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Lemgo, 07. November 2011 15:23 Alter: 200 days
Hier geht’s um die (Roh-)Wurst: 34. Lemgoer Arbeitstagung Fleisch und Feinkost erzielt Besucherrekord
Die diesjährige 34. Lemgoer Arbeitstagung Fleisch und Feinkost stand ganz im Zeichen des Themas Rohwurst. Weit über 300 Fachleute waren der Einladung des Lemgoer Arbeitskreises Fleisch + Feinkost (LAFF) gefolgt und am 7. November in die Lipperlandhalle nach Lemgo gekommen. Im Rahmen der Arbeitstagung erhielt Thomas Oltmann (30) den „Günter Fries-Preis“ der Devro-Stiftung. Ausgezeichnet wurde er für seine Bachelor-Arbeit, in der er die Pasteurisation von Hühnereiern in Schale untersuchte.
Prof. Dr. Matthias Upmann, Betreuer der ausgezeichneten Bachelor-Arbeit, betonte die Zielstrebigkeit des Preisträgers, der seine Bachelor-Arbeit „äußert zügig, kompetent und bemerkenswert genau“ verfasste. Gegenstand der Arbeit war die Frage, inwieweit eine Pasteurisation von Hühnereiern in der Schale Auswirkungen auf bestimmte Eigenschaften, wie beispielsweise das Aufschlagen von Eiweiß, und die Überlebensrate von Mikroorganismen (insbesondere von Salmonellen) hat. Thomas Oltmann studierte von 2008 bis 2011 Lebensmitteltechnologie mit dem Studienschwerpunkt Fleischtechnologie an der Hochschule OWL. Seit seinem erfolgreichen Abschluss arbeitet er bei der Firma Eichkamp in Garrel. Oltmann wurde von der Devro-Stiftung mit einem Preisgeld von 4.000 Euro ausgezeichnet. Seit 2007 würdigt die Stiftung jährlich die beste Diplom- oder Bachelor-Arbeit mit fleischtechnologischem Bezug. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gehört zu den wenigen Studienorten in Deutschland, an denen die Studienrichtung Fleischtechnologie angeboten wird. In Nordrhein-Westfalen ist sie einmalig.
Nach der Preisverleihung stand das Thema Rohwurst im Fokus der diesjährigen Arbeitstagung. Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann zeigte sich erfreut darüber, dass so viele Menschen wie noch nie zuvor an der Tagung teilnahmen: „Es ist ein Beweis für die professionelle und Weg weisende Arbeit der Lemgoer Lebensmitteltechnologie, dass wir heute insgesamt weit mehr als 300 Personen von Universitäten, Instituten und Unternehmen aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien als Gäste in Lemgo begrüßen dürfen.“ Darunter befanden sich nicht nur Vertreter regionaler Firmen wie Tönnies und Homann, sondern auch internationaler Konzerne wie Nestlé. In den zahlreichen Vorträgen namhafter Experten wurden insbesondere die Auswirkungen und die Vorbeugung pathogener, also krankheitsauslösender Mikroorganismen beleuchtet. In diesem Zusammenhang wurden zunächst die Überlebensrate dieser Organismen in der Rohwurst und deren Risiken für den Verbraucher erläutert, bevor Neuerungen in der Klimatechnik und anderer Verfahren zur Konservierung der Rohwursterzeugnisse vorgestellt wurden. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten der Qualitätssicherung erläutert und diskutiert. Prof. Dr. Achim Stiebing, Leiter des Studienschwerpunktes Fleischtechnologie und Tagungsleiter, hob die Wichtigkeit des Themas Rohwurst und pathogene Mikroorganismen hervor: “Inzwischen hört man immer häufiger von Rückrufaktionen von Rohwursterzeugnissen. Wir hoffen dies mit der heutigen Diskussion und den daraus gewonnenen Erkenntnissen in Zukunft verbessern zu können.“
Der Verein Lemgoer Arbeitskreis Fleisch + Feinkost (LAFF) wurde 1977 von Vertretern des Fleischerhandwerks, der Fleischwarenindustrie, der Veterinärverwaltung und Professoren der Hochschule OWL, damals noch Fachhochschule Lippe, gegründet. Oberstes Ziel des Vereins ist es, das Studium der Lebensmitteltechnologie, insbesondere in der Fleischwaren-, Feinkost- und Konservenherstellung, an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Außer der Bereitstellung von Mitteln für anwendungsbezogene Forschung wird vor allem die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen, Tagungen und Vorträgen unterstützt.
Die Internetseite des Lemgoer Arbeitskreis Fleisch + Feinkost (LAFF) finden Sie hier.

























