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04. Februar 2015 09:42

Studierende entwickeln Lichtkonzept für die Kindertageseinrichtung Stiftstraße in Lemgo

Alina Cvetkova und Felix Stiboy (2. und 3.v.l.) wurden für das beste Lichtkonzept mit 500 Euro ausgezeichnet. Es gratulierten (v.l.) Udo Zippel (Kaufmännischer Vorstand Stiftung Eben-Ezer), Dr. Oliver Herrmann (Präsident Hochschule OWL), Dr.‘in Meike Seidel-Kehde (Gleichstellungsbeauftragte Hochschule OWL), Professorin Mary-Anne Kyriakou (Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur) und Professor Andreas Niegel (Hochschulgesellschaft OWL e.V.).

Seit Mai 2014 kooperieren die Hochschule OWL und die Stiftung Eben-Ezer im Bereich der Kinderbetreuung. Um weitere Kindergartenplätze zu schaffen, soll in der Stiftstraße in Lemgo ein Neubau für eine neue gemeinsame Gruppe für Kinder unter drei Jahren entstehen. Masterstudierende aus dem Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur haben in diesem Zusammenhang im Lehrmodul „Lichtarchitektur" in Gruppenarbeit Lichtkonzepte für den Neubau zum Thema „Licht und Gesundheit für Kinder unter 3 Jahren“ erarbeitet. Der beste Entwurf wurde mit 500 Euro prämiert.

Die 15 Konzepte der 30 Studierenden im Kurs wurden durch eine Jury, zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule OWL und der Stiftung Eben-Ezer bewertet. „Wir waren absolut beeindruckt von den Entwürfen der Studierenden und haben deshalb mehr Konzepte prämiert als ursprünglich gedacht“, fasste Professorin Mary-Anne Kyriakou die Entscheidungsfindung der Jury zusammen. Als bester Beitrag wurde das Konzept von Alina Cvetkova und Felix Stiboy mit einem Preisgeld von 500 Euro, das die Hochschulgesellschaft OWL e.V. zur Verfügung stellte, ausgezeichnet. Platz zwei ging an Susanne Mandel und Hanna Berlemann sowie an Nadine Duffe, Pia-Aletta Peters und Desirée Seidler. Den dritten Platz belegten Marie Brenken und Kathrin Mahnert sowie Timo Schröder. Philipp Hiller und André Osthaar erhielten für ihre außergewöhnliche Kreation den Innovationspreis.

Das Gewinnerkonzept glänzte vor allem durch die konsequente Nutzung von Tageslicht: „Wir haben den Gruppenraum und den Nebenraum in unserem Entwurf mit einer breiteren Glasfront erweitert, um mehr Tageslicht in die ohnehin sehr verschattete Bausituation zu bringen. Der Biorhythmus der Nutzerinnen und Nutzer soll unterstützt werden, indem der Gruppen- und Nebenraum mit dynamischer Beleuchtung ausgestattet wird, die sich der jeweiligen Tageszeit und der gerade stattfindenden Aktivitäten anpasst“, erklären Alina Cvetkova und Felix Stiboy. Darüber hinaus war es den beiden Studierenden wichtig, dass die Beleuchtung Hand in Hand mit der Gestaltung der Räume geht: „Das Hauptgestaltungselement, die Ellipse, findet sich überall wieder: Die dynamischen Lichtleisten laufen elliptisch an der Decke, das große Einbaumöbel für verschiedenste Aktivitäten und Staumöglichkeiten folgt dieser Form und sogar an den Wänden im Flur- und Garderobenbereich findet sie sich wieder.“

Insgesamt stand den Studierenden ein fiktives Budget von 5.000 Euro zur Verfügung. Rainer Schaul, der als Architekt für den Ausbau der Kita zuständig ist, zeigte sich begeistert von den Entwürfen: „Wir haben mehr bekommen, als wir erwartet haben. Jetzt prüfen wir, welche Ideen wir in den Räumlichkeiten in der Stiftstraße umsetzen können.“ Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann ergänzte: „Die Erarbeitung von Lichtkonzepten für die Kita ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: Die Studierenden können mit ihren Projekten an die Öffentlichkeit treten und etwas Bleibendes schaffen, die Stiftung Eben-Ezer bekommt als Partner innovative und vielfältige Impulse und Lösungen.“ Gleichstellungsbeauftragte Dr.‘in Meike Seidel-Kehde freute sich vor allem über den Einsatz des Masterkurses, kreative Lösungen zu erarbeiten, um auch schon für die Kleinsten eine positive und gesunde Atmosphäre zu schaffen: „Das ist eine tolle Verbindung von angewandter Forschung  und Engagement zur Vereinbarkeit von Beruf beziehungsweise Studium und Familie und dient nachhaltig der Umsetzung der Hochschulziele für den audit familiengerechte hochschule.“

Die Erweiterung der Kindertagesstätte in der Stiftstraße ist Teil  der Kooperation zwischen der Hochschule OWL und der Stiftung Eben-Ezer. Darüber hinaus engagiert sich die Hochschule in vielen Bereichen für eine familienfreundliche Hochschul- und Organisationsstruktur, von der alle Hochschulmitglieder profitieren sollen: Egal, ob kleine Kinder zu betreuen sind, die Pflege von Angehörigen übernommen werden muss oder Arbeits- und Studienzeiten familiengerecht ausgestaltet werden sollen. Entsprechend dieser Zielsetzung wurde die Hochschule OWL im März 2014 mit dem Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“ ausgezeichnet. Das audit ist ein Managementinstrument zur Systematisierung, Steuerung und (Weiter-) Entwicklung der familien- und lebensphasenbewussten Personal- und Hochschulpolitik. Es ist ein anerkanntes Gütesiegel, das von der berufundfamilie gGmbh auf die Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung hin entwickelt wurde. Die Zertifikate werden unter der Schirmherrschaft von den Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie für Wirtschaft und Technologie vergeben.


Kontakt zum Familienservice der Hochschule OWL
Helene Kriwoscheew
Tel. 05261 702-5938
Helene.Kriwoscheew@hs-owl.de