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Höxter, 10. Oktober 2011 08:53 Alter: 228 days

Schülerlabor HEx-Lab am Hochschulstandort Höxter eröffnet

Dr. Ralph Angermund (MIWF NRW), Christian Fachin (Vorsitzender des Vereins Natur und Technik) und Prof. Dr. Burkhard Wrenger (Vizepräsident Lehre und Internationalisierung Hochschule Ostwestfalen-Lippe) ließen sich die Simulation der Eutrophierung erklären.
Informierten sich über das Angbot des Hex-Lab (von links): Bürgermeister Alexander Fischer (Höxter), Christian Fachin, Dr. Ralph Angermund , Detlef Strauß (Bezirksregierung Detmold), Dr. Ulrich Conradi (Kreisdirektor Kreis Höxter), Claudia Steinert (Hochschule Ostwestfalen-Lippe), Gerd Handermann (Fachbereich Familie, Jugend, Soziales und Schule, Kreis Höxter)
Dr. Ralph Angermund unterstrich die Bedeutung der Fachkräfteausbildung im ländlichen Bereich.

Prof. Dr. Burkhard Wrenger, Vizepräsident für Lehre und Internationalisierung, eröffnete das Höxteraner Experimentier-Labor (HEx-Lab) im Beisein von Dr. Ralph Angermund (MIWF NRW) und weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich Bildung.

Das HEx-Lab wurde als zdi-Schülerlabor vom MIWF mit rund 80.000 € gefördert. Damit konnte, so Prof. Dr. Wrenger, eine Reihe von neuen Experimenten aufgebaut werden. Aus seiner Sicht kennzeichnet die einmalige Breite des Spektrums das Höxteraner Angebot. Die Gäste der Eröffnung konnten sich ein gutes Bild von den Versuchen machen, die sich mit Umwelt- und Informatik-Themen beschäftigen. Insgesamt 7 Fachgebiete aus den Studiengängen Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik werden in den kommenden Jahren die Experimente für Schulklassen und -kurse ab Klasse 4 für alle Schulformen anbieten. Das Hex-Lab sieht sich als außerschulischen Lernort mit hohem Motivationspotenzial. Fast alle Versuche wurden neu aufgebaut und sind in dieser Form in den Schulen nicht verfügbar. Die Gäste der Eröffnung bestätigten, dass die Erfahrbarkeit von Physik, Biologie, Chemie und Informatik in dieser Form wichtig für die Akzeptanz der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ist. Dr. Angermund unterstrich für das Düsseldorfer Ministerium die Relevanz dieser Hochschulaktivitäten und wies in seinem Grußwort auf das bestehende Defizit an verfügbaren qualifizierten Ingenieuren hin. Dieses werde sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen und ist, so Dr. Angermund, insbesondere in ländlichen Räumen fatal, da jede Stelle einer Ingenieurin oder eines Ingenieurs zwischen zwei und zehn weitere Arbeitsplätze erzeugt. Prof. Dr. Wrenger sieht dieses als gesamtgesellschaftliche Aufgabe an und rief daher auch zur engen Kooperation der Bildungsträger, Kommunen, Kreise und Unternehmen auf. Der Kreis Höxter hat sich dieser Aufgabe über das zdi-Zentrum und dessen Trägerverein „Natur und Technik“ angenommen.

Schon vor der offiziellen Eröffnung waren Schulen zu Gast im HEx-Lab und knapp 800 Schülerinnen und Schüler wurden bislang in Halbtages- oder Ganztagesangeboten betreut. Das bisherige Angebot soll, soweit die personellen Kapazitäten verfügbar sind, noch ausgebaut werden. Prof. Dr. Wrenger wies jedoch auch darauf hin, dass aufgrund der am Hochschulstandort Höxter deutlich gestiegenen Studierendenzahlen die Koordination mit den Lehrangeboten für die Studierenden deutlich schwieriger wird.

Am gleichen Tag wurde in Lemgo mit dem TechLipp das zweite zdi-Schülerlabor der Hochschule eröffnet. Präsident Dr. Oliver Hermann wies mit Stolz darauf hin, dass die Hochschule Ostwestfalen-Lippe die einzige Hochschule in NRW mit zwei zdi-Schülerlaboren ist. Der Themenschwerpunkt des TechLipps liegt im Bereich Elektrotechnik und Elektronik.

Informationen zum HExLab sind zu finden unter www.hs-owl.de/schulen/hexlab.