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08. Juni 2016 16:49

Aufräumen mit Vorurteilen: Vortrag zu Homophobie im Islam

Wie homophob ist der Islam wirklich? Diese Frage klärt der Vortrag „Homophober Islam – liberaler Westen?“, der am Donnerstag, den 16. Juni um 18:30 Uhr im Raum 1.602 auf dem Campus Lemgo der Hochschule OWL stattfindet. Referent Danijel Cubelic will mit Klischees aufräumen und zeigt ein anderes Bild vom vermeintlichen Gegensatz Morgenland vs. Abendland auf.

Im Westen gilt der Islam als homophob und queerfeindlich – nicht zuletzt aufgrund familiärer Ausgrenzung und sozialer Verfolgung, religiöser und staatlicher Diskriminierung, Folter und Gewalt bis hin zur Todesstrafe für homosexuelle Menschen in muslimischen Ländern. Viele Menschen fliehen aus diesem Grund aus muslimischen Ländern nach Europa.

Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts zeichnete sich jedoch ein anderes Bild: Historische Quellen belegen eine vielfältige queere Kultur in islamischen Gesellschaften, die sogar europäische Kunstschaffende und Intellektuelle anzog, die in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität verfolgt und geächtet wurden.

Wie passen diese beiden Bilder des Islam zusammen? Der Religionswissenschaftler Danijel Cubelic, der sich auf Islamwissenschaft spezialisiert hat und an der Universität Heidelberg vor allem zur arabischen Welt, Religion und Kultur lehrt und forscht, führt in die Geschichte und Vielfalt von Geschlechts- und Sexualkonzepten in muslimischen Gesellschaften ein.

Veranstaltet wird der Vortrag vom Queer Referat der Hochschule OWL mit Unterstützung der Gleichstellungskommission.

Auf einen Blick

„Homophober Islam – liberaler Westen?“
Danijel Cubelic, Universität Heidelberg
Donnerstag, 16. Juni, 18:30 Uhr
Campus Lemgo, Raum 1.602
Bei Fragen wenden Sie sich an Petra Fornefeld, petra.fornefeld(at)hs-owl.de

Hier gibt es eine Zusammenfassung des Vortrags