Sonntag, 21 Jan 2018
 
 

treffen und erleben

Wohnen im Alter, [fc-foto: 15409942]

Foto: Waidla (2008)

Die klassische Sitzgruppe im Wohnzimmer wird unwichtiger, denn der Esstisch wird zunehmend zum Lebensmittelpunkt der Familie, als der Ort, wo die Familie zusammenkommt und Hausaufgaben gemacht werden. Der Ort, an dem man abends mit Freunden zusammen sitzt oder die Kinder ihre Spielsachen ausbreiten.

Die moderne Küche hat sich in den letzten Jahren zum Erlebnis- und Repräsentationsraum gewandelt. Kochen wird immer mehr zum gemeinsamen Erlebnis für Familie und Freunde.

Was liegt da näher, als beides zusammen zu legen. Die Küche wird größer, das Wohnzimmer allenfalls noch eine kleine Erweiterung des kreativen Genussraumes mit bequemer Couch.

Das ist keinesfalls eine Vision, die Besserverdienern vorbehalten bleibt. Die offene Bauweise bringt Vorteile mit sich: Eine abgeschlossene Küche benötigt 10 bis 12 m², eine offene Küche dagegen nur 6 bis 8 m² für die traditionelle Einrichtung. D.h. es bleibt mehr Platz für den gewünschten Treffpunkt und Erlebnisraum.

Apropos Genuss: Einschlägig tätige Trendanalysten vermittel derzeit folgendes Zukunftsszenario: Da sich die Küche zum Treffpunkt mit Freunden entwickelt, drängen Männer immer stärker in diese traditionell weibliche Domaine. Wo sich Männer wohlfühlen, wird Technik ganz groß geschrieben. Klare funktionale Formensprache und eine High-Tec-Ausstattung, die jeden Fernsehkoch vor Neid erblassen ließe, sind gerade gut genug. Das Problem: Männer haben meist keine Ahnung vom Kochen. Fragen nach einschlägigen Fernsehsendung: "wie Mangold? Was 'n das für 'n Scheiß! Nie gehört!", dokumentieren, wie meilenweit Küchendesign und Kochkenntnis in Deutschland auseinanderliegen können. Wir haben den Verdacht, dass diese Vision als Marketinginstrument für das Produkt eines Küchenherstellers lanciert wird, der gerade eine entsprechende Küche auf den Markt bringen will. Was wäre der richtige Begriff für eine solche Vision: "lancierte Trendforschung"?

Minimale technische Rahmenbedingungen von wohn-vision-textlogo für Wohnräume und deren Einrichtung, in denen man sich treffen und repräsentieren kann für das mittlere und höhere Alter:

  • barrierefrei
  • Arbeits- und Spültische unterfahrbar, Einhandarmaturen
  • LED-Nachtlicht
  • Helle Ausleuchtung, ruhige, spiegelarme Böden, zu- und abschaltbare Beleuchtungsoptionen (ältere Menschen versuchen nachlassende Hörfähigkeiten durch Ablesen von den Lippen zu kompensieren. Dazu muss eine helle Ausleuchtung möglich sein. Andererseits sind Küchen immer stärker Treffpunkte mit Freunden, so dass eine Teilbeleuchtung (z.B. im Essbereich möglich sein muss).
  • Apothekerschränke sind die erste Wahl, da von zwei Seiten leicht zugänglich und - falls das Konzept passt - in jeder Tiefe einbaubar.
  • wohn-vision-textlogo verzichtet auf teure und komplizierte Liftsysteme z.B. für Tische und Hängeschränke. Tische sind grundsätzlich unterfahrbar (das gilt auch für Spüle und Kochfeld), Hängeschränke sind in der Mehrzahl auch aus dem Rollstuhl erreichbar. Das schränkt Platzangebot und Zugänglichkeit ein, macht die Küche aber bezahlbar und - weil aus gebrauchten Rohstoffen gefertigt - nachhaltig. Ein möglicher Lösungsansatz: die traditionellen Hängeschränke werden auf ein passendes, tiefes Niveau - im Zweifel bis auf die Arbeitsplatte - abgesenkt, der Verlust an Arbeitsfläche wird durch tiefere Arbeitsplatten kompensiert. Gleichzeitig werden so Chancen für besonders tiefe Apothekerschränke geschaffen.

Minimale technische Rahmenbedingungen von wohn-vision-textlogo für Wohnräume und deren Einrichtung, in denen man sich treffen und repräsentieren kann für junge, unabhängige Menschen:

  • hohe Flexibilität durch modularer Aufbau (Block I: Koch- und Naßblock, Block II: Vorrats- und Geschirr-/Besteckschrank, Block III: großer Tisch und Stühle). Die Module sind sehr schnell und unkompliziert ein- und ausbaubar. Block II besteht z.B. aus einem klappbaren Schrank, der nach Schließen problemlos transportiert werden kann. Die Anpassung an unterschiedliche Raumgrößen erfolgt über Block III. Namhafte Küchenhersteller machen es vor. Finden Sie hier erste Ansätze, die, meist einzelnen Aspekten der Vorgaben genügen.
wohn-vision-textlogo versucht kostengünstige, aber effektive Einrichtungen zu entwickeln. Barrierefreiheit steht dabei ganz vorne. Natürlich genügen alle Überlegungen den Vorgaben der DIN 18025. Da viele Menschen auf eine Unterstützung angewiesen sind, finden Sie hier auch eine Kurzinformation zur Frage: "Wer übernimmt welche Kosten?"