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750.000 Euro Forschungsgelder eingeworben
Lemgo (fhl). Erfolgreichste Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen: 750.000 Euro konnten die Wissenschaftler der Hochschule Ostwestfalen-Lippe jetzt einwerben. Damit werden Forschungsprojekte am Lemgoer Fachbereich Elektro- und Informationstechnik unterstützt. Gefördert wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „IngenieurNachwuchs 2007 Maschinenbau“. Bundesweit lagen 101 Anträge vor, 40 davon wurden letztlich für förderungswürdig gehalten. Aus NRW kamen fünf Anträge zum Zuge, drei davon aus Lippe.
Mit jeweils rund 250.000 Euro werden jetzt Prof. Dr.-Ing. Holger Borcherding, Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Maas ihre Forschungsaktivitäten in den kommenden drei Jahren intensivieren.
In der Ausbildung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses nehmen die Fachhochschulen in Deutschland mit rund 192.000 Studierenden eine zentrale Rolle ein, heißt es aus dem Bundesbildungsministerium. Deshalb wurde die Förderlinie "IngenieurNachwuchs" eingerichtet, um „das Nachwuchsproblem auf Basis der Kompetenzen der Fachhochschulen in der ingenieurwissenschaftlichen Forschung und Lehre aufzugreifen und abzumildern.“ Der Begriff „Ingenieurnachwuchs“ umfasst eine „Nachwuchskette“ mit erstberufenen FH-Professoren, angehenden Promovenden und Absolventen, Studierenden und im weiteren Sinne auch potenziellen Studienanfängern.
Prof. Borcherding befasst sich mit getriebelosen Synchronmaschinenantrieben, die in CNC- oder Holzbearbeitungsmaschinen zum Einsatz kommen sollen. Er wird dabei von einem Industriepartner unterstützt. Der innovative Ansatz für dieses Forschungsvorhaben sei es, so Borcherding, „in Spindeln oder Bohrköpfen mit mehreren mechanischen Abgängen die bisher üblichen Zentralantriebe mit Verteilungsgetriebe durch mehrere kleinere Synchronmaschinen ohne Getriebe zu ersetzen“. Borcherding: „Die Förderlinie des Bundes deckt sich mit den Qualifizierungsleitlinien, die unser Fachbereich aufgestellt hat, um den Nachwuchs nachhaltig zu unterstützen.“
Prof. Lohweg wird gefördert für seine „ganzheitliche Fehlererkennung an Druckmaschinen“, um Fehldrucke, etwa auf Geldscheinen, zu vermeiden und zudem einen personalreduzierten Betrieb zu ermöglichen. Er will den „Gesundheitszustand“ von Produktions- und Fertigungsmaschinen mit Sensoren rund um die Uhr kontrollieren und sich auf die „Früherkennung von Macken in den Maschinen spezialisieren“. Lohweg arbeitet seit langem mit Industriepartnern und seit neuestem auch mit der TU Chemnitz und dem Forum OWL-Maschinenbau zusammen und ist überzeugt: „Durch diese Form der Kooperation wird anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung möglich, wovon auch die Studierenden und die Absolventen profitieren.“
Prof. Maas wird so genannte MRF-Bremsen entwickeln, die, anders als konventionelle Produkte, nahezu geräusch- und verschleißarm arbeiten. Maas: „Das Forschungsvorhaben soll dazu beitragen, den Kompetenzbereich Aktorik an unserer Hochschule zu verstetigen.“ Dem wissenschaftlichen Nachwuchs komme bei der Bearbeitung des Projekts besondere Bedeutung zu, meint Maas, der unter anderem gute Forschungskontakte zur Universität Paderborn unterhält.
Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat mit der Einwerbung der Forschungsgelder eindrucksvoll ihre Forschungskompetenz dokumentiert. Prof. Dr.-Ing. Uwe Meier, Dekan des Fachbereichs Elektro- und Informationstechnik: “Wir haben neben unserer Kompetenzplattform Industrial IT nunmehr weitere Forschungsprojekte auf den Weg gebracht. Da wir in jüngster Zeit zudem im CHE-Ranking für unsere gute Studienorganisation gelobt worden sind, bin ich momentan nichts anderes als sehr zufrieden.“









