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Lemgo, 17. November 2010 11:58 Alter: 2 yrs

Automatisierungsexperten treffen sich im CIIT

1. Jahreskolloquium 'Bildverarbeitung in der Automation', zu dem Prof.'in Dr.-Ing. Bärbel Mertsching und Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg eingeladen hatten.
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite (l.) mit seinem Kollegen Prof. Dr.-Ing. Ulrich Jumar und dem 1. Kolloquium 'Kommunikation in der Automation'.

Lemgo (hs-owl). Zwei Jahreskolloquien an zwei aufeinander folgenden Tagen: das Forschungsinstitut inIT der Hochschule Ostwestfalen-Lippe war Mitte vergangener Woche der Ort wissenschaftlicher Expertendiskurse. Genauer: das Auditorium des Centrums Industrial IT, kurz CIIT. Dorthin hatte Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg zum Symposium „Bildverarbeitung in der Automation“ (BVAu) eingeladen, sein Kollege im inIT-Vorstand, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, konnte rund 70 Gäste zur „Kommunikation in der Automation“ (KommA) begrüßen. Beide Jahreskolloquien wurden erstmals durchgeführt und sollen nun im Jahresrhythmus in Lemgo und Paderborn (BVAu) sowie Magdeburg (KommA) stattfinden.

Beide Kolloquien verstehen sich als Foren für Wissenschaft und Industrie, die zwei wesentliche Forschungsgebiete der Automation abdecken. Für Lohweg ist die industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung „eine Schlüsseltechnologie für die Produkte von morgen und zugleich die Basis ‚intelligenter’ Qualitätssicherungssysteme“. Das Forschungsinstitut inIT will nun gemeinsam mit der Forschungseinrichtung GET Lab – Technische kognitive Systeme der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof.’in Dr.-Ing. Bärbel Mertsching dieser Schlüsseltechnologie besondere Aufmerksamkeit schenken. Dazu soll das Kolloquium dienen, das konsequent „einem klaren aktuellen fachlichen Fokus und eine entsprechende Detailtiefe aufweisen wird“. Die gut 40 Experten, die im Auditorium Platz genommen hatten, konnten sich davon überzeugen.

Insgesamt elf Fachvorträge, knappe und umso intensivere Diskussionen, ausgezeichnetes Ambiente im neu eröffneten CIIT: die Auftaktveranstaltung habe „Lust und Interesse auf mehr gemacht“, so Lohweg. Über seine Spezialdisziplin urteilt er: „Durch den vermehrten Einsatz von Bildverarbeitung ergeben sich neue Möglichkeiten in rasanter Geschwindigkeit, gleichzeitig aber auch neue zu lösende Aufgaben.“ Das BVAu-Kolloquium wird nun alljährlich dazu beitragen, den Stand der Fortentwicklung zu reflektieren und die Experten sozusagen ‚an einen Tisch zu versammeln’. Get Lab und inIT werden dazu im Rahmen der Initiative Industrielle Bildverarbeitung OWL einladen.

Jasperneites inIT-Partner im KommA-Kolloquium ist das Magdeburger ifak, das Institut für Automation und Kommunikation, ein gemeinnütziges Institut der angewandten Forschung, das auf dem Gebiet der Industrieautomation, der industriellen Datenkommunikation, der industriellen Messtechnik sowie der Verkehrstelematik tätig ist. Jasperneite verortet „die Wurzeln der industriellen Kommunikation in Deutschland“, wo sie seit gut 20 Jahren das Rückgrat jedes dezentralen Automatisierungssystems sei. Jaserneite über KommA: „Das Kolloquium wird einen jeweils aktuellen fachlichen Fokus und eine entsprechende Detailtiefe aufweisen.“

Das Kolloquium hat gute Chancen, sich vom Insidertipp zur alljährlichen Pflichtveranstaltung der Branche zu entwickeln. Bereits zur ersten Veranstaltung waren die Experten vornehmlich  aus dem deutschsprachigen Raum nach Lemgo gekommen. 19 Fachvorträge und exzellentes Arbeitsklima zeichneten die Veranstaltung aus.

Zahlreiche Teilnehmer beider Kolloquien nutzten am Abend des 10. Novembers die Möglichkeit, bei Musik und Kabarett die 1. Preisverleihung des ‚Industrial IT-Awards’ mitzuerleben. Ebenfalls im CIIT und im Kreise von Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern.