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Lemgo, 28. Juni 2010 18:31 Alter: 2 yrs

Fit für Europa - Forschung an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

BMBF-Staatssekretär Dr. Georg Schütte überreicht Nadine Dreyer, Research-Managerin des inIT, die Förderzusage unter dem Motto "Durchstarten".

Bonn. Anerkennung für das Forschungsinstitut Industrial IT (inIT) der Hochschule OWL: Nadine Dreyer, die Research Managerin des Instituts, erhielt am 22. Juni in Bonn von Staatssekretär Dr. Georg Schütte (Bundesministerium für Bildung und Forschung) anlässlich der Konferenz „Forschung an Fachhochschulen – Erfolgreich in Europa“ die Förderzusage für die Vorbereitung eines Förderantrages im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. 

Das Projekt von inIT-Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, dessen Ziel es ist, durch drahtlose Backhaul-Netzwerke anpassungsfähige Automatisierungskonzepte zu realisieren, hatte das Bundesministerium überzeugt. Insgesamt 60 Projekte waren deutschlandweit eingereicht worden. Das Projekt der Hochschule OWL gehört zu den 35, für die eine EU-Antragstellung mit Unterstützung von zusätzlichem Personal gefördert wird.

Die Förderzusage ist für das inIT und für die Hochschule OWL eine erneute Bestätigung des bisherigen erfolgreichen Ausbaus ihrer europäischen Forschungsaktivitäten und ihrer Beratungskompetenz in der Forschungsförderung. Es spricht auch für ihr vorhandenes Potenzial, auf europäischer Ebene förderwürdig zu sein.

Das inIT-Projekt „flexWARE“ wird bereits erfolgreich im 7. Rahmenprogramm gefördert. Ein zweites EU-Projekt „IoT@Work“ kann in Kürze an den Start gehen. Im Rahmen des Projekts „Fit4FRP“, das aus einer erfolgreichen Beteiligung an einer Ausschreibung des NRW-Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie hervorgegangen ist und zusammen mit den Partnerfachhochschulen Dortmund, Münster und Bielefeld durchgeführt wird, werden an der Hochschule OWL EU-Projektmanagementstrukturen auf- und ausgebaut.

„Fachhochschulen schlagen in besonderem Maße Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, hielt Staatssekretär Schütte in Bonn fest. Durch ihr Profil in angewandter Forschung würden sie wesentlich dazu beitragen, dass neue Ideen rasch in marktfähige Produkte umgesetzt werden können. Innovative Lösungen, insbesondere für aktuelle Probleme wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder demografischer Wandel, erforderten aber in immer stärkerem Maße Kooperationen über Ländergrenzen hinweg.

Um Fachhochschulen künftig noch besser mit europäischen Forschungspartnern zu vernetzen, unterstützt sie das Bundesministerium für Bildung und Forschung in diesem Jahr erstmals dabei, Anträge im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union zu stellen. "Damit stärken wir die Forschung an Fachhochschulen deutlich", so der Staatssekretär. Schütte weiter: "Europäische Forschungsprojekte eröffnen den deutschen Fachhochschulen den Zugang zu neuen Themen und Netzwerken und zu weiteren Kooperationspartnern in Forschung und Industrie." Wenn Fachhochschulen Brüsseler Forschungsgelder nach Deutschland holen, könnten auch deren Partner, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, davon profitieren, meinte Schütte.

Die Themen der europäischen Projekte decken sich zum Großteil mit denen der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Sie kommen vor allem aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Werkstoffe, Produktionstechnologien, Energie, Umwelt, Klima, Sicherheit und Gesundheit.