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Duales Studium

DUALES STUDIUM

Informationen zum "Dualen Studium" am Fachbereich Maschinentechnik und Mechatronik finden Sie hier, allgemeine Informationen zum Studienkonzept finden Sie hier.

Informationsmaterial

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Inhalt

Berufsaussichten

Der Maschinenbau

Die Technik bestimmt zunehmend unseren Alltag. Ohne Technik kein Fahrrad, kein Auto, kein Umweltschutz, kein Internet, kein Brot, kein T-Shirt und und und ....

Bild: Containerbrücke
Containerbrücke

Ohne Technik kommen wir nicht mehr aus, und vor allem nicht ohne die Menschen, die die Technik kreieren, beherrschen, verstehen und pflegen.

Die Schlüsselstellung des Maschinenbaus am Industriestandort Deutschland lässt sich besonders aus den bedeutenden quantitativen Daten erkennen. Mit etwa 6000 Unternehmen und rund 890.000 Beschäftigten stellt der Maschinbau etwa 15 % aller Arbeitsplätze in der Industrie, das ist deutlich mehr als in den anderen großen Industriebranchen. Gemessen an der Wertschöpfung zählt der Maschinenbau ebenfalls zur Spitze, außerdem ist er seit langem eine der führenden Exportindustrien in Deutschland, der Exportanteil kletterte zuletzt auf fast 70 Prozent.

Der deutsche Maschinenbau ist hinsichtlich seiner Produkte ein äußerst heterogener Industriezweig. Die Erzeugnisse beginnen bei kleinsten Teilen wie Miniaturkugellagern oder Minigetrieben, die man nur noch mit der Lupe betrachten kann. Man spricht hier von Mikrotechnik, einem Schwerpunkt, der auch am Fachbereich Maschinentechnik und Mechatronik eine besonderer Bedeutung hat. Andererseits werden auch größte und schwerste Maschinen hergestellt, wie z.B. Großpressen, riesige Containerkrananlagen oder weit verzweigte, automatische Materialflusssysteme.

Das klassische Bild vom Maschinenbau als mechanische Industrie, wie es sich im englischen Begriff "Mechanical Engineering" widerspiegelt, wird der Branche heute nicht mehr gerecht. Insbesondere die rasante Entwicklung im Bereich der Elektronik, der Informationstechnologie und der Kommunikationstechnik führten zu Entwicklung völlig neuartiger Lösungen. Zum Teil gehen mechanische und elektrotechnische Elemente eine derart enge Verbindung ein, dass man von einem neuen Gebiet, der Mechatronik, spricht.  

Fast 15% der im Maschinenbau Beschäftigten sind Ingenieurinen bzw. Ingenieure und der Anteil wächst stetig: 1988 betrug der Anteil nur 8%, 1998 schon 12%. Von 1998 bis 2003 stieg die Zahl der Ingenieure um 14%, obwohl die Gesamtzahl der Beschäftigten im Maschinenbau zurückging und obwohl die Produktivität zugenommen hatte. Dieser Trend hat sich fortgesetzt.

Natürlich ist der Maschinenbau nicht die einzige Branche, in der Maschinenbau-Ingenieure beschäftigt sind. So ist hier in jedem Fall auch die Automobilindustrie mit ihren vielen Zulieferbetrieben zu nennen. Letztlich finden sich Maschinenbauingenieure aber auch bei Versicherungen, im öffentlichen Dienst, bei Telekommunikationsunternehmen, ja sogar bei Banken.

Ingenieure des Maschinenbaus planen und konstruieren technische Anlagen, Maschinen und Verfahren und entwickeln sie zur optimalen Reife. Sie sind die Fachleute der Technik, wobei sie sich sowohl auf die breite Grundlage der naturwissenschaftlichen Kenntnisse als auch Intuition, Fantasie und schöpferischen Vorstellungsvermögen stützen. Aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie Kosten und Einsatzzeit beziehen sie in ihre Arbeit mit ein. Des Weiteren müssen sie sich heute auch mit Gebieten wie Automatisierungstechnik, Elektronik und Umweltschutz auseinandersetzen.

