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FB8-News
Höxter, 20. Januar 2012 09:26 Alter: 126 days
1. Höxteraner Forschungskolloquium
Am Hochschulstandort Höxter werden nicht nur Umweltthemen gelehrt, sondern es wird auch umfassend in diesem Bereich geforscht. Einige der derzeit durchgeführten Forschungsvorhaben wurden nun im Rahmen des 1. Höxteraner Forschungskolloquiums vorgestellt.
Zunächst gaben Prof. Dr. Fettig und Prof. Dr. Riedl einen Überblick über die beiden Forschungsschwerpunkte, die den Hochschulstandort Höxter als Zentrum für Angewandte Umweltwissenschaften ausweisen. Der Forschungsschwerpunkt „Nachhaltige Wasserwirtschaft und vorsorgender Gewässerschutz“ – kurz FSP Wasser – beschäftigt sich mit interdisziplinären Lösungen von Fragestellungen aus den Bereichen nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Wasserressourcen sowie Schutz der aquatischen Umwelt. Der Forschungsschwerpunkt „Kulturlandschaft“ beschäftigt sich mit Fragestellungen von der substanzsichernden Pflege der Kulturlandschaften bis hin zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes.
Nach dieser Einführung wurden von drei Mitarbeitern aus dem Fachbereich 8 Forschungsvorhaben vorgestellt, mit denen Sie sich derzeit befassen. Dipl.-Ing. Marcel Brokbartold, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Biologie, ging in seinem Vortrag „Bodenbelastungen durch bleihaltige Farben und Anstriche“ auf Bodenkontaminationen ein, die durch bleihaltige Anstriche insbesondere von Hoch- und Höchstspannungsmasten verursacht werden. Er konnte sehr gut verdeutlichen, dass die Wasserlöslichkeit von Bleimennige als der maßgeblichen Verbindung bisher stark unterschätzt worden ist und es hier aufgrund der Forschungsergebnisse seiner Arbeitsgruppe zu einer Neubewertung kommen muss.
„Eine neue Verfahrenskombination zur Reinigung von Stärkeabwasser in Vietnam“ lautet der Titel eines weiteren Forschungsvorhabens am FB 8. Dipl.-Ing. Volker Pick, Mitarbeiter im Fachgebiet Wassertechnologie, betreut dafür seit über zwei Jahren den Betrieb einer Pilotanlage zur optimierten Reinigung von Abwasser eines Tapioka-verarbeitenden Betriebes in Vietnam. Er zeigte auf, dass es mit dem neuen Anlagenkonzept gelingt, das Abwasser deutlich besser zu reinigen als mit den bisher in Vietnam üblichen Behandlungsverfahren.
Dipl.-Ing. Dennis Blöhse, Mitarbeiter im Fachgebiet Abfallwirtschaft und Deponietechnik, berichtete über den Stand seiner Forschungen zum Thema „Hydrothermale Carbonisierung von Biomasse. Neue Wege der energetischen Nutzung von organischen Abfällen und Reststoffen.“ Hier deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass sich mit Hilfe der hydrothermalen Carbonisierung eine Biokohle herstellen lässt, die neben anderen Anwendungszwecken auch als nachhaltiger Energieträger Verwendung finden kann.
Das große Resonanz und die angeregte Diskussion am Ende der Vorträge bestätigten den Organisatoren das Interesse an dem Konzept, laufende Forschungsvorhaben am Standort Höxter zukünftig in regelmäßigen Abständen vorzustellen.




