Inhalt
News-Archiv
Lemgo, 24. September 2008 09:12 Alter: 4 yrs
Unterwegs mit einem Mini-Transrapid
Lemgo (af). Das Modellfahrzeug schien wie von Zauberhand geführt über die Schienen zu schweben. Verantwortlich für diesen Sinneseindruck: die Studenten Jens Krueler und Daniel Beuse aus dem Fachbereich Maschinentechnik und Mechatronik der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Ihre Magnetschwebebahn ist das Resultat einer Studienarbeit, die im Labor für Werkstoffkunde von Prof. Dr. Andreas Niegel betreut wurde. Und sie ist ein kompliziertes Zusammenspiel von Magnetschienen und Energiespeicher einer supraleitenden Platte. Vorgestellt wurde die Schwebebahn - nicht zu verwechseln mit der bekannten Wuppertaler Schwebebahn - Ende August im Detmolder "Magnetladen".
Das Studienprojekt verdeutlicht die Funktionsweise und die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten der stärksten Dauermagneten der Welt. Prof. Niegel: "Diese Magnetschwebebahn ist eine Vision zukünftiger Transportsysteme, schwebend, ohne Widerstand."
Im Modellformat (1 Meter mal 1,2 Meter) präsentierten die zwei angehenden Maschinentechniker ihr Projekt "Supraleitung: Levitation". Das Herzstück ihrer Konstruktion ist eine supraleitende Keramik. Bei einer Temperatur von immerhin minus 196 Grad leitet diese Keramik widerstandslos elektrischen Strom und kann zugleich hohe magnetische Felder einfrieren. Die dadurch entwickelten magnetischen Kräfte bewirken nicht nur das Schweben der Bahn. Sie sorgen auch für eine exakte Führung auf der Strecke und eine stabile Kurvenlage.
Mit dem Detmolder 'Magnetladen' fanden die Studenten Hilfestellung bei technischen Fragen und bei der kostengünstigen Anfertigung von 200 speziellen Magneten für die Schwebebahn. Thorsten Seiler, Geschäftsführer vom 'Magnetladen': "Was wie ein Spielzeug von Physikern aussieht, könnte bald Realität für die Techniker werden. Einige Anwendungen sind bereits in Sicht, etwa in berührungslosen Lagern, für verschiedene Komponenten in Elektromotoren oder als Mini-Transrapid in Reinsträumen."
