 

Tätigkeitsfelder von Ingenieuren in Maschinenbauunternehmen

Der Einsatz nach dem Studium kann den Neigungen entsprechend gewählt werden. Die Tätigkeitsbereiche der Ingenieure in Maschinenbauunternehmen lassen sich der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Tätigkeitsfelder
Anteil in Prozent
Forschung, Entwicklung und Konstruktion 48
Vertrieb 16
Produktion 10
Leitung, Stabsstellen 8
Dienstleistungen 8
Montage 3
Verwaltung 3
Andere 4
   

Der Schwerpunkt liegt nach wie vor in der Forschung, der Entwicklung und der Konstruktion. Hier hat etwa die Hälfte aller Ingenieure ihren Wirkungsbereich, denn immer kürzer werdende Innovationszeiten und eine ständige Weiter- und Neuentwicklung von Maschinen und Anlagen kennzeichnen den Markt. Da diese hochwertigen Produkte auch verkauft werden müssen, ist hier das Know-how des Ingenieurs gefragt, um den Kunden bei den Problemlösungen zu beraten bzw. diese zu erarbeiten: 16% sind in diesem Bereich beschäftigt. Darüber hinaus reichen die Betätigungsfelder von der Produktion (10%) über Dienstleistungen, Montage bis zu verwaltenden Tätigkeiten.

Der Aufstieg in das Management ist im Maschinenbau mit seiner zumeist mittelständischen Struktur für Nachwuchskräfte leichter und geht in der Regel schneller als in vielen Großunternehmen anderer Branchen. Ein Ingenieurstudium lohnt sich, denn mehr als die Hälfte der Führungspositionen im Maschinenbau haben Ingenieure inne. Aber auch führende Positionen in technikorientierten Großunternehmen werden zunehmend von Ingenieuren besetzt.

Das Jahresgehalt von Einsteigern mit FH-Abschluss liegt mit durchschnittlich 35.500 Euro auf hohem Niveau und nicht wesentlich unter dem der Uni-Absolventen mit 38.400 Euro (Quelle: CHE Hochschulranking 2007). Bei Tätigkeiten als Fachkraft beträgt im Jahr 2007 das durchschnittliche Einkommen 59.000 Euro, bei einem Ingenieur auf Führungsebene liegen die Jahresgesamtbezüge bei durchschnittlich 95.000 Euro (Vergütungsstudie "Ingenieure in Führungs- und Fachpositionen 2007", Managementberatung Kienbaum). Jeder achte Maschinenbau-Ingenieur schafft nach einigen Jahren den Aufstieg zum technisch ausgebildeten Geschäftsführer, das bedeutet ein Jahreseinkommen von 200.000 Euro und mehr. (Quelle: CHE Hochschulranking 2007).

Das Mechatronikstudium ist, gemessen am Maschinenbaustudium, ein relativ junger Studiengang, so dass hier Zahlen über einen längeren Zeitraum noch nicht vorliegen. Aber nach allem was sich heute erkennen lässt, sind die Verhältnisse hier ebenso positiv. Gleiches gilt für den Studiengang Zukunftsenergien.

 

Ihre Zukunftsaussichten

Seit Jahren haben Absolventen eines Maschinentechnikstudiums sehr gute Berufsaussichten. Die Absolventenzahlen sind immer noch leicht rückläufig und fallen auf etwa 11.000 pro Jahr. Erst ab 2010 ist mit einem Anstieg auf mehr als 16.000 Absolventen zu rechnen. Gleichzeitig verlassen bis 2010 etwa 65.000 Maschinenbauingenieure altersbedingt den Arbeitsmarkt. Bei den unter 35-Jährigen war auch 2007 die Arbeitslosigkeit konstant niedrig (Quelle: Stern 17/2004 und CHE Hochschulranking 2007). Sowohl der Bundesforschungsminister, als auch der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagebau e.V.) und viele Firmen wie z.B. Porsche, DASA, Benteler weisen darauf hin, dass sie Ingenieure benötigen. Auch die regionale Industrie, wie etwa Isringhausen (ISRI) oder Phoenix Contact, stellt bevorzugt Fachhochschulabsolventen ein.

Die Banken- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009 scheint überwunden, die Nachfrage nach Absolventen hat wieder ein sehr hohes Niveau erreicht. Kaum ein Tag, an dem nicht auf den sich noch verstärkenden Fachkräftemangel hingewiesen wird. Rückblickend kann man feststellen, dass selbst in der schwierigen Zeit die allermeisten Absolventen einen guten Einstieg gefunden haben.

Einstellungsaussichten und Karrierechancen sind also auf jeden Fall sehr gut. Die Basis hierzu legt die Hochschule Ostwestfalen-Lippe mit einer kompetenten theoretischen und praktischen Ausbildung. So werden z.B. die Projekt- und Bachelorarbeiten größtenteils in Industrieunternehmen realisiert.

Etwa zwei Drittel der Maschinenbauingenieure in Deutschland werden an den Fachhochschulen ausgebildet. Verglichen mit den Universitäten ist das Studium an einer Fachhochschule gekennzeichnet durch eine kürzere Studienzeit und eine besonders starke Orientierung der Lehrinhalte an der beruflichen Praxis.