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Lemgo, 25. October 2010 15:17 Age: 2 yrs

Bildverarbeitung – Quo Vadis?

Referierte auf dem 'Solutions'-Forum in Paderborn: Bildverarbeitungs-Experte Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg vom Forschungsinstitut inIT.

Paderborn (hs-owl). Bildverarbeitung – Quo vadis?“ hieß es Mitte Oktober,  als das ‚solutions - OWL Forum für Technologie und Innovation’ an die Universität Paderborn eingeladen hatte. Ausrichter des eintägigen Workshops waren die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, die IHK Lippe zu Detmold und ‚Industrielle Bildverarbeitung OWL’, ein gemeinsames Netzwerk des GET Lab – Universität Paderborn und des Forschungs-Instituts inIT der Hochschule OWL. Im Mittelpunkt stand der Einsatz industrieller Bildverarbeitung für komplexe intelligente Systeme des Maschinen- und Anlagenbau im Hinblick auf aktuelle Trends. „Mit über 30 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht“, so Prof. Dr.-Ing. Voker Lohweg vom inIT und einer der Gründer des Netzwerks ‚Industrielle Bildverarbeitung OWL’.

Das Thema sei gerade in der produzierenden Industrie aktueller den je, da einerseits eine große Anzahl von Anbietern im Markt diverse Konzepte, Produkte und Systeme anbiete, andererseits es dem Anwender schwerfalle, die richtigen Partner und Systeme zu identifizieren, so Lohweg, der an der Hochschule OWL im inIT-Vorstand das Gebiet Bildverarbeitung und Mustererkennung leitet. Der technologische Markt habe sich in den letzten Jahren rapide geändert, so dass „eine verwirrende Vielfalt technologischer Konzepte dem Entscheider zur Verfügung steht“, kritisiert Lohweg.

Deshalb wurde den  Unternehmensvertretern auf dem Workshop ein Überblick und auch ein Einblick in das vielfältige und überaus aktuelle Thema gegeben.

Lohweg hatte in seinem Einführungsvortrag die Frage aufgeworfen, wie Bildinformationen und Maschineninformationen in Automatisierungssystemen des Maschinen- und Anlagenbaus miteinander „verheiratet“ werden können. Seine Anwort:  „Aus heutiger Sicht ist Industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung weder methodisch noch funktionell im Maschinen- und Anlagenbau wegzudenken. Prüf- und Kontrollsysteme, die auf Sensor- und Informationsfusion basieren, werden zukünftig die Lösungen für Applikationen bestimmen.“

Darauf folgend diskutierte Patrick Schwarzkopf, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Robotik + Automation des Verbandes der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), das Thema ‚Aktuelle Trends in der Bildverarbeitung und Mustererkennung für intelligente Systeme’. Schwarzkopf verwies darauf, dass einerseits 3D-Messtechnik und andererseits robotergestützte Anwendungen stark im Kommen seien. Sein Fazit: “In drei bis fünf Jahren werden 3D-Applikationen zum Standard in der Fertigungstechnik gehören. Service- und Handlingroboter werden in einigen Jahren den Alltag im Maschinenbau bestimmen.“

Prof.’in  Dr.-Ing. Bärbel Mertsching, die Leiterin des GET Lab der Universität Paderborn, analysierte zukünftige Bildverarbeitungslösungen für Automatisierungssysteme. Mertsching: „Der Erfolg der heutigen industriellen Bildverarbeitungssysteme beruht vielfach auf dem rasanten Fortschritt bei Rechnerhardware, Softwaretechnologie und der Photonik und weniger auf neuen, bahnbrechenden Fortschritten im Bereich des maschinellen Sehens.“ Für die Realisierung zukünftiger robuster Bildverarbeitungsmethoden bestehe nach wie vor umfänglicher Forschungsbedarf, da aus heutiger Sicht die Heuristik einen noch zu großen Raum in der Bildverarbeitung einnehme, so das Fazit der Paderborner Professorin.