Verweis zur Startseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Servicenavigation

Archiv

05. Februar 2016 10:46

Mehr als Vitamin B – Vortrag „Life-Work-Planning”

Jobs finden, wo andere gar nicht erst suchen – Trainerin Christiane Maschetzke gab rund 50 Teilnehmerinnen am Campus Höxter der Hochschule OWL eine Einführung in „Life-Work-Planning“. Diese Methode ermöglicht durch die Reflexion der eigenen Fähigkeiten und den Aufbau eines beruflichen Netzwerks eine gezielte Jobsuche auf dem sogenannten verborgenen Stellenmarkt. Den Vortrag initiierte die Hochschule OWL in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL.

„Wir werden heute nicht über die perfekte Bewerbungsmappe sprechen“, stellte Trainerin Christiane Maschetzke gleich zu Beginn des Abends klar.  Denn bei der Methode Life-Work-Planning ginge es nicht darum, wie man sich am besten für den Arbeitsmarkt zurechtbiegt. Es ginge viel mehr darum, die eigenen persönlichen Stärken zu erkennen und berufliche Ziele klar zu formulieren, um am Ende die Frage beantworten zu können: Wie finde ich den Arbeitgeber, der genau so jemanden sucht wie mich? Dabei sei es wichtig, den verborgenen Arbeitsmarkt in die Suche mit einzubeziehen. Denn: „75 Prozent der Stellen werden nicht über offizielle Stellenanzeigen besetzt“, so Maschetzke.

Die Methode nach Richard Nelson Bolles ist ein menschenfreundlicher Ansatz, da die suchende Person und ihre Biografie im Mittelpunkt stehen – und nicht etwa das Unternehmen, der Arbeitsmarkt oder Beschäftigungsprognosen. Dabei gibt es verschiedene Reflexionsschritte: Die Frage nach dem „Was“ soll das eigene Können herausstellen, aber auch die Aufgaben herauskristallisieren, die Spaß machen. Das „Wo“ ist die Frage nach der bevorzugten Umgebung für die Arbeit. Das betrifft sowohl die Branche als auch detailliertere Fragen nach den Kollegen, der Bürosituation oder der Firmenphilosophie. Die Frage nach dem „Wie" beinhaltet eine eigene kleine Marktuntersuchung, um potenzielle Unternehmen ausfindig zu machen, die einen Nutzen von den eigenen Fähigkeiten und Wertvorstellungen haben könnten. Beim anschließenden Netzwerken konnten die Teilnehmerinnen ihre Erkenntnisse gleich in der Praxis erproben.

Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Ostwestfalen-Lippe (OWL) hat das Ziel, die beruflichen Chancen von Frauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe nachhaltig zu fördern und zu verbessern. Es ist Teil der Landesinitiative Competentia NRW. Trägerin ist die Ostwestfalen-Lippe GmbH in Kooperation mit der Stadt Bielefeld und den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn.

Gleichstellung an der Hochschule OWL
Um die Nachteile von Frauen und Männern im Hochschulalltag auszugleichen, gibt es an der Hochschule OWL unter anderem eine Gleichstellungskommission sowie eine Gleichstellungsbeauftragte. Durch Projekte wie das Professorinnenprogramm II konnten außerdem weitere Maßnahmen umgesetzt werden – zum Beispiel  die Einrichtung des Familienservice,  einer zentralen Beratungsstelle für Beschäftigte oder Studierende mit Kind oder Angehörigen, die gepflegt werden müssen. Weitere Beispiele sind das Wiedereinstiegsprogramm oder der Dual-Career-Service.