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08. Juni 2015 16:10

Familienfreundlichkeit weiter gestärkt: Hochschule OWL setzt Pflegebegleiterinnen ein

Sie sind die ersten Pflegebegleiterinnen der Hochschule OWL: Christine Naumann, Helene Kriwoscheew, Bozena Michalowski und Julia Kirch (v. l.) freuen sich mit der Gleichstellungsbeauftragten Dr. ‘in Meike Seidel-Kehde über den erfolgreich abgeschlossenen Vorbereitungskurs.

Die Hochschule OWL hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium weiter gestärkt. Allen Beschäftigten und Studierenden, die Angehörige pflegen, stehen ab sofort spezielle Ansprechpersonen zur Verfügung: Vier Mitarbeiterinnen von den Standorten Lemgo und Detmold haben sich über mehrere Monate zu Pflegebegleiterinnen fortbilden lassen. Die Qualifizierung wurde vom Mehrgenerationenhaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Pauli in Lemgo übernommen und fand im Rahmen des vom Land NRW initierten Projektes „Unternehmen Pflegebegleitung” statt.

Die vier Pflegebegleiterinnen sind ehrenamtlich in der Hochschule OWL aktiv. Sie unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen vor allem durch ein offenes Ohr und geben Hinweise zu weiteren Informationen und Beratungsangeboten. „Ich bin überzeugt, dass die Pflegebegleiterinnen dazu beitragen können, Betroffene zu entlasten und die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie an der Hochschule weiter zu verbessern”, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte Dr. ‘in Meike Seidel-Kehde.

Die Hochschule OWL gehört zu den ersten Partnerinnen und Partnern des Projektes „Unternehmen Pflegebegleitung“ in Lemgo. Für ihre strategisch angelegte familienbewusste Personalpolitik wurde sie 2014 mit dem Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule ausgezeichnet. „Ziel der Hochschule OWL ist es, sich als attraktive Arbeitgeberin und attraktiver Studienort nachhaltig zu etablieren“, sagt Dr. ‘in Meike Seidel-Kehde. „Neben Fragen der Kinderbetreuung ist für uns auch das Thema Pflege ein wichtiges Anliegen, denn jedes Hochschulmitglied kann plötzlich in die Situation kommen, eine Angehörige bzw. einen Angehörigen oder eine sonstige nahestehende Person zu betreuen.”

Eine der vier Pflegebegleiterinnen der Hochschule OWL ist Helene Kriwoscheew vom Familienservice: „Das Thema Pflege kann jeden von uns treffen, zumal ja nicht nur ältere Menschen pflegebedürftig sind oder werden können”, erklärt sie.  „Wir möchten der Pflege eine Stimme geben, denn Betroffene trauen sich häufig nicht, dieses Thema bei der Arbeit anzusprechen.”

Die Aufgabe der Qualifizierung hat das Mehrgenerationenhaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde St. Pauli in Lemgo übernommen. Der im November 2014 gestartete Vorbereitungskurs zur Pflegebegleitung fand in drei Etappen statt. Die erste Etappe qualifizierte die Beschäftigten zu Pflegelotsinnen und Pflegelotsen, die zweite zu Pflegenetzwerkerinnen und -netzwerkern. Die dritte Etappe befähigt zur Tätigkeit als Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleiter. Die Teilnehmenden konnten individuell entscheiden, wie viele Etappen sie absolvieren.

Den Gesamtkurs in Lemgo haben insgesamt 16 Personen abgeschlossen. Neben der Hochschule hatten Beschäftigte der Alten Hansestadt Lemgo, des Kommunalen Rechenzentrums, der Lippischen Landesbrandversicherung, des Kreises Lippe und des Nestor Bildungswerks teilgenommen.


Über das Projekt „Unternehmen Pflegebegleitung”
Das „Unternehmen Pflegebegleitung“ wird u.a. vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, der EU und der gesetzlichen Pflegeversicherung gefördert. Mit der Durchführung wurde das FoGera (Forschungsinstitut Geragogik) in Witten beauftragt. Insgesamt waren in NRW sieben Standorte für das Projekt ausgewählt worden: Bocholt, Bochum, Geldern. Schwerte, Solingen, Vlotho/Bad Salzuflen und Lemgo.