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Lemgo, 27. April 2009 13:38 Alter: 1 yrs

Keine Angst vor der Zukunft – gestärkt aus der Krise heraus

Stimmung gut: OWL-Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl besuchte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite auf dem inIT-Messestand.
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben besuchte am Montag den inIT-Stand und unterhielt sich mit Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg (links) angeregt über erfolgreiche Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
inIT-Mitarbeiter Derk Wesemann (rechts) im Gepräch.
Zufrieden mit dem Messeerfolg: Research Managerin Nadine Dreyer und Derk Wesemann.

Hannover (hs-owl). Wieder erstarkt aus der Wirtschaftskrise hervor gehen, jetzt Perspektiven im Bereich Forschung und Entwicklung gemeinsam erarbeiten und dazu die Hannover Messe als Ideen-Umschlagplatz nutzen: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite ist überaus zufrieden mit dem Messe-Engagements seines Forschungsinstituts Industrial IT, kurz inIT. Am Donnerstag besuchte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl den Stand der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und zeigte sich hoch erfreut über das Leistungsangebot des inIT.

 

Vier Tage Hannover Messe hätten gezeigt, so Elektrotechniker Jasperneite, dass die Branche sich nicht anstecken lässt von Schwarzmalerei oder gar Zukunftsängsten. Jasperneite, hochschulweit führend mit seinem Institut bei der Einwerbung von Mitteln aus der Industrie: „Insbesondere in Krisenzeiten ist Innovation die Voraussetzung, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Innovation erfordert eine enge und ausgewogene Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Um diese Kooperationen ging es auch hier auf der Messe, und es hat hervorragend geklappt.“

 

Das Ziel definiert der Hochschulmann so: Forschungsergebnisse und Erfindungen mit Innovationspotenzial müssen früh erkannt, schnell in marktfähige Produkte weiterentwickelt und erfolgreich vermarktet werden.

 

Ein Vorzeigobjekt der Hochschule OWL und seines inIT-Instituts konnte das Team von Jasperneite – neben der Präsentation von zwei Exponaten – auf dem Gemeinschaftsstand von ‚OWL-Maschinenbau’ den Besuchern nahebringen: das geplante neue Innovationszentrum Industrial IT auf dem Hochschul-Campus in Lemgo. Das Besondere: Industrie und Hochschule werden sich hier gleichermaßen ansiedeln und durch neue Kooperationen den Austauschprozess optimieren. Neben dem inIT werden die Unternehmen ISI Automation, KW-Software, OWITA und Weidmüller Seite an Seite neue Lösungen für den Bereich der industriellen Automatisierungstechnik erforschen, entwickeln und vermarkten.

  

OWL-Regierungspräsidentin Thomann-Stahl nahm dies mit Interesse und Wohlwollen zur Kenntnis. Denn durch dieses Science-to-Business-Centre wird eine wesentliche Optimierung des Innovationsprozesses und des Know-how-Transfers an der Schnittstelle von Hochschule und Industrie erwartet. „Davon kann ganz OWL profitieren“, so Jasperneite. Sein Hinweis überzeugt: „Unter dem Motto ‚IT meets Automation’ wird das Innovationszentrum Industrial IT einen eigenständigen Beitrag im Rahmen der Initiative ‚OstWestfalenLippe - Leadership durch Intelligente Systeme’ leisten.“ Seit September 2008 ist das Innovationszentrum eines der sieben Leitprojekte der Initiative, die von der OWL-Marketing GmbH ins Leben gerufen wurde.

  

Das inIT präsentierte sich in Hannover mit seiner Kernkompetenz, nämlich mit Adaptionen von Informationstechnologien auf dem Feld der industriellen Automatisierungstechnik. Diesbezüglich habe das inIT ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Prof. Dr. Jasperneite: „In den Forschungsbereichen industrielle Echtzeitkommunikation, industrielle Bildverarbeitung und Mustererkennung und verteilte Echtzeit-Software  sind wir ganz weit vorne.“ Und mit seinem Leitbild "Where IT meets Automation" verbindet das inIT die Vision einer grenzenlosen Kommunikation, einem Internet der Maschinen, in dem Informationen an jedem Ort zu jeder Zeit in der notwendigen Qualität zur Verfügung stehen.

  

Die Vision bleibt. Auch in der Krise. Das hat die Hannover Messe gezeigt. Jasperneite: „Ich bin Ingenieur, deshalb glaube ich an die Zukunft. Das ist kein Zweckoptimismus, das ist wohl begründet.“