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Veranstaltungen Bachelor

Rechnerorganisation und Betriebssysteme

Ziel dieser Grundlagenveranstaltung ist es, Zuhören ein breites Grundwissen der Rechnerorganisation, d.h. des Aufbaus bzw. der Architektur von Computersystemen zu vermitteln. Inhalt der Veranstaltung ist neben einer Einführung in Begriffe der Computerorganisation die Vorstellung verschiedener Computertypen. Der Aufbau und die grundlegenden Funktionsweisen von Prozessoren und verschiedener Speicherarten und Komponenten von Speichersystemen sind Thema des Kurses genau wie die Einführung in verschiedene Bussysteme. Neben einer Vorstellung von Betriebssystemkonzepten sind das Handling von Prozessen und Threads sowie die Interprozesskommunikation und Scheduling auch integrales Bestandteil des Kurses. Der Kurs soll somit Zuhörern das notwendige Wissen zu vermitteln, um Computersysteme zu verstehen, die Vor- und Nachteile verschiedener System bewerten zu können und durch die Kenntnisse interner Abläufe Konsequenzen für die Implementierung von Software ableiten zu können.    

Spezielle Gebiete der Informatik: Usability & User Experience

Usability bezeichnet bekannterweise die Gebrauchstauglichkeit von Produkten oder Systemen. Usability alleine erklärt jedoch nicht immer den Erfolg (oder Misserfolg) von Produkten. Oft entscheiden gerade ästhetische Faktoren oder die Haptik, ob sich ein Produkt auf dem Markt behaupten kann. In jüngster Vergangenheit hat daher das Konzept der User Experience (UX, zu deutsch: Nutzererlebnis) an Bedeutung gewonnen. Bei der Evaluierung der UX wird die Interaktion zwischen Nutzern und Systemen bzw. Produkten ganzheitlich betrachtet.

In dieser Veranstaltung wollen wir uns mit den Konzepten der Usability sowie der User Experience beschäftigen: Was sind die konzeptionellen Unterschiede? Welche Methoden gibt es, um Benutzerfreundlichkeit zu messen? Und welche Methoden gibt es zur Bestimmung des Nutzererlebens? In welchen Situationen sollten Usability bzw. User Experience analysiert werden?

Diese und andere Fragen sollen in einer praxisnahen Veranstaltung beantwortet werden. Es wird gemeinsam erarbeitet und diskutiert, wie technische Systeme gestaltet werden können, die eine gute UX bieten. Einige praktische Übungen im Kurs werden die Studierenden in die Lage versetzen, bewährte UX-Design-Methoden kennenzulernen und zukünftig anzuwenden.

Der Kurs betrachtet die folgenden Themenbereiche:

  • Grundlegende Begriffe und Konzepte
  • Verstehen und Spezifizieren des Nutzungskontextes
  • Spezifizieren der Nutzungsanforderungen
  • Usability-Prinzipien und -Richtlinien
  • Spezifizieren der Interaktion
  • Usability-Test
  • Andere Evaluierungsmethoden
  • Prozessmanagement und Verwendung von Methoden

Diese Inhalte basieren auf dem Lehrplan CPUX-F des International Usability and UX Qualification Board UXQB. Somit garantiert diese Veranstaltung eine praxisnahe Ausbildung und die Vermittlung von industrierelevantem Wissen und ist in besonderer Weise für Studierende geeignet, die perspektivisch in den Bereichen Anforderungs- oder Produktmanagement oder Produktdesign arbeiten möchten. Der Kurs bietet auch gute Voraussetzungen für die Zertifizierung als "Certified Professional for Usability and User Experience" (Hinweise: Zertifikat nicht Bestandteil des Kurses; wir sind kein offizieller Trainingsanbieter von UXQB).

  

Spezielle Gebiete der Informatik: Mensch-Maschine-Interaktion

Die Art und Weise, wie wir mit Computer interagieren hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Die Nutzung mobiler Geräte ist allgegenwärtig, neue Interaktionskonzepte wie Gestensteuerung haben die Marktreife erlangt und nicht zuletzt hat sich die Bedienbarkeit vieler Softwareprodukte signifikant verbessert. Diese Entwicklungen führen auch zu einer gestiegenen Erwartung der Nutzer an die Bedienbarkeit und an das Anwendererlebnis ("User Experience") von technischen Systemen. Der Gestaltung der Schnittstelle zwischen Menschen und Maschinen kommt daher eine immer höhere Bedeutung zu. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wird eine breite Einführung in das Forschungsgebiet der Mensch-Maschinen-Interaktion gegeben. Neben Grundlagen der menschlichen Physiologie und Psychologie werden verschiede Arten von Schnittstellen sowie Interaktionsmodelle zwischen Menschen und Maschinen behandelt. Der Kurs gibt weiterhin eine Übersicht über Designprozesse und deren Integration in den Softwareentwicklungsprozess. Die im Kurs vorgestellten Design-Regeln bieten eine gute Orientierung, wie Systeme gestaltet werden können, damit sie ein positives Anwendererlebnis bieten. Abgerundet wird der Kurs durch eine Einführung von Evaluierungsmethoden, in der eine Übung praktische Kenntnisse der Fragebogenkonstruktion und Auswertung vermittelt.

Verteilte Systeme

Der Kurs vermittelt theoretisches Grundlagenwissen und praktische Fähigkeiten im Gebiet der parallelen und verteilten Systeme. Inhalt des Kurses sind verteile Systemstrukturen (MultiCore Prozessoren, Parallelrechner, Rechnernetze), verteilte Basis-Software (verteilte Betriebssysteme, MiddlewareAnsätze, verteile Datei- und Speichersysteme, verwendete Protokolle), Nebenläufigkeit (Synchronisierung, Deadlock, Livelock), Echtzeitfragen, Fehlertoleranz in verteilten Systemen. Im integrierten Praktikum werden die in der Vorlesung vorgestellten Middleware-Ansätze mittels kleiner Implementierungen vertieft. Die Implementierungen werden vom Dozenten mit den Studenten diskutiert, aber nicht benotet.