Teaser (Linke Spalte)

Inhalt

News Einzelansicht

Lemgo, 14. Dezember 2011 17:14 Alter: 163 days

Hochschule OWL erste Fachhochschule mit Fraunhofer-Anwendungszentrum bundesweit

Sind stolz auf das deutschlandweit erste Fraunhofer-Anwendungszentrum an einer Fachhochschule in Lemgo: NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und (v. l.) Professor Stefan Witte, Professor Jürgen Jasperneite, Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann und Dr. Olaf Sauer.

Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert in den kommenden fünf Jahren den Aufbau und den Betrieb des Anwendungszentrums mit 3,2 Millionen Euro, das bestätigte heute Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Lemgo. „Damit wird der Forschungsstandort Ostwestfalen-Lippe weiter gestärkt – nach dem Aufbau einer Fraunhofer-Projektgruppe an der Universität Paderborn ist dies ein weiterer Meilenstein für die Weiterentwicklung dieser dynamischen Forschungsregion“, so die Ministerin.

Leiter des neuen Anwendungszentrum wird Professor Dr. Jürgen Jasperneite, Leiter des Institut Industrial IT (inIT) der Hochschule OWL und Leiter des Fraunhofer-Kompetenzzentrums Industrial Automation, das an das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB angebunden ist. „Es hat sich einmal mehr bestätigt, dass die Hochschule OWL mit ihrer Forschung im Bereich Elektrotechnik und Technische Informatik zu den Besten gehört. Die nun ermöglichte Weiterentwicklung des bestehenden Fraunhofer-Kompetenzzentrums zu einem Fraunhofer-Anwendungszentrum wird uns zu einem wichtigen Forschungspartner der regionalen Industrie machen“, so Jasperneite.

In der Startphase des Anwendungszentrums wird ein Forschungsschwerpunkt beispielsweise auf der Verbesserung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) liegen: Durch Integration in sogenannte „Smart Grids“ (intelligente Energienetze), die eine Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten in Echtzeit ermöglichen, wird die vorhandene Energie aller am Netz angeschlossenen Systeme jederzeit optimal genutzt. Ziel ist es, Energieangebot und -nachfrage möglichst gut in Einklang zu bringen und den Energiebedarf der jeweiligen Produktionsanlage darauf abzustimmen, wann Strom günstig verfügbar ist.

Zum Jahresbeginn 2012 soll das Anwendungszentrum seine Arbeit aufnehmen. Zum Ende der fünfjährigen Aufbauphase werden hier mindestens 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fragen der industriellen Automatisierung forschen und arbeiten, das Zentrum soll dann fester Bestandteil von Fraunhofer werden.

Industrielle Automatisierung bedeutet, Maschinen oder Anlagen so zu automatisieren, dass sie selbstständig und ohne Mitwirkung von Menschen betrieben werden können. Neben der Entlastung des Menschen von gefährlichen und anstrengenden Tätigkeiten können damit Qualitätsverbesserungen und eine höhere Leistungsfähigkeit sowie Effektivität des jeweiligen Systems erreicht werden.

Mit 80 Forschungseinrichtungen und 1,66 Milliarden Euro Forschungsvolumen im Jahr ist Fraunhofer die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung und erzielten Erfolge in der anwendungsorientierten Forschung an Fachhochschulen etabliert Fraunhofer mit dem Modell „Fraunhofer-Anwendungszentrum“ eine neue Kooperationsplattform zum weiteren Ausbau des Innovationspotenzials an ausgewählten Fachhochschulen.