Inhalt

Lehrveranstaltungen

Was ich in den einzelnen Vorlesungen, Übungen und Praktika behandeln werde:

1. Grundlagen der Ökologie

Im ersten Semester ist es mir wichtig, Ihnen das permanente Zusammenspiel zwischen den Organismen und ihrer Umwelt zu verdeutlichen. Wie ist die Fauna an den Faktor Temperatur angepasst und was bedeutet Lichtmangel, zum Beispiel in einem Fichtenforst, für die Flora und ihre Nahrungsketten?

Diese Lehrveranstaltung teilen sich Frau von der Forst und ich. In der Vorlesung behandeln wir

  • Fachbegriffe, Nahrungsbeziehungen und den Energiefluss
  • abiotische und biotische Faktoren
  • terrestrische Ökologie und Waldschäden
  • Gewässerökologie mit Schwerpunkt stehender Gewässer.

 

Diese Themen werden im Praktikum vertieft und veranschaulicht. Wir unternehmen mehrere Halbtagesexkursionen mit Aufsammlungen, Bestimmungsübungen und Gruppenarbeit. Wir mikroskopieren Pflanzen und Plankton. Sie führen erste Messungen in Gewässern durch und in Teamarbeit bereiten Sie ein Referat über ein bestimmtes Biotop vor und erläutern uns das im Gelände.

2. Biotechnologie (als E-Learning-Angebot)

Eine Pflichtveranstaltung haben Sie dann im zweiten Semester bei mir: Biotechnologie. Da geht es im weitesten Sinne um die Anwendung von biologischen Prozessen im Umweltbereich. Von praktischer Abwasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung kommen wir zu biologischer Abfallverwertung und der Korrosion, die Mikroorganismen verursachen können.

Zu Gast haben wir bei dieser Lehrveranstaltung Studierende der Angewandten Informatik aus Höxter und Wasserbau-Vertiefer vom Studiengang Bauingenieurwesen aus Detmold.

Die Vorlesung wird live nach Detmold übertragen und über Raummikrofone besteht jederzeit die Möglichkeit, von allen Standorten aus Fragen zu stellen oder zu kurzen Diskussionen der Studierenden untereinander. Eine Übung auf einer Lernplattform im Intranet der Hochschule (hier ist dann verantwortungsbewusste Eigeninitiative gefordert!) bereitet Sie auf dazugehörige Praktikumsblöcke vor; die finden auf der Kläranlage in Höxter und in meinem Biolabor statt. Da mache ich Sie, gemeinsam mit meiner Mitarbeiterin Heike Stromberg, vertraut mit der Technik der Abwasserreinigung, mit Interpretation des mikroskopischen Bildes von Belebtschlamm und dem Vorkommen von hygienisch bedenklichen Keimen in Wasser und in der Luft. 

3. Umwelttoxikologie

Bei den biotechnologischen Reinigungsprozessen interessiert uns natürlich auch die Entfernung von Schadstoffen. Dem Thema widmen wir uns im dritten Semester, in dem ich eine Vorlesung halte, Sie Referate zu aktuellen Toxikologie-Themen beisteuern und wir gemeinsam in einem Praktikum Bioteste durchführen. Dazu steht uns modernste Analysetechnik zur Verfügung.

Übersicht zu den angebotenen Biotesten:

4. Gewässerschutz

Im kommenden Sommersemester sind wir dann viel im Gelände. Eine umfangreiche Vorlesung informiert Sie über Entstehung und Ökologie unserer Gewässer, über Belastungsschwerpunkte, über Methoden der Güteerfassung und die aktuelle Gesetzessituation in diesem Bereich.

Sie werden auf das zugehörige Praktikum vorbereitet, in dem wir am, im und auf dem Gewässer Untersuchungen vornehmen.

 

Spannende zusätzliche Aktivitäten sind Projektarbeiten, zu denen Sie sich mit vier oder fünf Studierenden für ein Semester zusammenschließen und in der Gruppe ein Thema schwerpunktmäßig bearbeiten. Hierzu gehören selbständige Literaturrecherchen, Probenahmen und Messungen im Gelände, Bearbeitung und Auswertung im Labor sowie das Anfertigen einer schriftlichen Arbeit am PC, also praktisch eine Vorübung zur Bachelorarbeit im Team. 

5. Gewässerökologie

Zum Schluss des Studiums thematisieren wir die Veränderungen unserer Fließgewässer in baulicher Hinsicht. Eine Erfassung der Strukturgüte ist heute gesetzliche Vorgabe im Bereich der Europäischen Union und wir beleuchten die negativen ökologischen Folgen des Gewässerausbaus, zum Beispiel für Weitwanderfische wie Aal und Lachs.

Wo kann die Gewässerstruktur mit welchen Mitteln verbessert werden? Also Renaturierung unter ökologischen Gesichtspunkten; parallel hierzu wird von meinem Kollegen Klaas Rathke die Renaturierung aus ingenieurmäßiger Sicht behandelt.