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08. Oktober 2015 15:35

Hochschule OWL führt „FH-Nachwuchsprofessur“ ein

Das Präsidium der Hochschule OWL hat entschieden, drei „FH-Nachwuchsprofessuren“ einzurichten und auszuschreiben. Heute wurde die erste Ausschreibung für den Lemgoer Fachbereich Life Science Technologies veröffentlicht. Die Ausschreibungen für den Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur sowie den Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung in Höxter folgen Mitte Oktober. Mit dieser Entscheidung ist die Hochschule OWL neben der FH Münster die einzige Fachhochschule bundesweit, die diesen Schritt in Richtung zukunftsgerichtete Personalentwicklung geht.

Wissenschaftlicher Nachwuchs spielt nicht nur eine bedeutende Rolle an Universitäten, sondern zunehmend auch an Fachhochschulen. Fachhochschulen sind jedoch die einzigen Institutionen, die ihren Nachwuchs bisher nicht bis zur Professur selbst ausbilden können. „Bereits jetzt gibt es über 70 hochqualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden an der Hochschule OWL. Darüber hinaus bestehen hervorragende Kontakte zur heimischen Industrie und Wirtschaft“, so Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann. „Eine fortschrittliche Personalentwicklung in Form der FH-Nachwuchsprofessur ist demnach ein logischer Schritt“, so Herrmann weiter.

Innerhalb von drei Jahren sollen aus den hochqualifizierten Nachwuchstalenten nach der Promotion gut ausgebildete Professorinnen und -professoren werden. Das Ziel der Hochschule OWL ist es, einen Karriereweg zu schaffen, der ihren Anforderungen gerecht wird, dass ihre Professorinnen und Professoren promoviert sind und darüber hinaus Erfahrungen in der freien Marktwirtschaft besitzen. So kann die Hochschule auch in der Zukunft ihren Prinzipien von hochwertiger Lehre, forschungsorientiertem Lernen und exzellenter Forschung gerecht werden. Die Maßnahme dient zum einen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und zum anderen soll die häufig fehlende Qualifikation für eine Professur in Form von fünfjähriger Berufstätigkeit (davon drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs) kompensiert werden. In dem dreijährigen Qualifizierungszeitraum erfolgt jeweils parallel eine halbe Beschäftigung als Lehrkraft sowie in einem mit der Hochschule kooperierenden Unternehmen. Somit erfüllt das Arbeitsverhältnis bereits nach drei Jahren die rechtlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufung und soll im Anschluss in eine Professur für fünf Jahre umgewandelt werden.

Mit der Einführung der „FH-Nachwuchsprofessur“ schafft die Hochschule OWL ein institutionell verankertes Programm für die Qualifizierung des promovierten Nachwuchses mit dem Karriereziel Forschung und Lehre und ermöglicht außerdem eine durchgängige Beschäftigung.

Link zur Ausschreibung:
https://jobs.b-ite.com/advertisements/af4278483ece0404be252261296d8e5459c1a839