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Entwicklung eines Bluetooth basierten Sensor-Aktor-Systems – von der Konzeptidee bis zur Erprobungsphase
Michael Höing bei seinem Vortrag an der FH Lippe und Höxter.Herr Michael Höing, Leiter des Bereichs Vorentwicklung bei der Weidmüller Interface GmbH und Co. KG stellte in seinem Vortrag die Vorgehensweise der Firma Weidmüller im Themenfeld „Wireless Automation“ dar. Die Funkkommunikation wird als zukunftsträchtige Technologie der elektrischen Verbindungstechnik gesehen und stellt damit ein wichtiges Feld dar, mit dem sich die Firma Weidmüller auseinandersetzen muss. Es wurde im Vortrag der Weg aufgezeigt, wie dies erfolgt.
Die ersten Erfahrungen mit der Thematik sammelte man im Rahmen eines geförderten BMBF-Projekts, das sich mit einer funkbasierten Parametrierung von Automatisierungskomponenten befasste. Auf dieser Basis wurden Konzeptideen für ein Sensor-Aktor-Interface erarbeitet, die dann schrittweise bis zu einem Prototypen, der sich in der industriellen Erprobungsphase befindet, umgesetzt wurden. Herr Höing stellte dabei heraus, wie wichtig die Kundensicht und die Beantwortung der Fragestellungen der Kunden während der gesamten Entwicklungsphase sind. Beispielsweise sollte ein funkbasiertes System so einfach wie eine heute bekannte kabelbasierte Lösung (z.B. Profibus) zu handhaben sein, so dass Kunden nicht zu „Wireless-Spezialisten“ werden müssen. Dies zu berücksichtigen erfordert beispielsweise eine einfache Installation (keine besonderen Einstellungen, keine Antennen anbringen etc.) oder auch die Möglichkeit, die Systeme mit schon bekannten Werkzeugen zu nutzen (Einbindung als Profibus-Subbussystem). Weiterhin sind insbesondere beim Kunden die Fragen nach der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Übertragung wichtig und es muss aufgezeigt werden, wie Einsatzrandbedingungen (z.B. Reichweiten, Störungen in Industrieumgebungen) zu bewerten sind. Diese Fragestellungen werden zur Zeit intensiv in einem Projekt gemeinsam mit der FH Lippe und Höxter untersucht, um den Kunden auch hier fundierte Antworten geben zu können.
In der abschließenden Diskussion mit den vielen interessierten Zuhörern, wurden die Einsatzfelder und die Fragen zum Einsatz der funkbasierten Lösungen in der Automatisierung intensiv diskutiert. Zum Abschluss hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit sich die entsprechenden Module auch im „Weidmüller-Truck“ anzuschauen, der zum „Tag der offenen Tür“ an der FH Lippe und Höxter zur Verfügung stand.
Initiiert und betreut wurde die Veranstaltung von Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte und Prof Dr. Uwe Meier.
Arbeiten gemeinsam an Wireless-Technologien: v.l.: Prof.Witte, Prof. Meier, Herr Helmig (FH- Lippe und Höxter) , Herr Höing (Weidmüller)




