Teaser (Linke Spalte)

Teaser (Rechte Spalte)

Inhalt

Parallele Spiegel

Standort:

Lemgo, Lindenhaus


Handlungsanweisung:

Hier können Sie sich klonen: Beobachten Sie Ihre unendlich vielen Abbilder, indem Sie sich zwischen die beiden großen ebenen Spiegel stellen. Warum schaut Sie eigentlich nur jedes zweite Ihrer Spiegelbilder an? Was würden Sie sehen, wenn ein Spiegel am Boden und der andere an der Decke angebracht wären und Sie auf dem unteren Spiegel stehen könnten?



Erklärung:

Spiegelbilder sind Scheinbilder (virtuelle Bilder): Lichtstrahlen, die von einem Gegenstand ausgehen, werden am Spiegel reflektiert und fallen in unser Auge. Sie scheinen von Punkten zu kommen, die hinter dem Spiegel liegen. Damit erscheint uns auch das Bild als würde es hinter dem Spiegel liegen. Original und Bild sind gleich weit vom Spiegel entfernt, da sich der Lichtweg durch Reflexion verdoppelt.

Mehrfachreflexion am Doppelspiegel:
Fallen Lichtsstrahlen vom Original auf Spiegel 1 (roter Strahl), so erzeugt dieser Spiegel das Bild 1, das dann wieder wegen der Reflexionen (blauer und grüner Strahl), im Spiegel 2 vom Objekt betrachtet werden kann (Spiegel 2 erzeugt dann das virtuelle Bild 2).


Der Abstand des Bildes 1 vom Spiegel 2 ist hier dreimal so groß, wie der Abstand zwischen Original und Spiegel 2, weil sich das Original genau mittig zwischen den Spiegeln befindet. Infolge dessen erscheint das virtuelle Bild 2 auch entsprechend weiter hinter dem Spiegel zu liegen, als Bild 1 (dreimal weiter!).




Insgesamt sind noch weitere Bilder beobachtbar, die durch zahlreiche Vielfachreflexionen entstehen und immer weiter hinter die Spiegel rücken. Da das erste Spiegelbild spiegelverkehrt zum Original liegt, sowie das zweite Spiegelbild wiederum spiegelverkehrt zum ersten Spiegelbild liegt usw., schauen uns abwechselnd die Spiegelbilder an bzw. drehen uns den Rücken zu. Je weiter die Spiegelbilder entfernt liegen, desto lichtschwächer werden sie, weil die Spiegel bei jeder Reflexion einen kleinen Teil des Lichtes verschlucken und weil die Strahlenbündel sich aufweiten, so dass von den 'weit entfernten' Bildern ohnehin nur noch ein kleiner Anteil des Lichtes in unser Auge fällt.


Alles klar?

Falls nicht, schicken Sie Ihre Frage per e-mail an: experimenta(at)hs-owl.de