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Empfehlungen zur Heidepflege durch Feuer, abgeleitet aus Untersuchungen zur Besiedlung von Brandflächen durch Spinnen
Sollen möglichst viele Spinnenindividuen vom Feuer verschont bleiben, so empfiehlt sich das "kalte" Brennen. Ist es hingegen wünschenswert die häufig seltenen und bedrohten Arten der für Heiden typischen Offensandbereiche zu fördern, sollte ein "heißes" Feuer durchgeführt werden. Da jede sukzessions-phase von Calluna-Heidebeständen eine ganz spezifische Spinnenfauna beherbergt, wird gefordert, kleinräumig wechselnde Mosaike unterschiedlich gepflegter Heidebestände zu schaffen, die zu einer Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt innerhalb von Heideflächen führen.
Das sommerliche Brennen wird im Allgemeinen verglichen mit Winterfeuern als weitaus schädlicher für die Fauna angesehen. Es konnte gezeigt werden, dass ein erheblicher Teil der spinnenfauna das Feuer auf der gebrannten Fläche überlebt hat. Mögliche Ursachen hierfür werden gesucht, wobei besonderes Augenmerk auf gezielten Verhaltensweisen zur Flucht vor den Flammen liegt -sei es durch Ausweichen in benachbarte Flächen oder durch Schutzsuchen in der bodennahen Vegetationsschicht oder im Boden.
Der Faktor Feuer spielte in den durch die traditionelle Heidebauernwirtschaft geprägtennordwestdeutschen Sandheidegebieten über viele Jahrhunderte, wenn nicht garJahrtausende hinweg eine bedeutende Rolle. Seit einigen Jahren wird das kontrolliertewinterliche Brennen als Naturschutzmaßnahme im Naturschutzgebiet Lüneburger Heidezur Pflege der Heideflächen eingesetzt.
Verfasser: Karsten Gerland Oktober 2004
1. Betreuer: Prof. Dr. U. Riedl
2. Betreuer: Prof. Dr. Bernd Gerken












