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Untersuchung einer Steinkrebspopulation im Eberbach (Odenwald) mit Planungsvorschlägen zur dauerhaften Erhaltung dieser Art
Um die zurzeit defizitären Kenntnisse über rezente Steinkrebspopulationen nicht nur in Hessen sondern innerhalb ihres gesamten Verbreitungsgebiets in Europa zu verbessern, bietet es sich an, die zurzeit europaweit laufenden Oberflächengewässerkartierungen im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu einer Induktion von Krebsgewässern heranzuziehen. In Anlehnung an Anhang V der EU-WRRL wurde eine Steinkrebs-Checkliste erstellt, mit der es zukünftig möglich sein sollte über einen Abgleich der Ergebnisse der EU-Wasserrahmenrichtlinienkartierungen potentielle Steinkrebsgewässer auszuweisen.
Die Untersuchung der Steinkrebse ergab, dass die Population mit 10,4 Individuen pro Bachmeter in ihrer Hauptverbreitung (Epirhithral- und obere Metarhithralbereiche) auf ca. 600 m des Gewässersystems äußerst stabil ist. Die übrigen besiedelten Bereiche wurden weniger stark von den Krebsen genutzt, was auf ungünstigere Habitateigenschaften, wie z.B. geringere Wasserstände und fehlende Versteckmöglichkeiten zurückzuführen ist.
Im Herbst 2001 konnte im hessischen Odenwald innerhalb des Eberbachsystems bei Reichelsheim eine Steinkrebspopulation nachgewiesen werden. Dies war zu diesem Zeitpunkt die einzig bekannte Population in dem Bundesland. Daher bestand ein erhöhter Untersuchungsbedarf an der Art. Im Rahmen eines Praxissemesters der Autorin im Sommer 2002 bei dem Auenzentrum Hessen der hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz wurde die Krebspopulation eingehend untersucht.
Verfasser: Nicola Theißen Oktober 2003
1. Betreuer: Prof. Dr. Brandt
2. Betreuer: Prof. Dr. U. Riedl












