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Studienrichtungen im Studiengang Maschinentechnik
Studienrichtung Feintechnische Systeme
Ein relativ neuer Schwerpunkt des Fachbereichs Maschinentechnik und Mechatronik sind die Feintechnischen Systeme.
Als Beispiel für solche feintechnischen Systeme können z.B. Computerfestplatten oder Digitalkameras genannt werden. Aber auch das äußerst vielfältige Feld der elektrischen Steckverbinder, wie sie z.B. in großer Zahl in modernen PKW eingesetzt werden, ist ein spezielles Arbeitsgebiet des Fachbereichs. Hier ist auch eine gewisse fachliche Nähe zum Bachelorstudiengang Mechatronik des Fachbereiches gegeben, was auch in den Fächern des Schwerpunktes zum Ausdruck kommt.
Studienrichtung Kraft- und Arbeitsmaschinen

- Moderner Verbrennungsmotor
Dieser Bereich des Maschinenbaus umfasst Maschinen zur Gewinnung und Umsetzung von Energie, neben wärme- und kältetechnischen Anlagen insbesondere Kolben- und Strömungsmaschinen.
Zu den Kolbenmaschinen zählen Benzin- und Dieselmotoren, die aus der „automobilen Gesellschaft" nicht wegzudenken sind, die aber von Ingenieuren z.B. hinsichtlich Schadstoffemission und Verbrauch weiterentwickelt werden müssen. Aber auch Kompressoren für Gase sowie Kolbenpumpen für Flüssigkeiten sind Kolbenmaschinen. Pumpen übernehmen zahlreiche Transportaufgaben bei den unterschiedlichsten Anlagen, z.B. in der Chemie- und Lebensmittelindustrie oder bei der Ölförderung. In der Chemieindustrie enthalten große Anlagen bis zu 50.000 Pumpen unterschiedlicher Art und Bauweise. Neben der Förderung von Flüssigkeiten und Feststoffen hat auch die Förderung von Gasen eine große Bedeutung. Die Nutzung der Luft als Energieträger in der Pneumatik ist ohne Kolbenkompressoren und Schraubenverdichter nicht möglich. Strömungsmaschinen dienen auch der Energiegewinnung. Sie werden in Form von Dampf- oder Gasturbinen in fossil oder nuklear befeuerten thermischen Kraftwerken eingesetzt, ebenso finden sie als Wasserturbinen oder Windkraftanlagen zur Gewinnung regenerativer Energien Verwendung. Auch Ventilatoren und Gebläse, mit denen z.B. Gebäude belüftet oder Maschinen gekühlt werden, sind Strömungsmaschinen.
Studienrichtung Materialflusssysteme
Der geeignete und kostengünstige Transport und die Lagerung unterschiedlicher Güter in den Unternehmen und über die Unternehmensgrenzen hinaus ist eine Aufgabe von beachtlicher Wichtigkeit, die die Wettbewerbssituation erheblich beeinflusst.

- Ausgewählte Aufgaben und Tätigkeitsfelder im Bereich der Materialflusstechnik
Die technischen Mittel zur Durchführung dieser Transporte stellt die Materialflusstechnik bereit. Die Vielfalt dieser Disziplin wird schon dadurch sichtbar, dass Maschinen der Fördertechnik, z.B. Schneckenförderer und Becherwerke, zu den ersten technischen Errungenschaften der Menschheit gehören. Andererseits werden, begünstigt durch die rasante Entwicklung der Automatisierungstechnik, heute vollautomatische Transport- und Lagersysteme realisiert, die vor zwanzig Jahren undenkbar waren. Zur klassischen Fördertechnik zählen z.B. Gurtförderer zum Transport von Massengütern wie Erz, Kohle, Sand, Getreide oder Düngemittel. Schiffsbe- und -entlader bewältigen den Umschlag in den Häfen. Krane heben schwere und schwerste Lasten, Container sorgen für den sicheren Transport auch empfindlicher Güter. In Flughäfen werden die Passagiere mit Rolltreppen und Transportbändern, in Hochhäusern die Menschen mit Aufzügen an ihr Ziel gebracht. In Produktions- und Handelsunternehmen, Vertriebseinrichtungen und Warenverteilzentren sorgen automatische Materialflusssysteme dafür, dass die richtigen Güter zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Dafür werden z.B. rechnergesteuerte Elektrohängebahnen, fahrerlose Transportfahrzeuge und automatische Hochregalläger eingesetzt. Die Materialflusstechnik (Fördertechnik) ist der größte Fachzweig im Maschinenbau.
Eine Besonderheit der Materialflusssysteme liegt darin, dass neben den standardisierten Geräten und Anlagen immer wieder Sonderlösungen entwickelt werden müssen, die für den konstruierenden Ingenieur eine besondere Herausforderung darstellen.
Studium ohne Wahl einer Studienrichtung
Um den Studierenden eine möglichst große Freiheit bei der persönlichen Gestaltung des Studiums zu bieten, kann aus dem Bereich der Technischen Wahlpflichtfächer eine eigene Fächerzusammenstellung vorgenommen werden. Vorgegeben ist die Mindestanzahl von 30 Credits, die die Auswahl umfassen muss und es müssen gewisse Rahmenbedingungen eingehalten werden.
Natürlich müssen die Studierenden jetzt selber darauf achten, dass diese Zusammenstellung mit Blick auf die erworbenen Kenntnisse und zu erbringenden Studienleistungen (Prüfungen) sinnvoll ist. Hier steht der oder die Studierende in einer höheren Eigenverantwortung, als wenn eine der vorgegebenen Studienrichtungen gewählt wird, bei denen ja bereits der Fachbereich für eine sinnvolle Kombination gesorgt hat.
Außerdem muss auch beachtet werden, dass die ausgewählten Lehrveranstaltungen zeitlich im Stundenplan untergebracht werden können. Auch hier ist ggf. Eigeninitiative notwendig.
Um Fehler zu vermeiden, ist eine Studienberatung durch die Hochschullehrer oder eine Anfrage beim Prüfungsausschuss anzuraten.




