FB 5 - Elektrotechnik und Technische Informatik

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Die Lehrveranstaltungspläne für das Sommersemester 2012 (Stand 02.04.12) sind hier verfügbar.

"Jeder Bohrer ist einzeln auf die optimale Drehzahl einstellbar"

Bad Salzuflen (hs-owl). Als „hochqualitative Kontaktbörse für die Definition neuer Produkte und Konzepte“ beschreibt sich die ‚Forum Maschinenbau’ (FMB) selber, eine so genannte ‚Zuliefermesse’, die vom 4. bis 6. November im Messezentrum Bad Salzuflen mit rund 400 Ausstellern ihre Tore geöffnet hatte. Dabei waren auch Vertreter der Hochschule Ostwestfalen-Lippe: das neue  Fraunhofer-Kompetenzzentrum Industrial Automation (INA), in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Industrial IT  (inIT). Zudem stellten zwei An-Institute der Hochschule OWL aus: hier das IWT, dort die OWITA GmbH. Im Mittelpunkt des Interesses: Dienstleistungen und Arbeitsergebnisse in Forschung und Entwicklung.

Das ‚Forum Maschinenbau’ wurde 2005 als Innovationsmesse für die Zulieferer des Maschinenbaus konzipiert. Es will Konstrukteure und Planer zielorientiert zusammenführen und Kommunikationsbrücken für bestehende und neue Netzwerke schlagen. Ein Ziel unter anderen: Hochschul- und Industrievertreter an einen Tisch zu bringen. Alle maschinenbaurelevanten Produktgruppen seien in diesem Jahr, so die Messeleitung in einer Pressemitteilung, vertreten gewesen: Montage-, Handhabungs- und Automatisierungstechnik, Industrieelektronik, Maschinenteile, Baugruppen, Werkstoffe und Werkzeuge, Netzwerke, Logistik und Produktentwicklung: „Die ständige Erneuerung und Erweiterung des Messeangebotes ist ein Spiegelbild der dynamischen Entwicklung der deutschen Maschinenproduktion“, meinen die Messe-Organisatoren.

Erstmals präsentierten sich das Forschungsinstitut ‚inIT’ und das Fraunhofer-Kompetenzzentrum INA gemeinsam auf einer Messe. Prof. Dr. Jürgen Jasperneite, mit der Leitung beider Institute betraut, war als Standbetreuer und zudem als Referent vor Ort. Er hielt am Eröffnungstag der Messe einen Vortrag auf dem ‚1. Mittelstandskongress Automation & Robotic’. Sein Thema: „Flexibilität, Effizienz und Sicherheit“. INA-Mitarbeiter Dipl.-Ing. Sebastian Schriegel konnte am dritten Messetag auf ein reges Interesse und einen intensiven Meinungsaustausch mit den Fachbesuchern verweisen.


Das Fraunhofer-Kompetenzzentrum INA, hier vertreten durch Dipl.-Ing. Sebastian Schriegel (l.) informierte auf der FMB.

„Auf der Messe zu sein, das lohnt sich“, hat auch Hochschulmann Prof. Dr. Volker Lohweg erkannt, der zum wiederholten Mal die Zuliefer-Messe nutzte, um Kontakte zur industriellen Praxis zu intensivieren. Er lehrt am Fachbereich ‚Elektrotechnik und Technische Informatik’, und er hat mit Kollegen die OWITA GmbH gegründet, ein so genanntes An-Institut der Hochschule OWL, rechtlich und wirtschaftlich unabhängig und hochschulnah. Die Abkürzung steht für ‚Ostwestfälisches Institut für Innovative Technologien in der Automatisierungstechnik’. Zwar sei der Besucherandrang in diesem Jahr, so Lohweg, nicht ganz so groß gewesen. Die wichtigen Kunden, auch die alt bekannten, seien da gewesen. Und ein paar neue sind hinzugekommen. Letztlich gelte das Motto: Sehen und gesehen werden und miteinander reden.


OWITA-Präsenz auf der FMB mit den Geschäftsführern Prof. Dr. Stefan Witte (l.) und Prof. Dr. Volker Lohweg.

In natura auf dem OWITA-Stand zu sehen und auf einem benachbarten Messestand zudem in Aktion zu bestaunen war der Forschungs- und Entwicklungsbeitrag, den Prof. Dr. Holger Borcherding mit seinem Partner, der Wittenstein motion control GmbH, vorstellte: ein Schaltschrank zum Betreiben einer Bohrvorrichtung. Ein individuell konfigurierbares mechatronisches System für die CNC-Holzbearbeitung, mit dem es möglich ist, jedes Werkzeug, beispielsweise einen von im vorliegenden Fall zehn Bohrern, einzeln anzusteuern. Borcherding, am Elektrotechnik-Fachbereich der Hochschule OWL Leiter des Labors Leistungselektronik und Elektrische Antriebstechnik: „Jeder Bohrer ist auf die optimale Drehzahl einstellbar und wird nur dann angetrieben, wenn er wirklich für die Bearbeitung benötigt wird.“ Ein „wahrer Quantensprung im Bereich Energieeinsparung und Ressourceneffizienz“, so die beteiligten Entwickler.


Prof. Dr. Holger Borcherding mit seinem Schaltschrank zum Betreiben einer Bohrvorrichtung.

Fraunhofer-Kompetenzzentrum INA, inIT und OWITA, sie alle sind Mitglieder im Innovationsnetzwerk ‚OWL MASCHINENBAU’. Und sie alle werden im kommenden Jahr wieder mitmachen auf der ‚Zuliefermesse Maschinenbau’ 2010 in Bad Salzuflen. Die Messe-Organisatoren hatten schon in diesem Jahr optimistisch formuliert: „Die Angebotsvielfalt macht die FMB zu einem High-Tech-Magneten nicht nur für den Maschinenbaucluster Ostwestfalen-Lippe, sondern strahlt weiter darüber hinaus nach ganz Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und in die Niederlande.“