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Lemgo, 01. Mai 2011 19:57 Alter: 1 year
Astronomie und Automation - eine ideale Symbiose
Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Sternwarte der Hochschule und dem Hochschulinstitut Industrial IT (inIT) wurde im April in den französischen Seealpen ein ferngesteuertes Observatorium in Betrieb genommen. Darüber hinaus ermöglicht die installierte Anlage dem inIT, Erfahrungen bei der Fernwirktechnik über große Entfernungen zu sammeln. Weiterhin können wichtige Qualitätsparameter einer Internet-Datenübertragung zukünftig auf einer 2600 km langen Teststrecke zwischen Lemgo und Südfrankreich über lange Zeiträume gemessen und analysiert werden. Die so gesammelten Erfahrungen des Forschungsinstituts der Hochschule kommen vielen Anwendungen mit einem automatisierten Informationsaustausch (M2M) zugute, wie sie beispielsweise zukünftig auch in intelligenten Stromnetzen, sogenannten SmartGrids, zu finden sind.
"Aufgrund seiner besonderen Lage in 860 m Höhe ist der Standort sehr gut für die Astrofotografie geeignet", so Prof. Dr. Berlemann, Leiter der Lemgoer Sternwarte. Mindestens 200 sternklare Nächte im Jahr, eine dünne Luft und keinerlei Lichtverschmutzung bieten ideale Bedingungen für die Astronomie. Die Teleskope mit den angeschlossenen Rechnern werden über das Internet von einer speicherprogrammierbaren Steuerung kontrolliert, die im inIT unter Leitung von Prof. Dr. Jasperneite programmiert und konfiguriert wurden. Bevor die Anlage vollständig in Betrieb gehen kann, ist wegen der vorhandenen schlechten IT-Infrastruktur vor Ort ein mehrmonatiger Probebetrieb vorgesehen.
Möglich wurde das Projekt nur durch die Unterstützung durch das Präsidium der Hochschule OWL, der Firma PHOENIX CONTACT, der Hochschulgesellschaft, durch SKIM sowie der tatkräftigen Unterstützung durch Wolfgang Paech von der Universität Hannover und Klaus Eikmeier (CTS-Studienreisen), der das Haupt-Teleskop zur Verfügung stellte.




