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30. Juli 2015 10:37

Flexifonds unterstützen Frauen in Mutterschutz und Elternzeit

Das Präsidium der Hochschule OWL hat die Einführung sogenannter „Flexifonds“ beschlossen. Damit sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Professorinnen, die in Mutterschutz oder Elternzeit gehen, finanziell unterstützt werden. Ermöglicht wird die Förderung durch das Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder, das die Hochschule OWL 2014 erfolgreich beantragt hat. Dadurch sind Haushaltsmittel frei geworden, die nun mit für die Flexifonds genutzt werden können.

„Die Hochschule OWL möchte die Anteile von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen weiter erhöhen und begabten Nachwuchswissenschaftlerinnen die Karriereentwicklung erleichtern“, erklärt Ursula Terfloth, Koordinatorin des Professorinnen-Programms an der Hochschule „Das gilt besonders dann, wenn die Frauen durch familiäre, persönliche oder gesetzliche Bedingungen bei ihrer Arbeit eingeschränkt werden.“

Aus dem Flexifonds für Professorinnen können die Fachbereiche und Institute der Hochschule sowie die Professorin selbst Mittel beantragen, um zum Beispiel eine Vertretung für die Dauer von Mutterschutz und Elternzeit zu engagieren. Außerdem ist es möglich, zusätzliche wissenschaftliche Hilfskräfte und Lehrbeauftragte einzustellen. Dies gilt auch für die erste Zeit, nachdem die Professorin ihre Tätigkeit wieder aufgenommen hat.

Eine ähnliche Funktion hat der Flexifonds für junge Wissenschaftlerinnen: Mit dem Geld können Vertretungen und Zusatzkräfte vergütet werden. Diese können zum Beispiel Labortätigkeiten übernehmen, die werdende Mütter nicht mehr verrichten dürfen. Zudem soll der Flexifonds schwangere Stipendiatinnen unterstützen und Vertragsverlängerungen nach Mutterschutz und Elternzeit erleichtern.

Wer Mittel aus den Flexifonds beantragen möchte, muss einen schriftlichen Antrag an das Personaldezernat, die Gleichstellungsbeauftragte oder den Familienservice richten. Ansprechpartnerinnen sind Barbara Zaryzki (barbara.zaryzki@hs-owl.de) vom Personaldezernat, die Gleichstellungsbeauftragte Dr. ‘in Meike Seidel-Kehde (meike.seidel-kehde@hs-owl.de) sowie Helene Kriwoscheew (helene.kriwoscheew@hs-owl.de) vom Familienservice der Hochschule.

Über das Professorinnenprogramm II:
Der Anteil von Frauen an Professuren soll bundesweit erhöht werden. Deshalb stellen die Bundes- und Länderregierungen mit dem Professorinnenprogramm II insgesamt 150 Millionen Euro zur Verfügung, um 200 neue Professorinnenstellen zu schaffen. Die Hochschule OWL war mit ihrem Gleichstellungskonzept als eine von 45 Hochschulen in der zweiten Ausschreibungsrunde des Programms erfolgreich. Zwei Professuren werden an der Hochschule OWL mit Unterstützung des Professorinnen-Programms finanziert. Die dadurch frei werdenden Haushaltsmittel sowie eigene Mittel in angemessener Höhe werden in zusätzliche Maßnahmen zur Gleichstellung investiert.

Weitere Informationen gibt es hier.