Verfahren“. Im Vortrag wurde u.a. der aktuelle Stand unserer Arbeiten zur Mechanischen Sattdampfentkeimung, dem Lemgoer Verfahren, kurz dargestellt. Sie haben hier die Gelegenheit, die pdf-Fassung der Folien abzurufen.
Anna Dammann gewinnt den ersten Dr. Oetker-Preis für Master-Absolventen des Fachbereiches
Unsere Mitarbeiterin M.Sc. Anna Dammann, die im Projekt "Mechanische Sattdampfentkeimung von Medizinaldrogen" seit Sommer 2009 wissenschaftlich tätig ist, seit 1.1.2010 zusätzlich eine Promotionsstelle der HS OWL innehat und beabsichtigt, über die TU Berlin im Bereich der Getränkeentkeimung zu promovieren (Zusammenarbeit mit Prof. Schneider), hat den Dr. Oetker-Preis 2010 (für Absolventen in 2009) in der Kategorie Master gewonnen. Mit ihr schlossen die ersten 9 Studierenden unseres ersten Masterstudienjahrganges diesen Aufbaustudiengang erfolgreich ab.
Anna Dammann, Bachelor-Absolventin unseres Studienganges Biotechnologie, untersuchte im Rahmen ihrer Masterarbeit in unserem Labor Verfahrenstechnik die Nachtrocknung pflanzlicher Materialien nach der Mechanischen Sattdampfentkeimung (Lemgoer Verfahren). Die Arbeit war so angelegt, dass nicht nur das o.g. Projekt, sondern auch ein ProInno-II-Vorhaben mit dem mittelständischen Gewürzhersteller Werner & Co. aus Gelsenkirchen zur Realisierung des Scale up des Lemgoer Verfahrens profitierte. Zu empfehlen sei besonders die Wirbelschichttrocknung, die sich im eigentlichen Entkeimungs-Behandlungsraum, einem Feststoffmischer, umsetzen lässt, aber auch in einem externen Apparat.
Master-Studenten gewinnen 2. und 3. Platz bei FEI-Wettbewerb
Der Laborleiter unsers Labores VT ist in der Masterausbildung im Modul "Planung und Entwickeln" tätig, auch "Modulverantwortlicher" und lehrt darin das Fach Prozessplanung. Zusammen mit dem externen Dozenten für das Fach Produktentwicklung, Herrn Prof. Rainer Barnekow, wird den Studierenden des 9. Semesters vermittelt, dass bei der Schaffung neuer Verbrauchsgüter sehr frühzeitig bekannt sein muss, ob sich ein Produkt auch wirtschaftlich herstellen lässt. Das ist angesichts häufig geringer Gewinnspannen in der Verbrauchsgüterindustrie unerläßlich. Die zugehörige Übung wird für ein Gruppenplanspiel genutzt, in dem eine methodisch klar strukturierte Produktentwicklung an einem selbstgewählten, innovativen Beispiel erfolgt und eine Übertragung in einen Prozess erfolgt. Auf dieser Basis erfolgt eine Vorkalkulation zur Ermittlung eines spezifischen Herstellpreises, der nur einen festgelegten Anteil des späteren Verkaufspreises entsprechen darf.
Im Wintersemester 2009/10 beteiligten sich 4 Gruppen an diesem Planspiel und alle Arbeiten wurden bei dem erstmals in Deutschland ausgetragenden Wettbewerb Trophelia beim Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V., Bonn, eingereicht. Zwei unserer Gruppen erreichten die nationale Endausscheidung in Bonn und waren mit Platz 2 (Flirtgetränk Elixier 69) und 3 (Algenkeks Merso) sehr erfolgreich. Beide Projekte waren wirklich hoch innovativ, wirklich selbst überlegt mit sogar eigenen Marketingansätzen (z.B. Werbefilm!!!). Mittlerweile gibt es schon Kontakte zu interessierten Unternehmen, die über eine Nutzung nachdenken. Platz 1 erreichte eine Gruppe der TU Berlin mit einem Mikrowellenkuchen Mr. Chocolate und wird die deutschen Farben auf europäischer Ebene vertreten. Wir sind sehr stolz auf die Ergebnisse unserer Lemgoer Masterstudenten. Ein Nachbericht zu diesem Wettbewerb findet sich in der FEI-Publikation unter:
http://www.fei-bonn.de/publikationen.html/newsletter/fei-im-fokus/






